Gelingt der letzte Schritt daheim?

„Es ist das letzte Heimspiel der Saison, es ist ein Finale und es ist unsere Chance, zuhause unseren Titel zu verteidigen!“ – BR Volleys Kapitän Robert Kromm ist voller Tatendrang vor dem vierten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft 2018 am Sonntag (06. Mai um 15.00 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle. Ihre erste Möglichkeit zum dritten und entscheidenden Finalsieg konnten die Berliner nicht nutzen, weil der postulierte Favorit vom Bodensee am Mittwoch erstmals in der Serie dieser Rolle auch gerecht wurde. Die Hauptstädter glauben jedoch weiterhin fest an sich und ihre Chance gegen den VfB Friedrichshafen.

2018-05-05

Foto: Eckhard Herfet


Spätestens seit dem letzten Sonntag wissen die Friedrichshafener, was der Heimvorteil "Volleyballtempel" bedeuten kann, und werden für ihr letztes Auswärtsspiel der Saison entsprechend gewappnet sein. 2:1 steht es nach nunmehr drei Aufeinandertreffen in der "best of five" Finalserie für die BR Volleys, sodass also noch ein Schritt zum dritten Meistertitel in Serie fehlt. Es wäre auch der dritte mit Robert Kromm im Kapitänsamt. Der 34-jährige Mannschaftsführer weiß um die Bedeutung des Publikums in der Max-Schmeling-Halle: „Eine solche Stimmung wie am vergangenen Wochenende hatten wir in der Arena in dieser Saison noch nicht. Die Symbiose aus Fans und Team war fantastisch. Gelingt uns das erneut, ist es selbst für einen starken Gegner wie den VfB nicht einfach.“

Kromm weiß aber auch, dass die Kulisse allein nicht ausreichen wird, um die wiedererstarkten Häfler in der Max-Schmeling-Halle in Schach zu halten: „Wir müssen wieder unser A-Level auf den Court bekommen und endlich auch mal gut starten.“ Bisher schnappten sich in dieser Playoff-Finalserie nämlich immer die Männer vom Bodensee den Auftaktsatz und setzten Berlins Volleyballteam Nr. 1 auf diese Weise unter Druck.

In Finalspiel drei am Mittwoch in der ZF Arena konnten die Berliner diesem nicht standhalten, auch weil sich der Gegner deutlich risikofreudiger zeigte. Selten gab es in den nun schon acht Duellen der Saison 2017/18 derartig viele Sprungaufschläge der Häfler anzunehmen. Der BR Volleys Annahmeriegel konnte das Tempo, das speziell Tomas Kocian mit vier Assen dabei entwickelte, nicht konstant entschärfen. Das Erfolgserlebnis in einem phasenweise hitzig geführten Match dürfte den Spielern von Trainer Vital Heynen also Rückenwind geben. „Man merkt beiden Teams an, dass sie unbedingt Deutscher Meister werden wollen. Da gehört das dazu und bringt Nervenkitzel“, sagte VfB-Zuspieler Kocian nach dem Heimsieg und dem einen oder anderen harten Wortgefecht am Netz. Drei gelbe Karten wurden verteilt, es hätte gut und gerne auch die doppelte Anzahl sein können.

Dieser unbändig Wille beider Kontrahenten wird sicherlich am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle spürbar sein. „Wir werden natürlich alles geben, wissen aber auch, dass wir besser spielen und insbesondere besser aufschlagen müssen. Der VfB Friedrichshafen ist verwundbar. Das haben diese Playoff-Finalspiele gezeigt“, ist Kromm optimistisch und betont besonders die mentale Komponente: „Ein kühler Kopf ist gefragt.“ Einen solchen im brodelnden Volleyballtempel zu bewahren, dürfte aber keine einfache Herausforderung sein.

Tickets für das letzte Heimspiel der Saison sind hier erhältlich: http://bit.ly/FINALE4_BRVVFB

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