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European Games: DVV-Männer stehen im Halbfinale

Mi 24.06.2015

Die DVV-Männer stehen im Halbfinale der European Games in Baku und spielen um die Medaillen: Im Viertelfinale siegte die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen in einem umkämpften Spiel 3:0 (26-24, 26-24, 25-17) gegen Serbien und landete somit den fünften 3:0-Sieg in Serie. Dabei bewies das Team im ersten Satz Nervenstärke, indem es zwei Satzbälle abwehrte. Im Halbfinale (26. Juni) wartet nun Russland. Punktbeste Spieler waren Christian Fromm (19), Marcus Böhme und Jochen Schöps (je 10).


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Vor allem der starke Block war Grund für den 3:0 Erfolg der DVV-Männer gegen Serbien.
Foto: DVV /
eventolive.it


Vital Heynen hatte Respekt vor der individuellen Klasse der Serben und setzte in der Startformation auf sieben WM-Dritte, die es mit Erfahrung und Klasse richten sollten. Im ersten Satz bewahrheitete sich aber die Warnung des Bundestrainers, die Serben waren „heiß“, servierten unglaublich hart und konstant. Doch die deutsche Mannschaft blieb auch trotz zweier Satzbälle gegen sich ruhig, machte vier Punkte in Serie und gewann den wichtigen Auftaktsatz. Aber auch danach war der Widerstand des Gegners nicht gebrochen, die Serben kämpften und waren fast ebenbürtig. Aber nur fast, denn in den entscheidenden Phasen machten die DVV-Männer die Punkte. Satz eins wurde im Block entschieden, Satz zwei durch den bärenstarken Fromm, der im entscheidenden Moment im Angriff und Aufschlag seine Weltklasse zeigte. Im dritten Satz gab es dann kein Halten mehr und Deutschland spielte sich in das Halbfinale. Kein spektakulärer Auftritt, aber ein sehr geduldiger, der Schöps & Co somit um die Medaillen spielen lässt. Geburtstagskind Denis Kaliberda meinte: „Gut, dass wir gewonnen haben, aber wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert. Es war nicht das höchste Niveau, aber wir haben es geschafft, mit 3:0 zu gewinnen. Das Wichtigste ist, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Im ersten Satz hatten wir das nötige Glück, aber am Ende waren wir die bessere Mannschaft. Die Goldmedaille ist ein hohes Ziel, aber es ist unser Ziel.“

Es ging um viel, und das konnte man gleich zu Beginn bei einer sensationellen Rettungsaktion von Kampa sehen: Der Zuspieler sprang über die Bande und spielte den Ball im Sprung zurück (3-2). Als Geburtstagskind Kaliberda seinen ersten Angriff verzog, und Petkovic zweimal knallhart servierte, hatten die Serben die Führung übernommen (3-6). Heynen nahm eine frühe Auszeit, aber die Serben waren besser im Spiel (4-8). Ein Ass von Kampa war ein erstes Signal der DVV-Männer, ein Block von Schöps brachte den Anschlusspunkt (9-10). In der Folge servierten beide Teams mit vielen Fehlern, dann packte der deutsche Block zu: ein Broshog-Block führte zum Ausgleich (13-13), ein Fromm-Block brachte die Führung (16-15). Aber die Serben gaben sich nicht geschlagen, punkteten wieder mit dem Aufschlag und lagen wieder vorne (19-20). Das deutsche Team blieb ruhig, glich immer wieder aus, bis Tille sich bei einem Aufschlag verschätzte (22-24). Broshog wehrte den ersten ab, beim zweiten verzogen die Serben ihren Angriff (24-24). Dann Satzball Deutschland, weil Fromm im Block zupackte. Und gleich der erste war es, weil sich auch der Kapitän im Block nicht lumpen ließ.

