BR Volleys feiern erfolgreichen Saisonauftakt

Die BR Volleys haben allen Grund zum Feiern: Im ersten Spiel der neuen Bundesliga-Saison setzten sich die Berliner mit 3:1 (25:22, 20:25, 25:17, 25:19) gegen Generali Haching durch und sicherten sich damit vor einer fantastischen Kulisse von 6.621 Zuschauern die ersten drei Tabellenpunkte. Das Ergebnis war deutlicher als der Spielverlauf, der über weite Strecken ausgeglichen und hart umkämpft war.


2013-10-15

Paul Carroll war zum Saisonauftakt mit 22 Zählern der beste Punktesammler der BR Volleys.
Foto: Eckhard Herfet


Um 19.45 Uhr eröffnete Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer der Deutschen Volleyball Liga in einer feierlichen Zeremonie die Saison 2013/2014. Gemeinsam mit Anja Brandt vom Deutschen Meister Schweriner SC, dem ehemaligen BR Volleys Spieler Ricardo Galandi sowie Manager Kaweh Niroomand präsentierte er die „Objekte der Begierde“ – die beiden Meisterschalen. Mitgerissen von einer effektvollen Lasershow tauchten die Zuschauer in die einzigartige Atmosphäre der Max-Schmeling-Halle ein und zählten den Countdown zur lang ersehnten Saisoneröffnung herunter. „Der Kampf um die Deutsche Meisterschaft hat beeindruckend begonnen. Das heutige Spiel war der ideale Vorgeschmack auf eine neue Saison voller Emotionen, Spannung und Erfolge“, sagt Jung, der sich darüber hinaus über einen neuen Rekord freute. Noch nie waren so viele Zuschauer zu einer Saisoneröffnung gekommen.

Mit Scott Touzinsky und Robert Kromm im Außenangriff, Paul Carroll auf der Diagonalposition, Tomas Kmet und Felix Fischer im Mittelblock, Kawika Shoji als Zuspieler und Libero Martin Krystof vertraute Lebedew wieder seiner Startformation der vergangenen Saison. Druckvolle Aufschläge und starke Angriffe auf beiden Seiten machten das Spiel von Beginn an attraktiv für das Berliner Publikum. 16:16, 18:18, 20:20 – es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ausschlaggebend für den Gewinn des ersten Durchgangs war schließlich ein starker Angriff Carrolls zum 24:22, bevor Publikumsliebling Felix Fischer mit einem Netzkantenroller beim Aufschlag die Entscheidung zum 25:22 brachte.

Der Satzerfolg brachte den Gastgebern jedoch nicht die erhoffte Sicherheit, stattdessen schlichen sich mehr und mehr Eigenfehler in das Spiel der BR Volleys. Die Gäste nutzten dies konsequent aus und setzten sich zunehmend ab, zur zweiten technischen Auszeit lagen die Münchener bereits mit 16:10 in Führung. „Wir sind nach einigen Fehlern in ein Loch gefallen und haben zwischenzeitlich den roten Faden verloren“, resümierte Lebedew nach dem Spiel. Die Hauptstädter gaben den Satz trotz des Rückstands jedoch nicht verloren und mit der Unterstützung der lautstarken Fans kämpften sich die Männer um Kapitän Scott Touzinsky bis auf zwei Punkte heran. Die Gäste ließen sich von den Bemühungen der Berliner allerdings nicht beirren, ein Angriff des niederländischen Außenangreifers Edwoud Gommans machte den Satzausgleich für Generali Haching perfekt.

Nichtsdestotrotz konnte die Aufholjagd das Selbstbewusstsein der Berliner wieder steigern, das machte sich in Satz drei allein schon an der Körpersprache von Lebedews Schützlingen bemerkbar. Während die Gastgeber sehr viel konzentrierter agierten als zuvor, zeigten jetzt die Hachinger Schwächen in der Annahme und ließen sich von den BR Volleys zunehmend unter Druck setzen. Auf diese Weise zog der Titelverteidiger bis zum deutlichen 25:17-Satzgewinn souverän davon.

Und auch im weiteren Verlauf gelang es den BR Volleys, das Spielgeschehen in ihrem „Volleyballtempel“ zu kontrollieren. Insbesondere Außenangreifer Robert Kromm, der nach der Partie zum MVP ernannt wurde, sorgte immer wieder für wichtige Punkte. Zwar konnten die Hachinger noch einmal auf 16:17 verkürzen, doch die Berliner waren nicht mehr zu stoppen und verwandelten schließlich ihren zweiten Matchball zum 25:19.

„Das Ergebnis geht so in Ordnung“, sagte Generali-Trainer Mihai Paduretu nach der Partie. „Berlin war besser und hat verdient gewonnen. Berlin war da, wenn unsere Annahme gewackelt hat, das hat heute den Unterschied gemacht. Wir haben zweieinhalb Sätze lang gut gespielt, darauf lässt sich aufbauen.“

Sein Gegenüber Mark Lebedew äußerte sich nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben ganz passabel gespielt. Perfekt war unser Spiel heute natürlich noch nicht, aber das ist für das Auftaktspiel einer neuen Saison normal. Wir haben heute mehr Fehler gemacht als sonst, aber der Zusammenhalt der Mannschaft, und die Tatsache, dass wir über ein eingespieltes Team verfügen, hat uns sehr geholfen. Heute zählt vor allem das Ergebnis.“

Das sah auch Kapitän Scott Touzinsky so: „Es war wichtig für uns, das Auftaktmatch zu gewinnen. Diesen Sieg wollten wir unbedingt haben. Dass wir inzwischen seit zwei Jahren zusammenspielen, ist natürlich ein Vorteil für uns gewesen. Auch wenn es noch vieles gibt, an dem wir arbeiten müssen. Ein wichtiger Aspekt war heute natürlich auch die unglaubliche Unterstützung des Publikums, mehr als 6.000 schon am ersten Spieltag, das ist genial“, freute sich der US-Amerikaner.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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