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Netzgeflüster mit Stefan Meiners

Fr 05.03.2021
Die Polyprint GmbH versteht sich als Partner des Sports und schreckte deshalb auch im Sommer 2020 trotz der Corona-Ungewissheit nicht zurück, sich neu bei den Berlin Recycling Volleys zu engagieren. Stefan Meiners, sportbegeisterter Geschäftsführer der Spezialisten für digitale und analoge Kommunikation mit Sitz in Berlin-Adlershof, wartet zwar sehnsüchtig auf sein erstes Heimspiel-Erlebnis bei den BR Volleys, verspürt aber umso mehr Vorfreude auf das Netzwerk des Hauptstadtclubs. Ein Gespräch über die Arbeitsbedingungen in Corona-Zeiten, die gemeinsame Freude am Sport und den dazugehörigen Austausch.

2020-11-11

Foto: Polyprint


Herr Meiners, Polyprint stieß zur Saison 2020/2021 als neuer Partner zu den BR Volleys. Was hat sich seitdem bei Ihnen im Unternehmen getan und wie kommt Ihr Team durch diese herausfordernde Zeit?
Erst einmal ist festzuhalten: Unserer Belegschaft geht es gut und die Mitarbeiter sind trotz des schon so lange andauernden Lockdowns weiter sehr motiviert. Wir haben – wie andere Unternehmen auch – viel investiert, um jedem zu ermöglichen, auch von zuhause zu arbeiten. Das heißt, es wurden die technischen Voraussetzungen für ein angenehmes Arbeiten daheim geschaffen. In der Produktion ist das natürlich nicht möglich. Für die Arbeit vor Ort haben wir deshalb ein funktionierendes Sicherheits- und Hygienekonzept erstellt und um die Büroarbeitsplätze einzelne Boxen gebaut. Dazu bieten wir unseren Beschäftigten regelmäßig die Möglichkeit, sich Tests zu unterziehen. Dabei werden alle an einem Tag getestet und verbringen im Anschluss gemeinsam in der Sicherheit negativer Testergebnisse ein paar schöne Stunden zusammen. Bisher hatten wir keinen positiven Fall. Trotz aller Home-Office-Euphorie ist es spürbar, dass die Mitarbeiter den persönlichen Kontakt zu Kunden und Kollegen sehr vermissen. Der Austausch, der sonst in der Teeküche stattfindet, fehlt. Viele möchten gern vor Ort arbeiten. In der Produktion teilen wir die Belegschaft in versetzter Arbeitszeit auf, sodass die Betriebsfähigkeit stets gesichert ist. Außerdem führen wir 14-tägig einen „Townhall-Call“ durch, in dem alle Mitarbeiter auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht werden – sei es über unsere Aktivitäten, die Entwicklung der Wirtschaft im Allgemeinen oder die Kooperationen, z. B. mit den BR Volleys. Dieses und weitere digitale Formate haben sich etabliert und sind zur täglichen Routine geworden. Der Fortschritt bei der Digitalisierung ist spürbar und das ist einer von vielen Faktoren, die unheimlich motivieren.

Wie groß ist die Polyprint-Belegschaft und wie teilt sich diese aktuell in die Arbeit vor Ort im Betrieb und daheim auf?
Wir haben derzeit 34 Beschäftigte, davon mehr als die Hälfte in der Produktion. Die weitere Belegschaft teilt sich Home-Office- und Präsenzzeit. Die Tendenz geht aber deutlich Richtung Rückkehr zum Arbeitsplatz. Die Menschen wollen wieder ins Büro, wenn wir es sicher ermöglichen können.

