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Mit mehr Alternativen zum Erfolg

So 29.08.2010
Nach dem verdienten 3:0 (26:24, 25:17, 25:22) über die SG Eschenbacher Eltmann am Sonntagnachmittag vor 1.060 begeisterten Zuschauern in der Sömmeringhalle vermeldet die Volleyball-Abteilung des SCC BERLIN: Tuchfühlung zur Spitze erhalten, Selbstvertrauen getankt und für den weiteren Saisonverlauf nun elf Spieler auf einem Level parat zu haben.

Gegen die spielstarken Eltmänner zahlte sich aus, dass Trainer Micha Warm nunmehr auch ohne den nach einem Fingerbruch pausierenden Mittelblocker Aleksandar Spirovski über einen kompakten Kader verfügt. Denn als die Berliner über 4:0, 7:7, 12:16, 17:16 bei 18:20 aus SCC-Sicht den Diagonalangreifer Jovan Vukanovic für den vom Gegner oft neutralisierten Falko Steinke brachten, gelang den Hausherren die Wende. Auf Vukanovic wusste der Eltmann-Block samt Abwehr keine rechte Antwort. Der SCC erzwang den Gleichstand und nutzte den zweiten Satzball zum 26:24-Auftakt.

Der neuverpflichtete Serbe (29) hatte bisher damit leben müssen, vor allem seine athletischen Defizite unter der Regie von Sten Schmidt aufzuarbeiten und kaum Spielzeiten erhalten. Das hat er professionell bewältigt und wurde am Sonntag erstmals belohnt. Denn Vukanovic brachte Belebung und überraschende Momente in die Berliner Aktionen, blieb auf dem Parkett und avancierte beim Sieger zum "Mann des Tages".

Auch der griechische Außenangreifer Athanasios Panousos, der diesmal den Vorzug vor Dirk Westphal erhalten hatte, zeigte sich gut aufgelegt. Im dritten Durchgang - in Satz zwei hatte der SCC mit 8:4 und 16:11 früh die Weichen zum 25:17 gestellt - lag der Gastgeber stets vorn. Doch die solide spielende und wenig Fehler machende Formation von Trainer Milan Maric ließ sich nie abschütteln. Dann markierte Panousos mit links das vorentscheidende 23:19. Der SCC-Sieg war in trockenen Tüchern.

Für Trainer Warm war die Partie insgesamt die erfreuliche Bestätigung, dass "wir nun dank der Leistungsentwicklung von Vukanovic und Westphal über mehr Alternativen verfügen. Wenn einer mal einen schwachen Tag hat, dann springt ein anderer in die Bresche". Eine "tolle Leistung" bescheinigte er ausdrücklich auch Zuspieler und Kapitän Jaro Skach, der "mitunter nicht genügend gewürdigt" werde, aber "gegen Eltmann wieder souverän einen tollen Job gemacht hat".

Auf die nächste Partie am 04. November bei den im Aufwind segelnden Leipzigern werde sich der SCC "gewissenhaft und gründlich vorbereiten", zumal dort nach der Fusion eine etwas eigenartige Strategie gefahren werde. So habe man "mit uns bei den üblichen Trainingsmöglichkeiten vor dem Match ein Psychospielchen versucht". Am 15. November gibt es dann in der Charlottenburger Sömmeringhalle wegen der WM-Ligapause einen hochinteressanten Vergleich der Berliner mit dem russischen Erstligisten Nowosibirsk.

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