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Pokalfinale: Teams fiebern Endspiel entgegen

Mo 01.02.2016

Das DVV-Pokalfinale ist traditionell einer der absoluten Höhepunkte des Saisonkalenders. Am 28. Feb findet die erste nationale Titelvergabe des Jahres erstmals in der SAP Arena in Mannheim statt, für die vier Finalteilnehmer sind der Anreiz und der Druck entsprechend hoch: „Berlin braucht Erfolge, nicht nur deswegen ist es unser großer Traum, den Pokal in die Hauptstadt zu holen“, sagt Tomas Kmet von den BR Volleys.


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Foto: Nils Wüchner


Den Anfang machen am 28. Februar (14.05 Uhr) die Frauen, wenn Allianz MTV Stuttgart und der Dresdner SC aufeinandertreffen. Anschließend ermitteln die Männer-Teams vom TV Ingersoll Bühl und den Berlin Recycling Volleys (16.45 Uhr, beide Spiele live bei SPORT1 im Free-TV) die Premierensieger von Mannheim.

Dabei hat Stuttgart die einmalige Chance, nach dem Pokalsieg 2015 in Halle/Westfalen auch die Premiere in Mannheim zu gewinnen. Einen Anreiz bietet auf jeden Fall der neue Pokal, wie Kapitän Kim Renkema sagt: „Der Pokal gefällt mir besser als der aus dem Vorjahr. Den würde ich gerne in den Händen halten.“ Doch dafür ist eine starke Leistung notwendig, schließlich steht auf der anderen Netzseite der Deutsche Meister und aktuelle Bundesliga-Tabellenführer Dresden. In der Bundesliga konnte jedes Team eines der direkten Duelle gewinnen, aber der 28. Februar ist mit dem Alltag nicht vergleichbar: „Es ist ein Spiel, es ist alles anders als in der Bundesliga. Es geht um Druck und Tagesform. Ich erwarte, dass in Mannheim mehr Stuttgarter sind als in Halle und freue mich einfach auf das Finale.“

Dresdens Trainer Alexander Waibl, der den Pokal 2010 einmal gewinnen konnte, sieht es genauso: „Im Finale ist die Ausgangslage immer 50:50. Stuttgart hat eine sehr gute Mannschaft, wir auch. Beide Teams spielen international, was auch Einfluss auf die Leistung hat. Ich habe den Pokal 2010 gewonnen, es war mein erster Titel als Trainer. Danach war die Meisterschaft für uns wichtiger, jetzt wollen wir den Pokal wieder holen.“ Und versprach seinem Team und den Fans im Falle des Siegs eine besondere Rückfahrt: „Wenn wir gewinnen, kann ich mir vorstellen, dass wir die Rückfahrt mit den Fans im Sonderzug bestreiten.“

Während es im Frauen-Finale keinen eindeutigen Favoriten gibt, sind die Rollen im Männer-Endspiel klar verteilt. Eigentlich, denn Bundesliga-Primus Berlin hat national erst einmal verloren. Dies aber ausgerechnet gegen Finalgegner Bühl. Deswegen ist Mittelblocker Tomas Kmet vorsichtig: „Wir sind sicherlich Favorit, aber es ist ein Spiel, alles oder nichts. Es kann also alles passieren.“ Der slowakische Nationalspieler ist ganz froh, auf dem Podium eine „alte Bekannte“ neben sich zu wissen: „Ich sehe das als ein gutes Omen: gemeinsam mit Kim Renkema habe ich 2011 den Pokal gewonnen, sie mit Stuttgart und ich mit Unterhaching. Danach habe ich das Endspiel zweimal verloren, das war bitter und möchte ich nicht mehr erleben. Berlin braucht Erfolge, nicht nur deswegen ist es unser großer Traum, den Pokal in diesem Jahr zu gewinnen.“

Das will aber die diesjährige Pokal-Überraschung aus Bühl verhindern. Die ganze Region fiebert dem Finaltag entgegen, nicht nur die Mannschaft wie Außenangreifer David Sossenheimer verrät: „Je näher der Termin kommt, desto angespannter wird man. Ganz Bühl ist schon verrückt, alle wollen dabei sein, alle holen sich Karten.“ Und den über 1.000 Fans aus Bühl sichert der jüngste Kapitän der Liga (19 Jahre) zu, alles zu geben. Den BR Volleys verspricht er ein „heißes“ Match: „Wir können als junge Mannschaft mit viel Kampfgeist dem Favoriten gefährlich werden. Das wollen wir natürlich wieder schaffen, wie schon in der Bundesliga.“

Quelle: DVV/VBL

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