Drei Bigpoints entführt

Einen tabellarisch und mental sehr wichtigen Auswärtserfolg feierten die Berlin Recycling Volleys am Donnerstagabend in der Frankfurter Fraport Arena. Dank eines überzeugenden MVPs Benjamin Patch, der Durchschlagskraft von Jeffrey Jendryk und der Energie des eingewechselten Samuel Tuia gewannen die Hauptstädter mit 3:1 (25:15, 25:22, 22:25, 25:23) bei den United Volleys. Mit jetzt 34 Punkten festigen die BR Volleys ihren vierten Tabellenplatz.

2019-02-07

Foto: United Volleys/Corinna Seibert


Ohne Nicolas Le Goff (Bauchmuskelverletzung) begannen die BR Volleys in der Frankfurt mit Jeffrey Jendryk und Georg Klein als Mittelblocker, dem Zuspieler Sergey Grankin sowie Moritz Reichert und Adam White im Außenangriff. Außerdem gab Trainer Cedric Enard seinem Diagonalangreifer Benjamin Patch die Chance von Beginn an und setzte auf die Qualitäten von Nicolas Rossard als Libero.

Endlich einmal starteten die Berliner hellwach in ein Spiel. Bis zur ersten technischen Auszeit war man bereits viermal im Block erfolgreich (8:4) und nahm dem Heimteam früh den Schwung. Patch brillierte mehrfach in der Abwehr und dazu servierte Reichert ein erstes Ass (13:6). Da hatte United-Coach DeRocco schon zweimal reagiert, wechselte im Zuspiel von Kocian zu Buculjevic und brachte Neuzugang Fragkos für die Annahme. Die BR Volleys blieben klar am Drücker, spielten immer wieder erfolgreich aus der Block-Abwehr und sammelten reihenweise Breakpunkte (20:11). Klein griff sich auch noch den Schnellangriff von Henning (22:13) und White punktete zum Satzerfolg (25:15). Dieser Auftakt machte jede Menge Lust auf mehr.

Benjamin Patch zeigte weiterhin sein bisher vielleicht bestes Spiel im BR Volleys Trikot. Sein Ass (5:3) brachte im zweiten Durchgang die erste kleine Führung. Außerdem konnte Grankin seine Teamkollegen immer wieder perfekt in Szene setzen (12:7, 15:10). Doch die Frankfurter waren Mitte des Satzes endlich auch in der Partie angekommen (17:16). Als diese auf des Messers Schneide stand, war erneut Patch in der Abwehr zur Stelle und Grankin gewann ein wichtiges Drückduell (23:21). Zwei Fehler der Uniteds brachten die Berliner in eine komfortable Führungsposition (25:22).

Im dritten Satz servierten die Gastgeber deutlich besser und stellten die Annahme der Enard-Schützlinge vor Probleme (1:4). Schon frühzeitig (6:11) hatte der Franzose seine beiden taktischen Auszeiten aufgebraucht, doch es half nichts. Frankfurt zeigte sich in dieser Phase fokussierter, daran änderte auch ein Doppelwechsel mit Jan Zimmermann und Kyle Russell wenig (13:19). Mit dem ebenfalls eingewechselten Samuel Tuia konnten die Männer in Orange noch einmal verkürzen (20:22), aber dieser dritte Spielabschnitt war den Hessen nicht mehr zu nehmen (22:25).

Grankin und Patch kehrten zurück auf den Court, Tuia blieb drauf. Als die BR Volleys van Berkel nicht von der Serviceline wegbekamen, wurde Enard zur technischen Auszeit einmal richtig laut (4:8). Die deutliche Ansage zeigte Wirkung, Punkt für Punkt arbeiteten sich die Berliner heran. Grankin streute ein Ass ein und dem im Angriff äußerst zuverlässigen Jendryk (76% Angriffsquote) gelang der Ausgleich (11:11). Tuia hielt sein Team in dieser Phase mit einer bärenstarken Leistung und gekonnten Winkelschlägen im Spiel (15:15). Der Franzose war es auch, der per knallhartem Angriff das entscheidende Break gelang (24:23). Aus einer ganz schwierigen Position machte White gegen den United-Dreierblock den Auswärtssieg schließlich perfekt (25:23).

Statistisch wussten die BR Volleys durch die Bank zu überzeugen. MVP Patch und sein Landsmann waren die Topscorer. Auch Tuia sammelte nach seiner Einwechslung zahlreiche Punkte. Mittelblocker Georg Klein war deshalb voll des Lobes: „Wir haben heute super angefangen und uns auch nach dem verlorenen dritten Satz zurückgekämpft. Man hat heute gesehen, dass die Verbindung zum Zuspiel immer besser wird. Wir wollten eine Revanche für das klare Hinspiel-Ergebnis und die ist uns absolut gelungen.“


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