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Zwischen Zuversicht und Vorsicht

Mi 27.04.2016
Nach dem wichtigen 3:1-Auftakterfolg im Finale um die Deutsche Meisterschaft reisen die BR Volleys mit Zuversicht an den Bodensee, wo die „best of five“-Serie gegen Titelverteidiger VfB Friedrichshafen am Donnerstagabend (28. April um 20.00 Uhr) in die zweite Runde geht. In der ZF-Arena wollen die Berliner um den nächsten Sieg kämpfen, auch wenn den Hauptstädtern natürlich bewusst ist, dass der Rekordmeister auf die Niederlage reagieren und mit seinen Fans im Rücken zurückschlagen will.

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Foto: Eckhard Herfet


Während sich Friedrichshafen im ersten Finalduell im Berliner Volleyballtempel insbesondere im Aufschlag sowie bei Annahme und Abwehr phasenweise schwertat, fanden die Hauptstädter am Sonntagnachmittag schnell in ihren Rhythmus und behielten vor heimischer Kulisse über weite Strecken die Kontrolle über das Spielgeschehen. „Ich war schon etwas überrascht, dass wir uns nach wackligem Beginn so schnell gefunden und danach unser Spiel konzentriert aufgezogen haben“, gibt BR Volleys Trainer Roberto Serniotti mit Blick auf die einwöchige Pause zwischen Halbfinale und Finale zu.

Die Freude über den Heimerfolg wich schnell der Konzentration auf die zweite Partie am Bodensee. Berlins Cheftrainer weiß, dass zu diesem Zeitpunkt noch längst nichts entschieden ist: „Wir haben jetzt zwar einen kleinen Vorteil, aber letztlich mit dem Heimsieg nur unsere Pflicht erfüllt. Man könnte auch sagen, nun folgt die Kür.“ Dass der VfB all seine Kraft aufwenden wird, um diese zu durchkreuzen, dürfte garantiert sein. Erst im Halbfinale gegen die United Volleys aus Frankfurt bewies der Rekordmeister einmal mehr sein robustes Nervenkostüm, reagierte auf eine 2:3-Heimniederlage im ersten Spiel auswärts mit einem 3:0-Paukenschlag und sicherte sich anschließend den Einzug in die Finalserie mit einem weiteren klaren 3:0 in der ZF-Arena. Auch am Donnerstag rechnet Serniotti fest mit einer Antwort auf die Hinspiel-Niederlage: „Der VfB wird natürlich zurückkommen und seinerseits den Druck in allen Bereichen erhöhen. Uns erwartet ein schwerer Kampf.“

Die BR Volleys reisen trotz allem mit großem Selbstbewusstsein nach Friedrichshafen. „Wir werden darauf eingestellt und hoffentlich bereit sein. Wenn es uns gelingt, erneut druckvoll aufzuschlagen und erfolgreich an kleinen Stellschrauben zu drehen, bin ich optimistisch“, meint Serniotti und lässt sich von der Kulisse am Bodensee nicht verunsichern: „Wir haben in dieser Saison schon in vielen großen Spielen bewiesen, was wir auswärts zu leisten im Stande sind. Es ist immer eine Frage des Selbstbewusstseins und das besitzt unsere Mannschaft.“ Der Coach gibt sich also kampfbereit: „Wir haben jetzt eine Chance, uns gleich drei Matchball-Spiele zu erarbeiten. Wir werden unser Bestes geben, um diese Möglichkeit zu nutzen.“

lmt

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