Deutscher Meister

Deutscher Pokalsieger

Europacup-Sieger

News

Harte Prüfung bestanden

Mi 26.10.2022
Foto: Anton Höfel
Foto: Anton Höfel

Die Berlin Recycling Volleys haben auch das bisher schwierigste Duell der noch jungen Saison 22/23 für sich entscheiden können. In der Lüneburger LKH Arena traf der Tabellenführer am Mittwochabend auf starke Gegenwehr, konnte sich jedoch mit 3:1 (27:25, 25:27, 25:19, 31:29) behaupten. Einen Bärenanteil an dem Erfolg in einem hochintensiven Match mit drei Satzverlängerungen hatten die Aufschläge von Antti Ronkainen und Ruben Schott in den spielentscheidenden Momenten.

Das BR Volleys Team musste bei der SVG Lüneburg vom ersten Ballwechsel an gegen eine äußerst stimmungsvolle Heimarena ankämpfen. Anton Brehme sorgte auf Berliner Seite für die ersten Höhepunkte, während Marek Sotola gegen den "LüneBlock" wahre Schwerstarbeit zu verrichten hatte (6:8). Timothée Carle und Brehme blockten den Hauptstadtclub erstmals in Führung (12:11) und demonstrierten damit die starke Präsenz der Gäste am Netz. Auch Zuspieler Angel Trinidad zog wenig später die Wand gegen den wiedergenesen Lüneburger Außenangreifer Colton Cowell hoch (17:15). Beim nächsten Block der Gäste sah der Schiedsrichter Brehme zu Unrecht im Netz und so kam der Gastgeber nach langen Diskussionen noch einmal heran (23:22). Gleich der erste Satz ging in die Verlängerung, bis Nationalspieler Lukas Maase den Ball zur Freude der mitgereisten Berliner Fans ins Aus jagte (27:25).

So gut sich der BR Volleys Block präsentierte, so schwer taten sich die Männer von Coach Cedric Enard im Angriff. Das wurde im zweiten Satz früh deutlich (7:11) und deshalb reagierte der Franzose schon bald mit der Einwechslung von Cody Kessel (13:16). Nehemiah Motes Aufschläge leiteten die kurzzeitige Wende in diesem Spielabschnitt ein (19:18), aber Lüneburg sollte diesmal das bessere Ende für sich haben. Zwar waren die Hauptstädter nach starkem Service von Antti Ronkainen erneut im Vorteil (24:23), aber ein Block gegen Mote bedeutete kurze Zeit später den Satzausgleich (25:27).

Kessel blieb als Energiespender auf dem Parkett und den brauchte der Tabellenführer in dieser Phase gegen eine weiterhin beherzt agierende SVG (9:9). Kessel war es auch, der den wichtigen Block gegen Lüneburgs Topangreifer Jordan Ewert setzte (18:14). Diesmal spielten die Männer in Orange den Durchgang souverän zu Ende und Ruben Schott stellte auf Führung (25:19). Vor der stimmungsvollen Kulisse von 1.326 Zuschauern schlug das Pendel nun wieder zugunsten der Hausherren aus (10:12). Zwar legten die BR Volleys nach einer Aufschlagserie von Schott den ersten Finger an den Auswärtssieg (19:17), aber die Niedersachsen steckten nicht auf und hatte die Chancen zum erneuten Satzausgleich (21:24). Dann kam wie schon mehrmals im Verlauf der ersten Saisonwochen Ronkainen zum Aufschlag und sorgte an seiner alten Wirkungsstätte in Zusammenarbeit mit Schott am Netz für den Gleichstand (24:24). Es entwickelte sich jetzt ein ebenso spannender wie hochklassiger Schlagabtausch, bis eine heißdiskutierte Schiedsrichterentscheidung (Sotola blockte in der Aktion gegen Ewert, der dabei ins Netz fasste) den Match- und Spielgewinn für das dadurch weiterhin ungeschlagene BR Volleys Team bedeutete (31:29). Der von der Community gewählte Bounce House MVP des Abends wurde Satoshi Tsuiki.

Dem Japaner und seinem Team bleibt nur eine kurze Regenerationszeit, denn die nächste schwierige Prüfung in der Fremde wartet auf die Berliner schon am Sonntag (30. Okt um 17.30 Uhr) bei den Netzhoppers in Bestensee.

Stimmen zum Spiel
Antti Ronkainen: „Dieser Sieg fühlt sich richtig gut, weil schwer erarbeitet an. Lüneburg hat sehr stark gespielt und sich im Aufschlag gesteigert. Dadurch wurde es immer schwieriger für uns. Letztlich war es ein Erfolg des gesamten Teams. Auch Codys Einwechslung hat dazu beigetragen. Für mich ist der Druck am Aufschlag normal, es ist einfach Volleyball. Ich genieße die Momente, wenn ich zu wichtigen Zeitpunkten meiner Mannschaft helfen kann.“

Cody Kessel: „Jeder, der dieses Match gesehen hat, muss sagen, dass es eine geile Show war. Natürlich hatten die Schiedsrichter jeweils zu den Satzenden schwierige Entscheidungen zu treffen, aber am Ende finde ich unseren Sieg verdient. Für mich persönlich war es ein besonderes Duell, weil ich bei der Premiere hier im letzten Jahr verletzt gewesen bin. Heute konnte ich der Mannschaft helfen. Diese Arena und diese Atmosphäre sind einfach ein riesiger Zugewinn für die Volleyball Bundesliga!“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote + Anton Brehme (MB), Angel Trinidad (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Cody Kessel, Johannes Tille

Topwerte
Sotola 19 Punkte | Schott 16 Punkte, 3 Asse, 2 Blocks | Brehme 11 Punkte, 3 Blocks

Matchreport
>>> Zum Download <<<

Nächste Spiele
30. Okt | 17.30 Uhr | Netzhoppers KW-Bestensee vs. BR Volleys (Bundesliga)
05. Nov | 19.00 Uhr | Blue Volleys Gotha vs. BR Volleys (Pokal)
08. Nov | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. Qualifikant (Champions League)
12. Nov | 17.30 Uhr | BR Volleys vs. Helios Grizzlys Giesen (Bundesliga)

News teilen

Aktuelle News

  • Erfolg im Dschungel
    Volleyball Bundesliga
  • Die weiteste Auswärtsreise
    Volleyball Bundesliga
  • Mit der Achterbahn ins Finale
    DVV-Pokal
  • Pokalspannung am Nikolaustag
    DVV-Pokal
  • Zweimal Bronze bei der CHAMPIONS Wahl
    Berlins Sportler*innen des Jahres
  • Improvisierter Heimsieg
    Volleyball Bundesliga
  • Bruderduell an der Seitenlinie
    Volleyball Bundesliga
  • Tickets für das neue Jahr
    Saison 23/24
  • Großer Kampf bringt einen Punkt
    CEV Champions League
  • Außenseiter beim Titelanwärter
    CEV Champions League