Eine Belohnung bleibt aus

Zum Abschluss ihrer CEV Champions League Saison 2018/2019 zeigten die BR Volleys beim polnischen Meister PGE Skra Belchatow noch einmal eine couragierte Vorstellung, mussten sich am Mittwochabend jedoch mit 0:3 (25:27, 23:25, 29:31) geschlagen geben. Aufgrund der Niederlage vor 2.450 Zuschauern in der Hala Energia beenden die Berliner die Königsklasse mit fünf Punkten als Vierter ihrer Gruppe.

2019-02-27

Foto: BR Volleys


In Belchatow schickte Trainer Cedric Enard zunächst Kapitän Sebastian Kühner gemeinsam mit Georg Klein, Adam White, Jeffrey Jendryk, Moritz Reichert, Benjamin Patch und Nicolas Rossard auf die Platte. Die Gäste traten von Beginn an beherzt auf und wollten ihre gut 25 Auswärtsfans für die weite Reise belohnen. White war lange Zeit der Mann des ersten Satzes. Seine Aufschlagserie bedeutete eine frühe Drei-Punkte-Führung (7:4), welche die Berliner clever und lange verteidigten. White schlug immer wieder gekonnt dem Skra-Block an die Finger (16:12), aber Belchatow startete ein Comeback und in der Endphase brachten erfolgreiche Video Challenges auf beiden Seiten zusätzliche Spannung (23:23). Die BR Volleys hatten sogar zwei Satzbälle, ehe die Annahme einmal zu oft wackelte (25:27).

Auch von diesem bitteren Ausgang des Auftaktsatzes ließ man sich nicht schocken und startete abermals gut in den nächsten Durchgang. Kühner punktete zweimal direkt selbst und Reichert servierte ein Ass (12:9). Der überragende Este Teppan (23 Punkte, 74% Angriffsquote) fing die BR Volleys aber wieder ab (12:14), die trotz teils wackliger Annahme weiterhin gut im Spiel blieben (19:19). Das entscheidende Break gelang den Polen als Klein seinen Schnellangriff nicht verwerten konnte (21:23). Trotz eines erneut starken Benjamin Patch (16 Pkt, 68% Angriffsquote) belohnte man sich wieder nicht (23:25).

Enard wechselte für den dritten Durchgang Samuel Tuia an alter Wirkungsstätte ein. Der Franzose trug in der Saison 13/14 das Belchatow-Trikot. Nach schlechtem Start (4:9) reagierte der BR Volleys Headcoach mit seinen nächsten Wechseln. Kyle Russell und Jan Zimmermann kamen ins Match. Der US-Amerikaner demonstrierte seine Blockstärke direkt dreimal (9:11). Die Berliner kämpften und schafften nach drei Russell-Assen gar die Führung (20:19). Dank Tuia hatte man zweimal Chance auf zumindest einen Satzgewinn (25:24), doch dann schlug Belchatow mit dem fünften Matchball und einem Block gegen Jendryk zu (29:31).

Samuel Tuia, dem bei seinem ehemaligen Club ein ganz besonderer Empfang bereitet wurde, zeigt sich nach dem Spiel angefasst: „Das war für mich heute schon hochemotional. Die Atmosphäre war klasse und die Fans bekamen ein gutes Match zu sehen. Uns war vorher klar, dass wir ausgeschieden sind und vielleicht war das der Grund, dass am Ende eines jeden Satzes ein kleines Quäntchen fehlte. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Bundesliga.“ Sein Trainer Cedric Enard machte dann doch einen klaren Schwachpunkt aus: „Unsere Annahme war heute nicht so stabil, wie sie gegen einen solchen Gegner sein muss. Es waren drei richtig knappe Sätze, in denen wir kämpferisch gut dagegengehalten haben. Wir können aber sicher besser spielen. Das haben wir zuletzt gezeigt und wollen es auch am Samstag gegen die Netzhoppers beweisen.“ Dann nämlich empfangen die BR Volleys den Lokarivalen zum großen Berlin-Brandenburg-Derby in der Max-Schmeling-Halle (02. Mrz um 18.30 Uhr).


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