BR Volleys machen Halbfinaleinzug perfekt

Die BR Volleys wurden im Play-off-Viertelfinale gegen CV Mitteldeutschland ihrer Favoritenrolle gerecht und konnten bereits im zweiten Spiel der „best of three“-Serie den Einzug ins Halbfinale perfekt machen. Wie schon im Hinspiel blieb der Deutsche Meister auch im Rückspiel ohne Satzverlust und gewann am Samstagabend vor 1.000 Zuschauern in der Jahrhunderthalle Spergau mit 3:0 (25:21, 25:20, 25:11). Am nächsten Sonntag (06. April) kommt es somit zum ersten Halbfinalspiel in der Berliner Max-Schmeling-Halle.


2014-03-29

Das erste Ziel ist erreicht: Die BR Volleys stehen im Play-off-Halbfinale 2014.
Foto: Danny Pockrandt, Merseburg


Im Vergleich zum ersten Viertelfinalspiel drei Tage zuvor veränderte Mark Lebedew seine Startaufstellung auf zwei Positionen. Sebastian Kühner begann als Zuspieler für Kawika Shoji und Kapitän Scott Touzinsky im Außenangriff für Roko Sikiric. Ansonsten vertraute der australische Coach weiterhin auf Tomas Kmet und Srecko Lisinac im Mittelblock, Diagonalangreifer Paul Carroll, Außenangreifer Robert Kromm sowie Libero Martin Krystof.

Anders als noch am Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle konnte der Außenseiter aus Sachsen-Anhalt dem Meister diesmal zu Spielbeginn Paroli bieten und die Partie zunächst ausgeglichen gestalten. Dem Hauptstadtclub gelang es nicht, sich nachhaltig abzusetzen, sodass sich ein spannender erster Satz entwickelte. Erst zur zweiten technischen Auszeit konnten sich die Berliner einen kleinen Vorsprung von drei Punkten herausarbeiten, den sie über die Stationen 20:17 und 22:19 bis zum 25:21-Satzgewinn nicht mehr hergaben.

Im zweiten Durchgang spielten sich die Gäste um Kapitän Scott Touzinsky, der nach dem Match zum „wertvollsten Spieler“ gewählt wurde, früher ein Punktepolster heraus  (5:3, 10:7, 16:11) und sorgten in der Jahrhunderthalle schnell für klare Verhältnisse. Das gab Coach Lebedew die Gelegenheit, seine Reservisten Ruben Schott und Felix Fischer einzuwechseln, die sich nahtlos einfügten und ihren Anteil zum 25:20-Satzerfolg beitrugen.

Das drohende Saisonende vor Augen schien der Wille der Gastgeber nun gebrochen zu sein. Die Berliner zogen zu Beginn des dritten Satzes sofort davon, schraubten den Vorsprung über die Stationen 8:3, 13:6, 20:9 in die Höhe und ließen keinen Zweifel daran, dass sie an diesem Abend den vorzeitigen Halbfinaleinzug perfekt machen wollten. So bekam neben Schott auch der andere Youngster des Teams, Florian Hecht, seine Einsatzchance und durfte nach nur 65 Spielminuten gemeinsamen mit seinen Mannschaftskollegen über den 25:11-Satzgewinn und einen souveränen 3:0-Auswärtssieg jubeln.

„Mitteldeutschland hat hervorragend ins Spiel gefunden und uns mit seinen Aufschlägen stark unter Druck gesetzt. Wir mussten stets hoch konzentriert sein und viel Geduld aufbringen“, analysierte Trainer Mark Lebedew das Spiel und fand lobende Worte für seine Mannschaft: „Das war heute eine gute Leistung, wir sind verdient eine Runde weiter!“ 

Neben den Berlinern hat sich auch der VfB Friedrichshafen (Hin- und Rückspiel 3:0 gegen TV Rottenburg) bereits am Samstagabend vor das Play-off-Halbfinale qualifiziert. Der Gegner der BR Volleys im Semifinale (erstes Spiel am Sonntag, 06. April um 16.00 Uhr in der Max-Schmeling-Halle) wird frühestens morgen in den beiden anderen Viertelfinals zwischen dem TV Ingersoll Bühl und Evivo Düren (Hinspiel 3:1) sowie zwischen Generali Haching und dem Moerser SC (Hinspiel 3:0) ermittelt.

Tickets für das Play-off-Halbfinale gibt es ab sofort im BR Volleys Ticketshop.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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