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BR Volleys können VfB-Pokalfluch nicht besiegen

Do 11.12.2014

In ihrer langen und erfolgreichen Vereinsgeschichte konnten die BR Volleys noch nie ein Pokalspiel gegen den VfB Friedrichshafen gewinnen. Daran änderte sich auch am Donnerstagabend nichts, denn im Viertelfinale unterlagen die Berliner dem Titelverteidiger auswärts mit 0:3 (22:25, 23:25, 24:26) und müssen sich somit aus dem DVV-Pokal-Wettbewerb 2014/2015 verabschieden.


2014-12-11

In der Neuauflage des Pokalfinals 2014 unterlagen die BR Volleys am Donnerstag in Friedrichshafen mit 0:3.
Foto: Günter Kram, Friedrichshafen


Berlins Trainer Mark Lebedew vertraute zunächst auf Kawika & Erik Shoji, Paul Carroll, Robert Kromm, Scott Touzinsky, Tomas Kmet und Rob Bontje, veränderte aber im Spielverlauf mit Christian Dünnes (für Carroll), Felix Fischer (für Bontje) sowie Sebastian Kühner (für Shoji) seine Startformation gleich auf drei Positionen.

Die beiden Dauerrivalen begannen – wie von vielen Experten prognostiziert – auf Augenhöhe. Die Ergebnisse der technischen Auszeiten sprechen für sich: Während zunächst die Berliner mit 8:7 führten, hatte bei 16:15 Friedrichshafen knapp die Nase vorn. Dann allerdings übernahmen die Gastgeber, die sich insbesondere in der Block-Feld-Abwehr als stärker erwiesen, die Initiative und setzten sich auf 20:17 ab. Die BR Volleys konnten zwar bei 21:21 noch einmal ausgleichen, doch nach einer Auszeit von VfB-Trainer Stelian Moculescu sorgte eine Aufschlagserie von Baptiste Geiler zum 24:21 für die Vorentscheidung zugunsten der Häfler, die wenig später nach einem Fehlaufschlag von Kmet über den 25:22-Satzgewinn jubeln durften.

Im Folgedurchgang erlebten die 1.589 Zuschauer in der ZF-Arena ein Volleyballspektakel der besonderen Art. Der Franzose Geiler machte mit seinen druckvollen Aufschlägen da weiter, wo er kurz zuvor aufgehört hatte und brachte seine Farben mit 8:0 (!) in Führung. Damit schienen die Weichen für einen erneuten Satzerfolg des VfB früh gestellt, doch die BR Volleys starteten eine furiose Aufholjagd und kämpften sich über die Stationen 2:12, 9:16, 14:19, 17:20 bis zum 22:22-Ausgleich heran. Dann allerdings griff das bis dahin souveräne agierende Schiedsgericht mit einer – wie die TV-Bilder eindeutig belegten – Fehlentscheidung in das Spielgeschehen ein und statt 23:23 stand es 24:22 für Friedrichshafen. Eine solche Gelegenheit ließ sich der Rekordmeister nicht nehmen und vollendete durch den Niederländer van Garderen zum 25:23.

Dieser Satzverlauf hatte den Berlinern sichtlich Kraft gekostet, sowohl physisch als auch mental. Im dritten Durchgang rannten die BR Volleys fast ständig einem knappen Rückstand (6:8, 14:16) hinterher. Aber erneut bewiesen Scott Touzinsky & Co ihre Moral, stemmten sich gegen die drohende Niederlage und erkämpften sich bei 24:23 den ersten eigenen Satzball des Abends. Der VfB blieb jedoch cool, übernahm bei 25:24 wieder die Führung und hatte am Ende das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite. Beim Stand von 27:26 übersah das Schiedsgericht nach einem harten Kromm-Angriff eine Ballberührung von Zuspieler Simon Tischer, der sich somit gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen über einen verdienten 3:0-Heimsieg und den Einzug ins DVV-Pokal-Halbfinale freuen konnte.

Hier muss der VfB Friedrichshafen auswärts beim TV Ingersoll Bühl antreten, während der Gewinner der Partie SVG Lüneburg / SV Fellbach die SWD powervolleys Düren empfängt. Angesetzt ist das DVV-Pokal-Halbfinale für den 28. Dezember 2014.

VfB-Coach Stelian Moculescu war sichtlich zufrieden, sowohl mit dem Ergebnis als auch der Vorstellung seines Teams: „3:0 gegen den Deutschen Meister zu gewinnen, da kann man wirklich nicht meckern. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft.“

BR Volleys Trainer Mark Lebedew analysierte das Match wie folgt: „Friedrichshafen hat motiviert und sehr stark begonnen, wir dagegen wirkten im Vergleich zu den letzten Partien etwas zurückhaltend. Wir waren zwar immer irgendwie im Spiel, konnten es aber nie kontrollieren. Letztlich war es in jedem Satz eine Aufschlagserie des VfB, die für die Entscheidung sorgte“. Aus seiner Verfassung machte der Australier kein Geheimnis: „Eine Niederlage im Pokal kann man nicht mehr korrigieren, umso größer ist heute meine Enttäuschung.“

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