Drei Punkte im Derby

Am Samstag konnten die BR Volleys ihren ersten Auswärtssieg der Saison 2017/2018 einfahren. Ein stimmungsvolles Berlin-Brandenburg-Derby vor mehr als 800 Zuschauern gewann der Hauptstadtclub mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:23). In einem hochspannenden dritten Durchgang, in dem die Netzhoppers SolWo Königspark KW am Satzgewinn schnupperten, machte Topscorer Paul Carroll (15 Zähler) am Ende den Unterschied.

2017-12-09

Foto: Dagmar Jaschen


Trainer Luke Reynolds ließ sich im Derby auf keine Experimente ein und setzte auf seine Stammformation, bestehend aus Aleksandar Okolic, Steven Marshall, Robert Kromm, Graham Vigrass, Paul Carroll, Pierre Pujol und Luke Perry.

Die BR Volleys fanden gegen energiegeladen auftretende Gastgeber zunächst nur schwer ins Spiel. Wie schon in den letzten Wochen waren Kromm & Co am Aufschlag zu inkonstant. So gaben die von Coach Mirko Culic bestens eingestellten Gastgeber zunächst den Ton an (6:8, 12:14). Nach Aufschlägen von Pujol und Okolic konnten die Hauptstädter Mitte des ersten Satzes ihre athletischen Vorteile ausspielen und im Block mehrfach erfolgreich zupacken (18:16). Nun war auch Kapitän Kromm warm, punktete mit dem Service und krachend aus dem Rückraum (23:18). Paul Sprung schaute verdutzt, als sein Zuspiel von Schiedsrichterin Sabine Witte als gehoben abgepfiffen wurde, was den Satzgewinn für die BR Volleys bedeutete (25:19).

Die Aufschläge des Franzosen Pujol blieben auch im zweiten Durchgang eine der gefährlichsten Waffen im Spiel der Berliner – und so wurde ein anfänglicher Rückstand erneut gedreht (5:7, 10:7). Sebastian Kühner übernahm zwischenzeitlich das Zuspiel-Zepter von Pujol und fügte sich mit einem Blockpunkt sowie starken Aufschlägen hervorragend ein (18:14, 22:15). Carroll packte den zweiten Satz schließlich in trockene Tücher (25:20).

Das bisherige Satz-Muster sollte sich auch in Durchgang drei nicht verändern – die Netzhoppers legten mit viel Mut vor (6:8) und nun bekam das Match endgültig Derby-Charakter. Als die Netzhoppers davonzuziehen drohten (10:15), sah Coach Luke Reynolds die gelbe Karte. Ein Block von Okolic holte die BR Volleys aus dem Tiefschlaf (16:18) und in der entscheidenden Phase lief Carroll so richtig heiß. Erst drehte der Australier den Spielstand mit einer Aufschlagserie (23:22), dann verwandelte er auch die letzten zwei Berliner Angriffe zum Matchgewinn (25:23).

Topscorer Paul Carroll, der die MVP-Medaille einem ebenfalls stark agierenden Graham Vigrass überlassen musste, resümierte: „Wir waren zu Beginn schlecht. Aber dann haben ich und das Team Rhythmus gefunden. Es ist immer schwer in Bestensee vor dieser stimmungsvollen Kulisse. Wir sind glücklich, wie wir den dritten Satz umgebogen und die drei Punkte eingefahren haben. Jetzt bereiten wir uns gewissenhaft auf Kasan vor.“ Bis zum schwiergen Champions-League-Spiel bleiben den BR Volleys nun elf Tage Zeit (21. Dez).

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