Wie hat sich die Auftragslage Ihres Unternehmens in der Corona-Krise entwickelt? Gab es neue Bereiche, die durch Ihr Angebot an digitalen Gesamtlösungen erschlossen werden konnten?
Wir sind im Print betroffen, ohne Frage. Allein der Wegfall von Veranstaltungen – z. B. durch den Zuschauerausschluss bei den BR Volleys – hat natürlich seine Auswirkungen. Diese gibt es aber auch in anderen Bereichen wie dem Einladungsmanagement zu Fortbildungen, Firmenfeiern etc. Dennoch haben wir durch Rahmenvereinbarungen in verschiedenen Betriebszweigen etwas weniger Ausfall, als erwartet. Den aber immer noch nicht unerheblichen Ausfall und Auftragsrückgang konnten wir bisher kompensieren. Denn gleichzeitig haben wir die digitale Entwicklung vorangetrieben und neue Partnershops gewonnen, die bei uns produzieren lassen. Das betrifft alltägliche Dinge wie z. B. Tapeten, denn die Menschen nutzen die Lockdown-Zeit offenbar verstärkt zum Renovieren. Hauptsegment sind aber digitale Produkte. Wir haben eine eigene Anwendung entwickelt, mit der wir es unseren Kunden ermöglichen, Bannerwerbung, Stellenanzeigen oder andere Designs online zu bestellen. Die Kunden schicken uns Rohdaten, Fotos und ihre spezifischen Wünsche und erhalten 90 Minuten später ihre fertig gestaltete Anzeige für die Print-Produktion, aber vor allem auch für das Online-Marketing. Dieses Modell haben wir trotz oder gerade wegen Corona erfolgreich an den Markt gebracht. Darüber hinaus haben wir unsere Anstrengungen im Bereich Grafik und Layout intensiviert, was dazu geführt hat, dass viele Kunden aktuell ohne die Notwendigkeit des Drucks den Service nutzen, ihre Publikationen bei uns digital in neuer Qualität abzurufen. Dieser Bereich ist stark gewachsen. Parallel haben wir in unsere Infrastruktur investiert, um uns noch zukunftsfähiger aufzustellen. Die gesamte IT wurde neu aufgesetzt. Das kostet natürlich Geld, ist aber notwendig, um den “Flaschenhals“ Datenübertragung soweit zu öffnen, wie wir es inzwischen benötigen. Das bringt uns nach vorne und so sehe ich uns für die Zukunft gut aufgestellt.

Gibt es Druckerzeugnisse, die in Pandemie-Zeiten besonders gefragt sind?
Definitiv. Wir haben zügig einen eigenen Corona-Schutzprodukte-Shop entwickelt. Auch der läuft gut. Dies ist kein Endkundengeschäft, sondern nur an unsere Partnerunternehmen adressiert. Boden- und Abstandsaufkleber sind dort aktuell das gefragteste Produkt. Der Bedarf besteht weiterhin, nachdem viele zunächst nur provisorische Lösungen geschaffen haben.

Die Partnerschaft mit den BR Volleys begann im Sommer 2020 trotz der Corona-Lage. Was hat Sie zu dem starken Commitment bewogen, sich auch in dieser Zeit im Sport zu engagieren?
Der Kontakt entstand zunächst durch das „Berlin Partner“-Netzwerk über Frau Weller von der Firma Gegenbauer. Wir haben uns dort über Engagements in Krisenzeiten verständigt. Daraufhin folgt der Draht zu den BR Volleys. Grundsätzlich unterstützen wir den Sport von jeher, sind durch unsere Wurzeln in Treptow-Köpenick auch beim 1. FC Union Berlin Partner. Das gehört für uns zu Unternehmensphilosophie und wir tun dies einfach sehr gern. Wir haben auch schon die Volleyballer des Köpenicker SC unterstützt, wo eine unserer heutigen Mitarbeiterinnen im Leistungssport groß geworden ist. Eine meiner Töchter hat selbst aktiv Volleyball gespielt. Insofern haben wir eine hohe Affinität zum Sport im Allgemeinen und Volleyball im Speziellen. Wir engagieren uns bei vielen kleineren Vereinen wie den Wassersportlern des BBSC. Union und die BR Volleys stechen aber schon hervor. Die BR Volleys sind unheimlich authentisch. Dort wird ganz aktiv mit Sorgfalt, Konstanz und Verlässlichkeit gearbeitet. Das finden wir klasse und das passt zu uns. Man kennt uns hier in der Region ebenso wie man die BR Volleys kennt. Hinzukommt: Volleyball ist eine Sportart, die jeder nachempfinden kann. Jedem gelingt der Einstieg. Das schafft und weckt Begeisterung – auch bei unseren Mitarbeitern. Durch die Faktoren lag die Zusammenarbeit für uns auf der Hand.

