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Ex-SCCer kommen in den Volleyballtempel

Fr 20.01.2017
Zu mehr als einem Kurzeinsatz reichte es für den gebürtigen Berliner Björn Andrae im letzten Duell mit den BR Volleys im Dezember nicht. Beim 3:0-Auswärtserfolg der Hauptstädter gegen die Netzhoppers SolWo Königspark KW war der 35-jährige Kapitän verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt. Im Rückspiel am Sonntag (22. Jan um 16.00 Uhr) ist der ehemalige SCC-Spieler wieder einsatzbereit und möchte mit seinem Team dem Deutschen Meister Paroli bieten.

2017-01-20

Foto: Eckhard Herfet


Mit der Verpflichtung des international erfahrenen Andrae war dem Netzhoppers-Management im Sommer ein beeindruckender Transfercoup gelungen. Kaum auszumalen, was in Brandenburg möglich gewesen wäre, hätte man mit Dirk Westphal einen zweiten ehemaligen DVV-Außenangreifer halten können. Westphal nahm jedoch kurz vor Saisonbeginn ein lukratives Angebot aus dem Iran an und spielt dort aktuell mit Shahrdari Tabriz um die Meisterschaft. Andrae hingegen zog es dauerhaft in die Heimat zurück, wo er nun seine große Karriere bei den Netzhoppers ausklingen lassen will. Er wurde sofort zur wichtigsten Stütze im Kader der Rand-Berliner, konnte dem Team im Dezember verletzungsbedingt leider kaum helfen, kehrte aber nach dem Jahreswechsel umso stärker zurück. Resultat waren unter seiner Führung zwei Siege in drei Spielen für die Mannschaft von Trainer Mirko Culic, einem weiteren Ex-SCCer, der den Hauptstadtclub von 2001 bis 2005 trainierte und als Coach zu zwei Deutschen Meisterschaften (2003 und 2004) verhalf.

Obwohl der dreimalige "Volleyballer des Jahres" Andrae das Spiel der Königs Wusterhausener entscheidend prägt, ist ein anderer Spieler der Topscorer des Teams: Diagonalangreifer Filip Gavenda, der vor kurzem erst seinen 21. Geburtstag feierte, überzeugt bei seiner ersten Station außerhalb der slowakischen Heimat auf Anhieb und punktete bereits 178 Mal. Zuletzt bewies auch Außenangreifer Theo Zimmermann seine gute Form. Der 20-Jährige, der schon 18 Punkte mit seinem druckvollen Aufschlag gesammelt hat, erhielt in den beiden vergangenen Spielen jeweils die MVP-Medaille.

In dieser Woche verkündeten die Netzhoppers zudem die Nachverpflichtung von Robert Schramm. Der aus Bad Saarow stammende Mittelblocker trug in der letzten Saison noch das Trikot des TV Ingersoll Bühl, wurde jedoch von einer schweren Rückenverletzung zurückgeworfen. Schramm wurde in den letzten Wochen bereits in das Mannschaftstraining integriert und hat sich für einen Vertrag empfohlen. „Robert hinterließ während der Trainingseinheiten einen guten Eindruck, sodass wir ihn verpflichtet haben, weil wir im Verein von seinen Qualitäten überzeugt sind,“ erklärt Trainer Culic.

Auf die BR Volleys wartet also am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle eine junge, talentierte Mannschaft, die durch die geballte Erfahrung ihres Anführers Andrae ein mehr als ernstzunehmender Gegner ist. Tickets für das Berlin-Brandenburg-Derby gibt es <<< HIER >>>

 

Der FIVB Beach Grand Slam im amerikanischen Long Beach findet an diesem Wochenende ohne BR Volleys Akteur Sebastian Fuchs statt. Beim geplanten Abflug in Düsseldorf wurde dem Berliner aufgrund fehlenden Visums die Weiterreise verweigert. Der Grund hierfür ist so skurril wie ärgerlich.

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