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Für den SCC auf die WM in Japan verzichtet

So 29.08.2010
Statt drei Wochen Weltmeisterschaft in Japan ein Bundesligaspiel in Leipzig, kommende Testspiele gegen den russischen Erstligisten Nowosibirsk (öffentlich am 15. November, 18.30 Uhr, Sömmeringhalle) und Training mit den Volleyballern des SCC Berlin. Jaroslav Skach, der tschechische Kapitän des Deutschen Meisters 2003 und 2004, hat eine Entscheidung getroffen, "die wohl kaum ein anderer Nationalspieler, wo auch immer, so fällen würde", wie der Prager sagt. Denn eine Weltmeisterschaft ist für jeden Volleyballer die globale Bühne, seinen internationalen Marktwert zu präsentieren oder zu steigern.

Igor Prielozny, Tschechiens Auswahlverantwortlicher, hatte den Zuspieler im August angerufen und ihn für die Volleyball-WM ab 17. November und zuvor für die EM-Qualifikation gegen Deutschland Anfang September eingeladen. Es sei "eine ganz schwere Sache" für ihn gewesen, dem einstigen Bundestrainer einen abschlägigen Bescheid zu geben. Zumal er dem SCC in der eher bedeutungslosen Bundesliga-Vorrunde nur in fünf Partien fehlen würde. Aber, "der tschechische Verband hat mich drei Jahre lang ignoriert, während ich hier in Berlin drei sehr gute Jahre erleben durfte ... und als der SCC mich gebeten hat, im Interesse der Mannschaft hier zu bleiben, habe ich zugesagt." Der Dezember bringt nämlich wichtige Aufgaben für den SCC: Am 03.12. in der Sömmeringhalle die Konfrontation mit dem unmittelbaren Ligakonkurrenten Wuppertal und ab dem 15.12. das Qualifikationsturnier für den Top Teams Cup in den Niederlanden.

Ausgangspunkt der Distanz des 31-Jährigen zu seiner Landesauswahl war die Weltmeisterschaft 2002 in Argentinien. Da hatten die Tschechen den italienisch-argentinischen Startrainer Julio Velasco verpflichtet, wurden aber lediglich 13. Danach wurde dessen tschechischer Assistent Pavel Rerabek Auswahlchef. Der zurückhaltende Skach blieb zur WM meist auf der Bank, beklagte sich aber nie. Dann folgten 2003 in der Weltliga "10 Niederlagen am Stück, ohne dass ich einen Ball berührt hatte". Zur Heimpartie gegen Japan wollte ihn Rerabek einsetzen. Dann wurde der Vater plötzlich krank, wurde operiert. Skach eilte ans Krankenbett und sagte fürs Japan-Spiel ab. Dies wertete der Coach als Ausrede und unterstellte, Skach habe "keine Lust zum Spielen gehabt". Rerabek hat sich danach nicht wie vereinbart telefonisch gemeldet.

So ist die Länderspielzahl des Spielmachers seit der WM 02 unverändert bei 45 geblieben. Obwohl er beim SCC in der Bundesliga wie in Europas Champions League herausragende Vorstellungen lieferte und hier jenen Respekt und jene Anerkennung fand, die er im Nationalteam vermisste. Tschechien verlor ohne Skach übrigens in der EM-Qualifikation gegen die Deutschen und Prielozny sein Amt als Nationalcoach. Zur WM wird Tschechien von Zdenek Hanik betreut, "einem Methodiker aus dem Verband, der mal ein Jahr für die Auswahl verantwortlich war". "Zwei, drei Jahre" will Skach noch als Profi die Bälle verteilen, nach Prag zurück gehen "und auf keinen Fall einen Job im tschechischen Volleyball anstreben. Vielleicht steige ich ins Autogeschäft ein", so der sympathische Tscheche.

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