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"Die Mannschaft muss immer im Vordergrund stehen"

So 29.08.2010
In zwei Wochen starten die Volleyballer des SCC BERLIN mit einem Auswärtsspiel gegen Evivo Düren in die neue Bundesliga-Saison. Ein guter Zeitpunkt, um mit SCC-Kapitän Jaroslav Skach über den aktuellen Stand der Saisonvorbereitung und den bevorstehenden Bundesligastart zu sprechen.

scc-volleyball.de:
Jaro, als Einstieg eine private Frage. Du hast im Sommer geheiratet, dazu herzlichen Glückwunsch. Wie fühlt man sich als frischgebackener Ehemann? Hat die Ehe auch einen positiven Einfluss auf Deine Leistungen im Trikot des SCC?

Jaroslav Skach: Nach acht Jahren Beziehung war die Hochzeit einfach der nächste Schritt. Mit der Heirat haben wir unsere Beziehung auf eine höhere Ebene gestellt. Es war die logische Konsequenz, um unser Glück zu komplettieren. Ob die Heirat einen positiven Einfluss auf meine Leistungen haben wird, ist schwer zu sagen, da wir zusammen sind, seitdem ich beim SCC spiele.

scc-volleyball.de: Du hast vor wenigen Wochen gemeinsam mit SCC-Libero Martin Krystof und der tschechischen Nationalmannschaft an der Volleyball-EM in der Türkei teilgenommen. Du selbst warst fast das gesamte Turnier aufgrund eines Magendarminfekts kaum einsatzfähig und auch für das tschechische Nationalteam liefen die Spiele in der sogenannten "Todesgruppe" nicht besonders erfolgreich. Kannst Du trotzdem etwas Nützliches aus den Erfahrungen, die Du bei diesem Turnier gemacht hast, ziehen?
Jaroslav Skach: Natürlich war es Schade, dass mir dieser Magendarminfekt einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Dennoch konnte ich Einiges lernen. Wir hatten mit Bulgarien, Italien und Serbien drei sehr starke Gegner, doch trotz der Niederlagen kann man gerade an Vergleichen mit solchen Gegnern wachsen. Ich konnte wieder einmal sehen, dass man im Volleyball nur Erfolg hat, wenn man als Team funktioniert. Als Beispiel dafür steht die Auswahl aus Bulgarien. Die Mannschaft hat auf der Diagonal- und der Außenangriffs-Position wohl die im Moment stärksten Spieler Europas, die in der Öffentlichkeit als Stars gefeiert werden. Doch beide Spieler reihen sich total ins Mannschaftsgefüge ein und arbeiten bedingungslos für das Team. Die Mannschaft muss immer im Vordergrund stehen, das habe ich mit nach Berlin genommen.

scc-volleyball.de: Nun sind es nur noch gut zwei Wochen bis zum ersten Punktspiel in Düren. Die Mannschaft befindet sich auf der Zielgeraden einer Saisonvorbereitung, die aufgrund von zahlreichen Ausfällen alles andere als optimal verlief. Du als langjähriger Kapitän kannst wohl am besten sagen, auf welchem Niveau sich die Mannschaft im Moment befindet?
Jaroslav Skach: Also zunächst muss ich sagen, dass ich eine solche Vorbereitung mit so vielen Ausfällen in meiner langen Karriere noch nie mitgemacht habe. Aber ich denke, dass jedes Volleyballteam seine Höhen und Tiefen erlebt, die oft auch mit Glück und Pech in Verbindung stehen. Und wir hatten in den vergangenen Wochen einfach Pech. Doch nun können wir seit einer Woche bis auf Aleksandar Spirovski mit dem gesamten Kader trainieren. Der Trainer hat klare Vorstellungen, wie wir zu spielen haben. Ich glaube, wir befinden uns trotz der vielen Verletzungen auf einem guten Weg.

scc-volleyball.de: In der letzten Saison scheiterte der SCC BERLIN knapp im Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen den VfB Friedrichshafen. Welche Ziele hast Du Dir mit dem SCC für kommende Saison gesetzt?
Jaroslav Skach: Natürlich muss das Ziel eines jeden Sportlers sein, immer das Optimum heraus zu holen und vor allem immer gewinnen zu wollen. Wie im letzten Jahr werden Friedrichshafen und Haching wieder die stärksten Teams in der Liga sein, da sich beide punktuell enorm verstärkt haben. Doch ich bin der Meinung, wir brauchen uns keineswegs zu verstecken. Wenn wir das Maximum erreichen und zu einer geschlossenen Mannschaft heranwachsen, werden wir das ein oder andere Wörtchen bei der Meisterschaft oder im Pokal mitzureden haben.

scc-volleyball.de: In der Sommerpause gab es beim SCC BERLIN zahlreiche Veränderungen. Neben dem neuen Trainer, Andrej Urnaut, hat der Verein das halbe Team ausgetauscht und fünf neue Spieler verpflichtet. Glaubst Du, dass es dem neuen Trainer schon gelungen ist, dieses neue SCC-Team zu einer schlagfertigen und erfolgreichen Mannschaft zu formen?
Jaroslav Skach: Aus meiner Sicht haben sich die neuen Spieler schon sehr gut eingelebt, was bei dem hervorragenden Vereinsumfeld auch nicht schwierig ist. Die Spieler werden hier optimal betreut und es wird alles dafür getan, dass sie sich in Berlin wohlfühlen und optimale Leistungen für den SCC erbringen können. Auch spielerisch wird es für die Neuen nicht schwer sein, sich einzuleben. Beim SCC wird ja der gleiche Volleyball gespielt, wie in ganz Europa (lacht). Was die Arbeit des Trainers betrifft, ist mein Eindruck sehr positiv. Natürlich besteht ein Unterschied zu Michael Warm, jeder Trainer hat nun mal seine individuellen Vorstellungen. Andrej Urnaut hat klare Zielsetzungen und er gibt eindeutige Anweisungen, wie wir zu spielen haben. Man merkt jederzeit, dass er selbst Spieler war, was die Zusammenarbeit bisher sehr angenehm macht.

scc-volleyball.de: Vielen Dank für das Gespräch und einen erfolgreichen Saisonstart!

http://www.2010.scc-volleyball.de/images/A_SCC_BERLIN/Archiv/Artikel/Saison2009-2010/2009-050.jpg

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