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Kalte Dusche in Sibirien

Mi 11.12.2019
Die Siegesserie der BR Volleys ist gerissen. Beim russischen Topteam Fakel Novy Urengoy mussten sich die Hauptstädter ohne Benjamin Patch (Achillessehnenanriss) und Nicolas Le Goff (Magen-Darm-Infekt) deutlich mit 0:3 (22:25, 18:25, 17:25) geschlagen geben. Einzig im ersten Satz konnte der Bundesliga-Tabellenführer mit den angriffs- und blockstarken Russen mithalten und rutscht somit auf Platz drei in der Champions League Gruppe B ab.

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Foto: Eckhard Herfet


Für die fehlenden Stammkräfte Patch und Le Goff, auch der Franzose musste mit Magenproblemen kurzfristig passen, rückten Kyle Ensing und Georg Klein in Cedric Enards Startformation. Schon nach wenigen Punkten wurde deutlich, was für ein Volleyball-Schwergewicht die Männer in Orange 4.000 Kilometer fern der Heimat empfing. Fakel präsentierte sich in Angriff und Block bärenstark, zeigte sich aber zumindest in der Annahme verwundbar. Zweimal war es Grankin, der Rückstände im Auftaktsatz mit seinem Service drehen konnte und seine Landsmänner auf der anderen Netzseite zur Auszeit zwang (10:8, 18:16). In einem engen Durchgang (21:21) blieb der Doppelwechsel mit Pierre Pujol im Zuspiel und Cody Kessel als Diagonalangreifer ohne den erhofften Effekt. Die Russen hatten das bessere Ende für sich (22:25).

Die Hausherren, allen voran der 2.08 Meter große Außenangreifer Egor Kliuka, zeigten weiterhin ihre Klasse und drehten eine Führung der Berliner (3:0) mit ihrem Ungar Padar am Aufschlag (4:12). So war dieser Satz früh entschieden (18:25) und die Berliner nahmen im dritten Durchgang unter unermüdlichen Anfeuerungen ihres mitgereisten "7. Mann" noch einmal neu Anlauf. Doch die Gastgeber ließen nicht nach. Zum fehlenden Durchsetzungsvermögen im Angriff gesellten sich nun auch Annahme-Schwächen (1:4, 7:13). Enard hatte im Außenangriff längst durchgewechselt, versuchte es mal mit Kessel, Tuia, Reichert und zum Spielende Hatch. Aber die Berliner fanden auswärts bei einem starken Gegner kein Durchkommen mehr. Nach 79 Spielminuten waren Volkov (18 Punkte) und MVP Kliuka (14 Punkte) die prägenden Figuren, die den 3:0-Erfolg der Russen besiegelten (17:25). Nun reisen Kapitän Reichert und Co ohne Zwischenstopp in der Hauptstadt direkt weiter nach Friedrichshafen, wo man am Samstag (14. Dez um 18.00 Uhr) zum Bundesliga-Topspiel antritt.

Stimmen zum Spiel
Moritz Reichert: „Wir haben beherzt angefangen und ordentlich mitgehalten. Die wichtigen Cahncen jedoch haben wir liegen gelassen und den ersten Satz deshalb verloren. Danach hatten wir wenig Zugriff aufs Spiel und waren damit beschäftigt, uns aus schwierigen Situation herauszukämpfen. Fakel erzeugte einen enormen Druck. Der erste Satz hat aber zumindest gezeigt, dass wir mitspielen können.“
Cedric Enard: „Wir fanden absolut kein Durchkommen, weder im Diagonal- noch im Außenangriff. Mit diesen Quoten kann man gegen einen solchen Gegner nicht bestehen. Wir haben schlichtweg nicht gut gespielt und heute verdient verloren.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert + Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk + Georg Klein (MB), Sergey Grankin (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Pierre Pujol, Cody Kessel, JT Hatch

Topwerte
Jeffrey Jendryk 8 Punkte (2 Asse) | Kyle Ensing 6 Punkte (2 Blocks)

Match-Statistik
<<< Download hier >>>

Die nächsten Heimspiele
18. Dezember | 19.30 Uhr | vs. Kuzbass Kemerovo (Champions League)
22. Dezember | 16.00 Uhr | vs. United Volleys Frankfurt
www.br-volleys.de/ticketshop

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