Im Zuge der Zusammenarbeit ist für Polyprint der Netzwerk-Charakter rund um den Verein besonders spannend. Der ist nun leider eingeschränkt. Was erhoffen Sie sich in Zukunft, wenn das Netzwerk wieder so lebt, wie wir es kennen?
In erster Linie geht es um Austausch und einen guten Informationsfluss. Wir haben gelernt, dass man die Scheu in Gesprächen zügig ablegt und relativ schnell Schnittpunkte und Synergien entdeckt. Man stellt fest: Jeder kocht nur mit Wasser. Viele schlagen sich mit den gleichen kleinteiligen Problemen rum. Diese auf Augenhöhe zu besprechen, ist für uns einfach befruchtend und schafft ein Vertrauensverhältnis, auf dessen Grundlage man sich dann auch über diffizile Themen unterhalten kann. So findet man gemeinsam oft einfache Lösungen. Wir wollen Erfahrungen austauschen. Das ist ebenso spannend wie lehrreich. Dazukommt, das Interesse und die Begeisterung am Sport zu teilen – in guten wie in schlechten Momenten. „Tue Gutes und rede darüber“ lautet ein Sprichwort, aber rede überhaupt erst einmal.  Wir haben den Eindruck erhalten, dass das Netzwerk der BR Volleys sehr aktiv ist und das auch wieder sein wird, sobald es die Pandemie erlaubt. Man ist aneinander interessiert und die Größe des Vereins passt zu uns. Ich würde mich freuen, wenn man auch jetzt schon in Kontakt kommt. Wir sind total offen für jeden Austausch. Das muss längst nicht immer gleich das große Geschäft sein, da genügt das Reden über eine Idee oder ein guter Rat bei Fragen, in denen vielleicht selbst die Expertise fehlt. Deshalb die herzliche Einladung an alle Partner, die uns noch nicht kennen bzw. kennenlernen konnten: Einfach anrufen, wir freuen uns!

Bis der persönliche Austausch von Angesicht zu Angesicht wieder möglich ist, müssen wir uns alle noch etwas gedulden. Was lässt Sie persönlich bis dahin optimistisch bleiben?
Der Start in dieses Jahr 2021. Bei uns herrscht das Gefühl vor: Es ist holprig, kann und wird aber nur besser werden. Ich spüre überall Vertrauen und das gibt mir privat und als Unternehmer Zuversicht. Wenn sich alle in den kommenden Wochen verantwortungsvoll verhalten, wird es weiter vorangehen. Das motiviert mich und steigert die Vorfreude, dass wir bald erstmalig bei einem Spiel der BR Volleys in der Max-Schmeling-Halle live dabei sein können. Diese Möglichkeit hatten wir ja noch gar nicht. Ich freue mich auf die Atmosphäre. Dieses Erlebnis dann mit anderen zu teilen, stimmt optimistisch. Die Vorfreude darauf ist ungebrochen.

Das Pokalfinale wird ab 14.00 Uhr im Free-TV auf SPORT1 übertragen. Ab Spielbeginn um 13.45 Uhr läuft das Match hier im Stream: http://bit.ly/SPORT1StreamPokalfinale

 

Alles Weitere zum Pokalfinale findet man auf den Social-Media-Kanälen der BR Volleys.

 

Zur brandaktuellen Podcast-Finalfolge „Feinherb & Spritzig“: http://bit.ly/LiebeGrüßevomSterbebett

 

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