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Revanche mit den Heimfans geglückt

So 11.01.2026
Fotos: Gora
Fotos: Gora

Kulisse, Tabellensituation und Hinspielergebnis: Die Vorzeichen für einen mitreißenden Klassiker gegen die SWD powervolleys Düren waren gegeben und der Volleyballsonntag sollte exakt halten, was er versprach. Vor 5.290 Zuschauern setzten sich die BR Volleys schließlich mit 3:2 (24:26, 26:24, 25:16, 18:25, 15:11) gegen die Rheinländer durch und behaupten zunächst ihren Tabellenplatz mit zwei Punkten Vorsprung. Im zweiten Fünf-Satz-Match binnen vier Tagen war Daniel Malescha der verdiente MVP.

Früh deutete sich an, dass dieses Topspiel des 16. Spieltags die ein oder andere Crunchtime für die mehr als 5.000 Volleyballfans in der Max-Schmeling-Halle bereithalten würde. Schon im ersten Satz lieferten sich beide Teams sofort ein Kopf-an-Kopf-Rennen (4:4, 9:9). Die Berliner Abwehr um den stark agierenden Libero Kyle Dagostino war Mitte des Satzes zur Stelle und legte den Grundstein für mehrere Breaks (16:13), doch Düren ließ sich davon nicht verunsichern (17:17). So schlug der Ex-Berliner Baghdady zweimal erfolgreich Fedor Ivanov im Block an (20:21) und bescherte den Gästen mit Aufschlag und Pipe-Angriff auch das 21:23. Nachdem Jake Hanes noch den Ausgleich erzielten konnte (23:23), mussten die Dürener sich den Satzgewinn aus dem eigenen Sideout erarbeiten und schafften dies im zweiten Anlauf durch Canham (24:26).

Den nächsten Spielabschnitt starteten die Rheinländer fehlerbehaftet und daraus konnten die Männer in Orange zunächst Kapital schlagen (7:4). Gleichzeitig war das Match durch einige Challenges zerfahren und nach zwei vergeblichen Angriffen von Ruben Schott, kam Nolan Flexen dauerhaft ins Match. Der US-Boy hatte wie schon in den letzten Spielen positiven Einfluss und die Berliner lagen nach zwei Dritteln des Satzes erneut mit 16:13 vorn. Als Hanes sich weiter schwertat, wurde auch der US-Amerikaner durch Daniel Malescha ersetzt (16:17). Erneut wurde es spannend und Düren hatte die Chance, früh den Auswärtspunkt einzusammeln (22:24). Allerdings startete Moritz Reichert eine Aufschlagserie, erhielt Unterstützung im Angriff von Flexen und ließ den Volleyballtempel so richtig beben (26:24).

Es war ein Wendepunkt im Spiel. Nach Aufschlagserie von Malescha hatten die BR Volleys Durchgang drei früh unter Kontrolle (9:2). Nun begannen auf Dürener Seite die Wechselspiele (15:6) und mit einigen gelungenen Aktionen tankten die Gäste nochmal Kraft für Satz vier, während Flexen in dieser Phase Berlins bester Angreifer war (23:13) und auch den Satz beendete (25:16). Allerdings hatten die Powervolleys wieder Lunte gerochen und schlugen mit Baghdady am Service eindrucksvoll zurück (1:7). Als die Annahme des Deutschen Meisters weiterhin wackelte, kehrte Kapitän Schott zurück auf den Court (3:10) und der blockte massiv zum 8:14. Wieder konnte Reichert mit seinem Aufschlag für Stress auf Dürener Seite sorgen (10:14), doch schnell fing sich das Team von Christophe Achten und gab wieder den Ton an (14:22). Schließlich sorgte Korenblek für den zweiten Tiebreak zwischen beiden Mannschaften in dieser Saison (18:25). Dürens Mut im Aufschlag, der ihnen Durchgang vier sicherte, wurde im Entscheidungssatz nicht mehr auf gleiche Weise belohnt (5:3). Stattdessen holten sich Schott & Co das Momentum zurück, unter anderem durch einen Block von Matthew Knigge (9:6). Mit seinem zweiten Ass stellte Reichert auf 13:8 und auch wenn Korenblek sich beim deutschen Nationalspieler revanchierte (13:10), packte Malescha den 3:2-Heimsieg in trockene Tücher (15:11). 
Die Topscorer des Abends kamen in Canham (24 Punkte) und Baghdady (19 Punkte) zwar aus Düren, der Wertvollste war aber diesmal Malescha. Der rangiert mit seiner Mannschaft weiter auf Rang zwei (39 Punkte), jedoch könnten die Dürener (37 Punkte) bei einem Spiel weniger wieder an den Berlinern vorbeiziehen und erster Verfolger der SVG Lüneburg bleiben.

Stimmen zum Spiel
Nolan Flexen: „Uns war klar, dass das kein leichtes Spiel wird. Düren ist ein sehr gutes Team und hat im Laufe der Saison viele starke Leistungen gezeigt. Wir wollten heute nicht über fünf Sätze gehen, vor allem nach dem guten dritten Satz, wo unser Spiel im Fluss war. Aber wir haben bis zum Schluss gekämpft und sind trotzdem happy mit dem Endergebnis.“

Ruben Schott: „So kurz nach dem Spiel bin ich echt erleichtert, weil wir alle erwartet haben, dass es heute wieder schwer wird. Wir freuen uns, dass wir gewonnen und zumindest zwei Punkte hierbehalten haben. Ich denke, wir haben okay ins Match gefunden. Düren war zu Beginn in allem sehr stabil und wir hatten ein paar unglückliche Aktionen in der Abwehr. Als wir das im Laufe des Spiels verbessern konnten, lief es runder. Die Wechsel haben uns wieder extrem geholfen. Daniel hat ein geiles Spiel gemacht, für ihn freue ich mich heute besonders. Auch Nolan war wieder wichtig. Die Breite des Kaders hat sich jetzt zweimal in einer Woche bezahlt gemacht. Man hat heute ein Team auf dem Feld gesehen, das Positivität ausgestrahlt hat. Wir müssen aber die Waage zwischen dieser Ausstrahlung und der nötigen Aggressivität finden.“

2026 01 11 2

BR Volleys Formation
Moritz Reichert + Ruben Schott (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Nolan Flexen, Daniel Malescha, Simon Plaskie

Bestwerte
Reichert 14 Punkte, 2 Asse | Malescha 13 Punkte | Knigge 3 Blocks
>>> Matchreport <<<

Das Spiel im Re-Live bei Dyn:
https://www.dyn.sport/event/BERLIN_RECYCLING_Volleys_SWD_powervolleys_D%C3%BCren_99809

Nächste Spiele:
14. Jan | 18.30 Uhr | StadtHalle Rostock | vs. SV Warnemünde
18. Jan | 15.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle | vs. Helios Grizzlys Giesen
Mit dem JANUARWUMMS sind Tickets ab 10 Euro erhältlich: www.br-volleys.de/tickets

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