Ohne Chance in Österreich

0:3 (19:25, 22:25, 16:25) – so deutlich wie das Ergebnis war auch der Spielverlauf. Am Sonntagabend mussten die BR Volleys bei den Hypo Tirol AlpenVolleys Haching die dritte Niederlage der noch jungen Saison 18/19 einstecken. Der Partie in der Innsbrucker Olympiahalle deckte erneut die Baustellen im Spiel der Berliner auf und lässt das Team von Coach Cedric Enard auf Rang fünf der Bundesligatabelle abrutschen.

2018-12-02

Foto: Christian Forchner


Das BR Volleys Team begann in der Olympiahalle von Innsbruck zunächst konzentriert und nahezu fehlerfrei. Samuel Tuia, Moritz Reichert und Dustin Watten hielten die Annahme zusammen und so konnte der Zuspieler Jan Zimmermann seine weiteren Angreifer Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk und Benjamin Patch immer wieder variabel in Szene setzen (4:2, 10:7). Ein erster Ball ins Aus von Reichert und ein Angriff von Tuia in den Block ließen die Gastgeber jedoch ins Spiels kommen (16:15). Und plötzlich lief bei den Hauptstädtern nichts mehr zusammen und die selbstbewussten Alpenvolleys nutzten nun jede sich bietende Chance zu punkten (17:19, 18:22). Der bis dato sehr treffsichere Patch blieb im Hachinger Dreierblock hängen (19:24) und die Gastgeber legten vor (19:25).

Der Tabellenführer hatte auch im zweiten Satz das Oberwasser und mit Kirill Klets einen kaum zu stoppenden Diagonalangreifer (2:5, 7:12). Enard reagierte mit den Einwechslungen von Georg Klein und Sebastian Kühner. Ein Reichert-Ass und ein Le Goff-Block machten Hoffnung und mit nun besserer Block-Abwehr gelang sogar kurzzeitig der Ausgleich (14:14). Aber das Heimteam von Cheftrainer Stefan Chrtiansky ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und hatte in Danilo Gelinski einen raffiniert agierenden Ballverteiler, der auch im Service immer wieder seine Klasse zeigte (19:22). Mit emotionaler Spielweise und getragen vom eigenen Publikum gewannen die Österreicher auch diesen Abschnitt hochverdient (22:25).

Der regelmäßig wackelnden Annahme sollte im dritten Satz Adam White (für Reichert) mehr Sicherheit geben. Mit dem Australier hielt man zwar noch einmal dagegen (9:9), doch erneut musste Coach Enard mit ansehen, wie sein Team den Faden verlor (10:16). Die Berliner fanden weiterhin einfach kein Mittel, um die Hachinger entscheidend unter Druck zu setzen. 13 Fehlaufschläge zu nur einem Ass spiegelten eines der Probleme im BR Volleys Spiel wider. Einem letzten Aufbäumen von Kühner & Co (16:20) nahm Chrtiansky mit einer Auszeit den Wind aus den Segeln und ohne weiteren Punktgewinn ging das Spiel seinem bitteren Ende entgegen. Der Matchball stand schließlich sinnbildlich für des gesamte Spiel: Hugo De Leon legte den Ball clever am Berliner Block vorbei und die Abwehr streckte sich vergebens (16:25).

„Uns hat es heute vielleicht an der letzten Aggressivität gefehlt. Haching hatte diesen Siegeswillen. Außerdem haben wir Diagonalangreifer Klets eigentlich nie in den Griff bekommen, zu viele leichte Fehler gemacht und Zuspieler Gelinsiki war ebenfalls sehr stark“, analysierte Mittelblocker Georg Klein das klare Ergebnis. Vor den Berlinern liegen nun zehn spielfreie Tage, um diese Niederlage aufzuarbeiten. Nachdem die BR Volleys in der Bundesliga die Spitzengruppe nun ziehen lassen mussten, will man es im Pokal am 13. Dezember in Hamburg gegen die SVG Lüneburg unbedingt besser machen.


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