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Mit einem Auge auf die Konkurrenz
Das Programm der Berlin Recycling Volleys bleibt straff. Eine englische Woche jagt die nächste für den Tabellenzweiten der Volleyball Bundesliga, der am Mittwoch (04. Feb um 19.00 Uhr) beim ASV Dachau in der Georg-Scherer-Halle gefordert ist. Zeitgleich steigt das Duell der beiden Berliner Rivalen an der Spitze, die SVG Lüneburg empfängt die SWD powervolleys Düren.
Der Dreikampf im Vorderfeld der Volleyball Bundesliga spitzt sich zu. Auch nach dem Wochenende grüßt die SVG Lüneburg weiter von ganz oben, sammelte im Auswärtsspiel beim VfB Friedrichshafen nach 0:1-Satzrückstand drei echte Bigpoints ein (3:1). Düren behielt in einem hart umkämpften Heimspiel gegen die Helios Grizzlys Giesen immerhin noch zwei Punkte zuhause, während sich die BR Volleys mit 3:1 gegen die FT 1844 Freiburg behaupten konnten. Nun möchte der Titelverteidiger mit einem Sieg beim ASV Dachau den Druck auf die Konkurrenz aufrechterhalten, die sich am Mittwoch in der LKH Arena definitiv Zähler wegnehmen wird.
„Wir haben uns durch die Erfolge in den ganzen Spitzenspielen jetzt in eine Position gebracht, wo wir unsere Hausaufgaben machen müssen und auf Patzer der Konkurrenz lauern können“, sagt Außenangreifer Moritz Reichert vor dem Gastspiel beim Tabellenzwölften, das zugleich das Bruderduell im Hause Steuerwald ist. Der drei Jahre ältere Dachau-Headcoach Patrick empfängt den Berlin-Assistenten Markus. Das Heimteam des früheren Zuspielers kann in dieser Saison mehr Leistungsspitzen als im Vorjahr ausweisen. Punktgewinne gegen Düren (2:3) und Friedrichshafen (2:3) belegen dies ebenso wie der 3:0-Heimsieg gegen den starken Aufsteiger aus Ludwigsburg. Den Lokalrivalen TSV Haching München hielten die Dachauer im letzten Heimspiel mit 3:1 ebenfalls in Schach. So beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsplatz zurzeit sechs Zähler. Gleichzeitig sind die Playoffs bei 13 Punkten Rückstand auf die Netzhoppers außer Sichtweite.
Mit Marius Büchi haben die Bayern den punktbesten Spieler der Liga in ihren Reihen (321). Mehr Punkte pro Satz (4,6) erzielt nur ein Akteur in der VBL: Berlins Hauptangreifer Jake Hanes (4,9). Deutlich besser, als es ihre Tabellenposition aussagt, sind die Dachauer in Annahme. Mit 44,6 % positive oder perfekte Annahme bildet man eine gute Grundlage für Severin Brandt und seinen Zuspiel-Kollegen Luca Russelmann. In der flachen, nur 500 Zuschauer fassenden Georg-Scherer-Halle wollen die Berliner mit ihrem Aufschlag trotzdem für Probleme sorgen. „Man muss sich immer erst an so eine kleine Halle anpassen. Ich persönlich muss dort sogar meinen Anwurf verändern. Aber die Gegebenheiten bieten auch die Chance auf mehr Asse, wenn man ordentlich Druck in den Aufschlag bringt“, so Reichert, der beim letzten klaren 3:0-Auswärtssieg der Hauptstädter in Dachau MVP wurde. Dass es beim Meister aus den 90er Jahren für die BR Volleys aber auch anders laufen kann, zeigt ein Blick zwei Jahre zurück. Damals verlor man im BallhausForum Unterschleißheim 2:3 beim Aufsteiger. Punkte, die Kapitän Ruben Schott & Co diesmal nicht liegenlassen wollen. Jedoch fehlt bei diesem Unterfangen Außenangreifer Simon Plaskie, der krankheitsbedingt nicht mit in den Süden reisen konnte.
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