Wie steckten die Serben diesen bitteren Satzverlust weg? Zumindest zu Beginn nicht so gut: Zweimal zappelten die Spieler frustriert im Netz, zweimal packte der starke deutsche Block zu (8-4). Eine kurze Schwächephase des WM-Dritten nutzten die Serben und waren wieder da (9-9), gingen nach einem Fromm-Angriff ins Aus gar in Führung (13-14). Kurz zuvor war Michael Andrei für Broshog aufs Feld gekommen. Nachdem die Serben mit zwei Zählern vorne lagen, glich Fromm mit einem extremen Topspin-Aufschlag aus (17-17). Fromm wurde von Kampa immer wieder gesucht und gefunden, egal, ob er vorne oder hinten war (21-21). Der wuchtige deutsche Außenangreifer war es auch, der einen schwierigen Angriff diagonal ins Feld wuchtete und Satzball holte (24-23). Den ersten wehrten die Serben ab, beim zweiten waren sie chancenlos! Fromm servierte bärenstark und unerreichbar.

Die Formation blieb unverändert, Fromm auch. Der Außenangreifer war von den Serben nicht zu halten und punktete aus allen Lagen. Und da auch Schöps Mr. Zuverlässig blieb, erwischte das deutsche Team einen guten Start (7-3). So langsam wirkten die Serben frustriert, Böhme zweimal per Block und ein gegnerischer Angriffsfehler führten zum 11-5. Und dieses Mal ließ das deutsche Team den Gegner nicht mehr herankommen, punktete sicher aus der Annahme und griff immer wieder mit der Block-Abwehr zu (19-11). Der letzte Punkt war dem Geburtstagskind vorbehalten: Bei einem Angriff von Kaliberda zappelte ein Serbe im Netz, damit war der fünfte 3:0-Sieg in Serie und das Halbfinale eingetütet.

Stimmen zum Spiel

Vital Heynen: „Wir haben es uns einen Satz schwieriger gemacht, als es nötig war. Der Druck ist bei uns, Serbien spielt frei. Ich wusste, dass es am Anfang schwierig wird, im zweiten Satz haben wir sie zurückkommen lassen. Das ist der einzige Minuspunkt an unserem heutigen Spiel. Im dritten Satz haben wir richtig gut Volleyball gespielt, das ist wichtig für die Jungs zu spüren, dass sie auch gut spielen können. Heute bin ich zu 80% zufrieden, die 20% müssen jetzt in den nächsten zwei Spielen dazu kommen. Russland ist besser als Frankreich, aber ich hoffe auf Frankreich. Russland ist ein harter Brocken.“

Jochen Schöps: „Wir können zufrieden sein, dass wir weiter sind. Aber es ist noch gut Luft nach oben. Es ist in den ersten zwei Sätzen das erwartete, enge Spiel. Die spielen munter drauf los, wir kriegen sie nicht in den Griff und unser Aufschlag kommt noch nicht so. Wir haben dann ein bisschen Dusel am Ende des Satzes. Im dritten Satz lief es dann deutlich besser. Jetzt wird es langsam Zeit, unser bestes Niveau abzurufen, denn Frankreich oder Russland sind noch besser. Wir wollen Gold! Falls es die Russen werden, haben wir mit ihnen noch eine Revanche offen, von den Franzosen kennen wir auch einige. Wenn wir Gold wollen, müssen wir sie schlagen.“

Denis Kaliberda: „Gut, dass wir gewonnen haben, aber wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert. Es war nicht das höchste Niveau, aber wir haben es geschafft, mit 3:0 zu gewinnen. Das Wichtigste ist, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Im ersten Satz hatten wir das nötige Glück, aber am Ende waren wir die bessere Mannschaft. Die Goldmedaille ist ein hohes Ziel, aber es ist unser Ziel.“

Christian Fromm: „In den meisten Aktionen war das der Fromm, den ich mir selber vorstelle, aber natürlich bin ich nicht zu 100% mit meiner Leistung zufrieden. Ich freue mich über das 3:0 und ich bin meiner Mannschaft dankbar, dass wir diesen Schritt ins Halbfinale gemacht haben. Die Devise beim Aufschlag zum Satzball war, Richtung eins zu schlagen. Das habe ich zum Glück schon in Perugia gemacht und hatte es somit im Repertoire und würde es gerne wiederholen, wenn es nötig ist. De facto haben wir alle die Nerven behalten, und das ist die Mannschaft, die wir sind.“

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