Zwei weitere Jahre Insel-Power

Beim BR Volleys Kraftpaket Samuel Tuia stimmt einfach die Mischung. Seit dem letzten Sommer ist der 33-Jährige stolzer Bar-Besitzer in Cannes, seine sportliche Energie und Emotion setzt der Franzose jedoch am liebsten am Berliner Volleyball-Netz ein. Das hat der Außenangreifer in den letzten beiden Jahren erfolgreich unter Beweis gestellt und will das nun auch für zwei weitere Spielzeiten tun.

2020-06-25

Fotos: Sven Mandel



Vom kleinen, südpazifischen Inselstaat Wallis und Futuna ging es für Samuel Tuia vor 17 Jahren hinaus in die weite Volleyball-Welt. Nach neun verschiedenen Vereinsstationen in ganz Europa, scheint der Außenangreifer nun offenbar seine sportliche Heimat gefunden zu haben. Im orangen BR Volleys Trikot wusste Tuia in den vergangenen zwei Jahren zu überzeugen, war Stabilisator und emotionaler Antreiber zugleich. „Mir bedeutet es viel, für diesen Klub spielen zu können. Ich bin dankbar für diese erneute Möglichkeit und werde unsere Farben weiterhin mit Stolz tragen“, sagt der Annahmespieler über die Vertragsverlängerung an der Spree.

Für seinen Verbleib gab insbesondere sein ungebrochener Erfolgshunger den Ausschlag: „Ich habe immer in ambitionierten Vereinen gespielt, aber in Berlin habe ich noch einmal viel über Siegermentalität gelernt. Allein der Fakt, wie wir uns in der letzten Saison durch jedes schwere nationale Spiel gekämpft haben – ob auswärts in Friedrichshafen, gegen Frankfurt oder zuletzt in Düren. Diese Erfolge sagen viel über den Spirit in unserem Team und Vereins aus. Alle Spieler, Trainer und Mitarbeiter streben immer nach dem Maximum und wollen in allen Bereichen Tag für Tag besser werden. Das macht es so reizvoll, hier zu sein.“

Für Geschäftsführer Kaweh Niroomand ist Samu Tuia der „Inbegriff eines kompletten Außenangreifers“. Der Franzose kann oben wie unten gut annehmen und verfügt im Angriff über eine Vielzahl an Varianten. Dazu kommt ein aggressiver Block sowie ein sehr flexibler, gar listiger Aufschlag. „Samu ist dank seiner Qualitäten ein Stabilitätsfaktor in unserer Mannschaft. Er bringt in wichtigen Spielen meist seine besten Leistungen und bekommt bei der Ausgeglichenheit unseres Kaders immer wieder auch die nötigen Ruhepausen. Wir freuen uns, dass er sich hier in Berlin mit seiner Familie so wohlfühlt und uns erhalten bleibt“, sagt Niroomand.

Allerdings kam die Sommerpause auch für den zweifachen Familienvater viel zu früh. Um seine ansteckende Energie in der Saison 2020/2021 wieder auf den Court bringen zu können, hielt er sich in den vergangenen Monaten im Orthotrain von PD Dr. Oliver Miltner und seinem Team individuell fit. Vor zehn Tagen ging es mit der gesamten Familie dann nach Cannes, wo er sich nun neben fünf Sporteinheiten in der Woche „um sein Business kümmern“ wird, wie er erzählt. Das "Coco Loco", eine Bar an der französischen Riviera, ist nämlich neben Sohnemann Emmanuel und Töchterchen Nelle das dritte “Baby“ von ihm und seiner Frau Tahiteloi. Die beiden betreiben die Bar seit letztem Sommer gemeinsam mit einem Freund und dort sei jetzt jede Menge zu tun, berichtet Samu Tuia.

Körperlich ist der Mann, der in einem Monat 34 Jahre jung wird, noch immer in bester Verfassung, weshalb für ihn auch nach den nächsten beiden Jahren in Berlin noch nicht Schluss sein soll: „Vier Jahre würde ich gern noch auf Topniveau spielen. Ich fühle mich gut und genieße es weiterhin, auf dem Volleyballcourt zu stehen“, berichtet Samu Tuia von seiner unerschütterlichen Motivation und fügt mit seinem typischen Augenzwinkern hinzu: „Die Bar kann noch etwas auf mich warten.“

Das Pokalfinale wird ab 14.00 Uhr im Free-TV auf SPORT1 übertragen. Ab Spielbeginn um 13.45 Uhr läuft das Match hier im Stream: http://bit.ly/SPORT1StreamPokalfinale

 

Alles Weitere zum Pokalfinale findet man auf den Social-Media-Kanälen der BR Volleys.

 

Zur brandaktuellen Podcast-Finalfolge „Feinherb & Spritzig“: http://bit.ly/LiebeGrüßevomSterbebett

 

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