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Abfahrt in den Reisemonat

Fr 31.01.2020
Mit dem Auswärtsmatch beim TV Rottenburg (01. Feb um 19.30 Uhr) beginnt für die BR Volleys ein intensiver Monat Februar, in dem Kapitän Moritz Reichert und sein Team voraussichtlich mehr Zeit in Flugzeug und Bus verbringen werden als in der Trainingshalle. Nachdem die Berliner in dieser Woche einen Tiefschlag in der CEV Champions League verkraften mussten, wird die Aufgabe am Samstag in der Tübinger Paul Horn-Arena vor allem zur mentalen Herausforderung.

2020-01-31

Foto: Eckhard Herfet


Insgesamt sieben Partien kommen im Februar auf die BR Volleys zu, sechs davon in der Fremde. Beginnend mit dem Spiel am Samstagabend in Rottenburg ist der Hauptstadtclub nahezu durchweg auf Achse. Es bleibt also kaum Zeit, sich noch allzu lange mit der bitteren Niederlage gegen Fakel Novy Urengoy (2:3) aufzuhalten. „Die Frustration war riesig, aber das ist nach einem solchen Match auch ganz logisch und muss auch so sein. Wir sind schließlich ein ehrgeiziges Team. Ungeachtet des Champions-League-Resultates müssen wir jetzt in der Bundesliga Punkt für Punkt und Spiel zu Spiel weiterarbeiten. Es geht darum, die gute Ausgangsposition in der Hauptrunde zu verteidigen“, schlägt der BR Volleys Cheftrainer Cedric Enard den Bogen zwischen dem Match in der Königsklasse und der nun folgenden Bundesligapartie in Tübingen.

Die Rottenburger erlebten einen holprigen Start in die Rückrunde. Gegen die AlpenVolleys, Lüneburg sowie Herrsching gelang zwar jeweils ein Satz- jedoch kein Punktgewinn. Nichtsdestotrotz stehen die Schwaben so gut da wie schon sehr lange nicht. Aktuell hat das Team von Cheftrainer Christophe Achten den im unteren Tabellendrittel so heißbegehrten Platz acht inne, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen würde. Das letzte Mal gelang dies dem TVR vor fünf Jahren. Es wäre also nach langer Durststrecke ein großartiger Erfolg für den traditionsreichen Volleyball-Standort am Neckar. Für BR Volleys Coach Enard steht außer Frage, dass sich der kommende Gegner in dieser Saison positiv entwickelt hat: „Diese Mannschaft ist deutlich stärker als im Vorjahr. Der Verein hat einige gute Spieler verpflichtet, die das Team voranbringen. Besonders der Libero Taichi Kawaguchi gibt wichtige Stabilität. Auf dieser Grundlage greifen die Rottenburger sehr variabel an und haben eine gute Spielweise entwickelt. Ein Playoff-Platz ist für die Mannschaft absolut realistisch."

Nach jetzigem Stand wären die Schwaben dann auch der Viertelfinalgegner der BR Volleys, denn die rangieren in der Bundesliga weiterhin an der Tabellenspitze. Bei ihrem Vorhaben, diese bis Ende März zu verteidigen, müssen die Hauptstädter allerdings noch fünfmal auswärts antreten – darunter im Februar in Lüneburg und Düren, wo man sich traditionell schwertut. In der Rottenburger Paul Horn-Arena ist die Bilanz hingegen noch makellos: 13 Siege in 13 Spielen stehen zu Buche. Am Samstag wird es das erste Mal sein, dass die BR Volleys im "Tollhaus der Liga" antreten und nicht Hans Peter Müller-Angstenberger von der Seitenlinie das Publikum anheizt. Auf gute Stimmung und harte Gegenwehr können sich die BR Volleys aber dennoch einstellen, denn überall, wo der Meister in dieser Saison gastiert, sind die Arenen prächtig gefüllt.

Das Match in Rottenburg ist live auf www.sporttotal.tv zu sehen. Der BR Volleys Fanclub VolleyTigers bietet, wie gewohnt, ein Public Viewing im Billiard International in der Knesebeckstraße an.

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