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Der Griff nach den Sternen

Mo 28.03.2016
Schon mit dem Einzug in das europäische CEV-Cup-Finale haben die BR Volleys Historisches erreicht, nun will das Team von Coach Serniotti nach den Sternen, sprich nach dem ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte greifen. Mit dem russischen Topclub Gazprom-Ugra Surgut erwartet die Berliner im Endspiel jedoch ein bärenstarker Gegner. Chancenlos sehen sich die Hauptstädter dennoch nicht: Bevor am Samstag (02. April) in Westsibirien die Entscheidung um den Titelgewinn fällt, wollen Kapitän Kromm & Co am Dienstagabend (29. März, 19.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) ihren Heimvorteil nutzen und den Russen mit den eigenen Fans im Rücken den Kampf ansagen.

2016-03-28

Foto: Eckhard Herfet


BR Volleys Trainer Roberto Serniotti blickt dem morgigen Finalauftakt im Berliner Volleyballtempel mit einer Mischung aus Freude und Anspannung entgegen: „Ich freue mich auf das Finale und bin gespannt, wie sich das Team aus Surgut präsentieren wird. Es kann ein Duell auf Augenhöhe werden, aber wir müssen definitiv alles geben und über uns hinauswachsen, wenn wir das Match gewinnen wollen“, ist sich der Italiener der enormen Herausforderung bewusst.

Die Europacup-Bilanz des Hauptstadtclubs gegen Mannschaften aus Russland verdeutlicht die Einschätzung von Serniotti: In der jüngeren Vergangenheit unterlag man fünfmal Zenit Kazan, zweimal Belogorie Belgorod und einmal Lokomotiv Nowosibirsk. Aber zumindest gegen den letztgenannten Gegner erlebten die Berliner auch eine Sternstunde: Am 04. Dezember 2012 besiegte man den späteren Champions-League-Gewinner in der Max-Schmeling-Halle vor mehr als 4.000 euphorisierten Zuschauern mit 3:1.

Auch wenn das russische Spitzenensemble um den Topscorer Kostyantin Bakun sowie den ehemaligen Zenit Kazan Kapitän Nikolai Apalikov als Favorit in die beiden CEV-Cup-Finals geht, hätten vor zwei Wochen wohl noch die wenigsten Experten mit dessen Einzug ins Endspiel gerechnet. Nach klaren Siegen gegen Groningen (NED), Kokkola (FIN), Piräus (GRE) und Lugano (SUI) schien im Halbfinale das Aus nach einem deutlichen 0:3 im Hinspiel gegen Dynamo Moskau schon besiegelt. Doch im Rückspiel vor heimischer Kulisse drehte Surgut voll auf, besiegte den Titelverteidiger ebenfalls in drei Sätzen und gewann danach den alles entscheidenden „Golden Set“ sensationell mit 15:11.

Nach den erfolgreichen Runden gegen Sastamala (FIN) und Roeselare (BEL) gehen aber auch die BR Volleys selbstbewusst in die Finalspiele, sowie mit dem Wissen, dass gegen die Russen einhundert Prozent gefragt sein werden. „Surgut ist eine physisch extrem starke Mannschaft mit großer individueller Klasse im Angriff. Wir müssen mit hohem Risiko agieren, aber trotzdem unsere Eigenfehlerquote gering halten. Es wird einmal mehr auf die Grundlagen aus Aufschlag und Annahme ankommen“, erwartet Serniotti einen Schlagabtausch auf hohem Niveau. Chancenlos sieht der Italiener seine Mannschaft nicht: „Wenn wir es schaffen, viel Druck auszuüben und unseren Block gut zu positionieren, haben wir auch gegen ein solches Team unsere Chance.“

Ihre Heimstärke haben die Sibirier bereits im CEV-Cup-Halbfinale gegen Moskau furios unter Beweis gestellt, umso wichtiger wird es für die BR Volleys sein, am Dienstag vor heimischer Kulisse zu überzeugen, bevor es am Samstag in Surgut um die Titelentscheidung geht. „Wir wollen mit Hilfe unserer Fans das Beste aus uns herausholen. Ob das am Ende für eine Überraschung reicht, werden wir sehen“, zeigt sich Roberto Serniotti vor dem ersten Europacup-Finale der Vereinsgeschichte verhalten optimistisch, aber enorm kampbereit.

lmt

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