Champions-League-Aus in der ZF-Arena

Für die Berlin Recycling Volleys endet die 2018 CEV Champions League Saison im Playoff-12. Nach dem 2:3 im Hinspiel verloren die Hauptstädter am Donnerstagabend in der mit 3.240 Zuschauern gefüllten ZF-Arena auch das Rückspiel im königlichen "Duell der Giganten" mit 0:3 (19:25, 23:25, 22:25). Damit vertritt der VfB Friedrichshafen die deutschen Farben im Playoff-6 der Königsklasse.

2018-03-22

Foto: Günter Kram


BR Volleys Trainer Stelian Moculescu setzte zunächst auf die Künste von Zuspieler Pierre Pujol, der beiden Außenangreifer Robert Kromm und Adam White, seiner Mittelblocker Graham Vigrass und Aleksandar Okolic sowie von Libero Luke Perry. Dazu meldete sich Diagonalangreifer Paul Carroll nach Knieverletzung wieder einsatzfähig.

Die BR Volleys fanden nur ganz schwer ins Spiel. VfB-Libero Steuerwald stand wie ein Fels in der Abwehr und so bekam man Protopsaltis nicht weg von der Aufschlaglinie (1:6). Kromms erster Punkt ließ die Berliner ins Match finden und nachdem Schiedsrichter Andrey Zenovich die gelbe Karte aus der Tasche fiel und der Punkt bei 6:12 wiederholt wurde, konnten sich die Gäste ein Stück heranarbeiten (9:12). Doch die Häfler diktierten zweifelsfrei diesen ersten Durchgang, was Aufschlagserien von Takvam und Sossenheimer belegten (12:19). Weil Friedrichshafen fehlerfrei spielte, war der Auftaktsatz eine klare Angelegenheit (19:25).

Dank guter Annahme um Libero Perry, an der es auch im ersten Satz nicht lag, hielten die Hauptstädter im Folgedurchgang Schritt (7:8). Der VfB dominierte mit Takvam und Collin im Mittelblock, weshalb Moculescu Georg Klein für Okolic ins Spiel brachte. Erst als White einen bitteren Block gegen sich schlucken musste, gerieten die BR Volleys wieder ins Hintertreffen (11:14). Aber Pujols Aufschläge zeigten Wirkung und erste einfache Fehler der Häfler halfen beim Ausgleich (15:15). Zwei erfolgreiche Videobeweise, erst von Moculescu und dann von VfB-Trainer Vital Heynen, heizten die Atmosphäre in der vollen ZF-Arena zusätzlich an (17:18). Ein Boladz-Ass setzte die Berliner wieder gehörig unter Druck (19:22), doch mit den beiden Einwechslungen von Sebastian Kühner und Kyle Russell hatte Moculescu Erfolg. Kühner servierte zweimal stark zum Ausgleich (22:22). Den ersten Satzball schnappten sich dennoch die Gastgeber und nutzen diesen nach guter Abwehr konsequent (23:25).

Dass der VfB für dieses Champions-League-Rückspiel noch ein wichtiges Ass im Ärmel hatte, machte sich auch zu Beginn des dritten Durchgangs bemerkbar. Der wiedergenesene Philip Collin war schon wieder im Block zur Stelle (0:2). Die BR Volleys versuchten im Service hohes Risiko zu gehen, doch das zahlte sich zu selten aus (4:6). Zwar konnten die Hauptstädter wieder ausgleichen (7:7), doch zur Mitte des Satzes tauchte auf dem Scoreboard plötzlich ein Punkt auf, den das VfB-Team nie gemacht hatte (10:8). Diesem 2-Punkte-Rückstand, der eigentlich nur einen Zähler betrug, hechelten die BR Volleys hinterher und hatten nach einem Block gegen White weiterhin das Nachsehen (14:16). Ein Ass von Russell und ein Block von Kromm brachten die Gäste nochmal heran (20:21), aber vor eigenem Publikum ließen Tischer & Co kein Comeback der Männer in Orange zu (21:24). Boladz verwandelte den Matchball (22:25).

Der Ex-Häfler Georg Klein wusste nach dem Spiel, woran es lag: „Der Aufschlagdruck war heute nicht so da wie in den letzten beiden Spielen. Dadurch haben wir die VfB-Mittelblocker nicht unter Kontrolle bekommen. Außerdem waren die Friedrichshafener in der Abwehr einfach besser.“ BR Volleys Manager Kaweh Niroomand zeigte sich als fairer Verlierer und wünschte dem letzten deutschen Vertreter in der Königsklasse viel Glück: „Friedrichshafen war in Annahme und Abwehr stabiler. Wir haben unsere Möglichkeiten nicht ausgeschöpft. Jetzt wünschen wir ihnen viel Erfolg im Playoff-6.“

Für die BR Volleys geht die Saison schon übermorgen (24. März um 19.00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die Volleyball Bisons Bühl in der Bundesliga-Hauptrunde weiter.

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