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Mühsame drei Punkte auf erstklassiger Bühne

Mi 14.01.2026
Foto: Thoren Arlt
Foto: Thoren Arlt

3.288 Zuschauer kamen am Mittwochabend in die StadtHalle an der Ostsee und schafften einen besonderen Rahmen für das damit größte Spiel der Vereinsgeschichte des SV Warnemünde. Durch eine schwache Anfangsphase trugen auch die BR Volleys zur überkochenden Stimmung bei, konnten sich aber am Ende noch mit 3:1 (24:26, 25:20, 25:16, 25:14) beim Aufsteiger durchsetzen. Im ersten Match mit Alexandre Leal als Headcoach auf der Bank war Moritz Reichert der verdiente MVP.  

Leal nahm gegenüber dem letzten 3:2-Heimerfolg gegen die SWD powervolleys Düren eine Veränderung vor und bot Daniel Malescha anstelle von Jake Hanes in der erstklassigen Atmosphäre in der StadtHalle auf. Der umjubelte Held der Anfangsphase hieß aber Gabriel Tyws, während Malescha nur sehr schwer ins Spiel fand. Bei 3:6 waren dem sonst so routinierten Diagonalspieler schon drei Fehler unterlaufen. Nach einem “Abschuss“ ins Gesicht musste auch noch Libero Kyle Dagostino vom Feld (5:8) und wurde durch Maximilian Treiter ersetzt. Der SVW blieb mit voller Euphorie am Drücker (7:12). Nach einer Aufschlagserie von Fedor Ivanov, inklusive zwei Assen, hatten sich die Berliner zumindest etwas akklimatisiert (15:15) und Ruben Schott blockte allein gegen Krabel zum 20:18. Doch als Moritz Reichert vom Warnemünder Block gestoppt wurde, lag der Deutsche Meister wieder hinten (21:22). Der Nationalspieler kam zweimal nicht im Angriff durch und so hatte Warnemünde Satzball (23:24). Angetrieben vom Publikum ergriffen die Gastgeber ihre zweite Chance und schafften einen Moment, der beim Liganeuling wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird (24:26).

Im zweiten Durchgang konnten sich die BR Volleys stabilisieren und mehr Kontrolle gewinnen. Treiter arbeitete sich ins Match und auch bei Malescha ging es allmählich aufwärts (8:6, 12:9). Auf 19:13 setzten sich Reichert & Co ab und Knigge verbuchte bereits seinen vierten Block zum 22:17. Der Satzausgleich war die logische Folge (25:20). Ohne zu glänzen, blieben die Berliner im dritten Satz dominant. Wenngleich das eigene Angriffsspiel nicht immer flüssig lief, wurde in der Block-Feldabwehr besser gearbeitet.  Mit dem nächsten Block besorgte Knigge das 10:5 und wenig später brachte Ivanov auch den Pipe ins Spiel (13:6). Bei 18:12 gab Headcoach Leal Arthur Wehner und Nolan Flexen per Doppelwechsel die Chance, sah sich aber gezwungen, dies schnell zu korrigieren (20:16). Anschließend zogen die Hauptstädter bis zum Satzende wieder konsequent durch und gingen 2:1 nach Sätzen in Front (25:16). Mit einer einhändigen Annahme konnte Treiter sich früh im vierten Spielabschnitt auszeichnen (2:2). Auch diesen Satz bestritten die Männer von der Spree von vorn, weil der Aufschlagdruck für die Nordlichter nun zu groß war. Reichert wurde dabei immer auffälliger (12:7). Die 30 mitgereisten Berliner Anhänger um den Fanclub „7. Mann“ sahen nun auch einen souveräner agierenden Malescha (14:8), dazu durfte Flexen noch einmal ran und der spätere MVP Reichert machte bei 21:12 Feierabend. An seiner Stelle durfte Plaskie das Match bis zum 25:14 zu Ende spielen.

Für ihre drei Auswärtspunkte mussten Kapitän Schott und seine Nebenmänner beim Aufsteiger also hart arbeiten und doch waren diese tabellarisch viel wert. Parallel ließ der Tabellenführer aus Lüneburg einen Punkt daheim gegen den TSV Haching München liegen (3:2) und die SWD powervolleys Düren mussten sich dem VfB Friedrichshafen geschlagen geben (2:3). Am Sonntag wollen die BR Volleys vor ihren Fans gegen die Helios Grizzlys Giesen um den Ex-Berliner Cody Kessel nachlegen.

 Stimmen zum Spiel
Alexandre Leal: „Zuallererst bin ich stolz auf die Jungs, denn sie haben meine Vorschläge angenommen und eine Antwort gefunden. Es war auch für mich eine neue Situation und ich musste mit der Mannschaft im ersten Satz erst ins Spiel kommen. Dann haben wir die Mentalität gezeigt, die wir brauchen. Wir haben einander geholfen, Verantwortung übernommen und einfach weitergemacht. Wir müssen geduldig bleiben, aber ich bin überzeugt, wir können mit dieser Gruppe unsere Ziele erreichen.“

Ruben Schott: „Es hat in dieser Halle nochmal deutlich mehr Spaß gemacht. Die Jungs aus Warnemünde haben richtig gut gespielt, hatten verrückte Touches in der Abwehr. Da muss man als Angreifer aufpassen, nicht frustriert zu sein. Die Atmosphäre war super, ein Schritt in so eine Halle kann dem Standort nur helfen. Ich glaube, das Trainerthema war heute nicht so bedeutsam, bei uns hat jeder Einzelne genug Baustellen. Aber wir sind als Einheit aufgetreten und konnten das Spiel drehen.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert + Ruben Schott (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Daniel Malescha (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Maximilian Treiter, Nolan Flexen, Arthur Wehner, Simon Plaskie

Bestwerte
Malescha 23 Punkte, 2 Blocks | Reichert 18 Punkte, 3 Asse, 67 % pos. Annahme | Knigge 14 Punkte, 6 Blocks
>>> Matchreport <<<

Das Spiel im Re-Live bei Dyn:
https://www.dyn.sport/event/SV_Warnem%C3%BCnde_BERLIN_RECYCLING_Volleys_99811

Nächste Spiele:
18. Jan | 15.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle | vs. Helios Grizzlys Giesen
21. Jan | 20.30 Uhr | Pala Barton | vs. Sir Sicoma Monini Perugia (Champions League)
Mit dem JANUARWUMMS sind Tickets ab 10 Euro erhältlich: www.br-volleys.de/tickets

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