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Schmerzhafter Punktverlust in Dachau

Mi 04.02.2026
Foto: Birgit Herzum
Foto: Birgit Herzum

Im Kampf um die Tabellenspitze ließen die BR Volleys am Mittwochabend beim ASV Dachau einen wichtigen Zähler und damit eine dicke Möglichkeit liegen. Weil die Berliner nur mit 3:2 (25:19, 22:25, 25:11, 26:28, 15:13) bei den Bayern siegten, bleiben sie im Tableau hinter der SVG Lüneburg, die daheim ebenfalls 3:2 gegen die SWD powervolleys Düren erfolgreich war. Die Hauptstädter hatten in der Dachauer Georg-Scherer-Halle mit dem Topscorer Marius Büchi und der Hallendecke schwer zu kämpfen.

Im Vergleich zum 3:1-Heimerfolg gegen die FT 1844 Freiburg rückten zu diesem Auswärtsspiel Kapitän Ruben Schott und Daniel Malescha in die Startformation des Deutschen Meisters. Die BR Volleys erwischten in der flachen und engen Georg-Scherer-Halle einen vielversprechenden Start, denn Fedor Ivanov etablierte sofort das konsequente Angriffsspiel über seine Mittelblocker (4:1). Besonders schön setzte der Finne Florian Krage-Brewitz blockfrei zum 10:7 ein. Nicht ganz sattelfest präsentierten sich die Berliner derweil in der Annahme, während die Überlegenheit in der Mitte weiter deutlich sichtbar war (17:12). Durch King musste die Mannschaft von Headcoach Alexandre Leal bereits das dritte Ass der Gastgeber hinnehmen (20:15). Das tat der anfänglichen Leichtigkeit des BR Volleys Teams aber keinen Abbruch und mit Arthur Wehner im Zuspiel (23:17) wurde zumindest dieser Satz noch souverän beendet (25:19).

Ivanov führte im zweiten Durchgang wieder Regie und in diesem handelten sich die Hauptstädter zügig einen Rückstand ein (3:6). Die Lockerheit war weg und das Spiel des Deutschen Meisters geriet ins Stocken. Die flache Decke wurde Nolan Flexen in der Annahme gleich zweimal zum Verhängnis (5:9) und obwohl den BR Volleys zwischenzeitlich nochmal der Ausgleich gelang (12:12), belohnten sich die Gastgeber für ihre starke Phase. Bundesliga-Topscorer Büchi gelang das nächste Ass gegen Flexen (15:20). Also kam Moritz Reichert in die Partie, aber auch mit dem deutschen Nationalspieler konnte der Rückstand aufgrund einiger (Netz)Fehler nicht mehr aufgeholt werden (16:22, 22:25).

Wie so oft in diesen Wochen stimmte die Berliner Reaktion und mit reihenweise Assen entschieden Ruben Schott & Co den dritten Durchgang wieder klar für sich. Krage-Brewitz servierte zum 8:4, Ivanov ließ eine Serie zum 12:4 folgen, Malescha hatte eines zum 21:9 im Köcher und Schott legte auch noch zwei nach (24:11). Dachau konnte zu dem Zeitpunkt den Ausfall von Besenböck nicht kompensieren und der eingewechselte Kuhns hatte deutliche Probleme in der Annahme (25:11). Doch Kuhns fing sich und die Männer von der Spree verfielen wieder in das Muster aus Satz zwei, verloren die Konsequenz im eigenen Spiel. Punktegarant Büchi stemmte sich stark gegen die Niederlage (9:11, 13:14), dazu hatte Dachau jetzt erneut mehr im Aufschlag zu bieten. Zwei Asse von Olson (14:17) waren nicht genug, der Kanadier servierte auch noch eins zum 22:24 aus Berliner Sicht. Vier Satzbälle wehrten die BR Volleys ab, dann ging der Ball von Reicherts Armen einmal mehr an die Decke (26:28).

Im Tiebreak konnten die Berliner zumindest Schadensbegrenzung betreiben. Knigge gelang ein seltener Block gegen den späteren MVP Büchi (7:6) und Dachau machte wieder Fehler (10:6). Trotz seiner nur 1.83 Meter Körpergröße entfachte der ebenfalls gute Russelmann mit einem Block noch einmal das Feuer in der Halle des Tabellenzwölften (11:10). Doch Krage-Brewitz setzte mit dem Block zum Matchgewinn gegen Suck ein Ausrufezeichen hinter seine persönlich starke Leistung (15:13).

Mit 29 Punkten ging Büchi aus der Partie. 23 gelangen dem auch gut aufgelegten Malescha, während die Berliner äußerst seltene 14 Annahmefehler quittieren mussten. So verpassten Schott & Co den Führungswechsel in der Bundesligatabelle, obwohl Lüneburg mit dem 3:2 gegen Düren die Tür offenließ. Zumindest der Vorsprung auf die Powervolleys konnte somit auf drei Zähler ausgebaut werden.

Stimme zum Spiel
Alexandre Leal: „Wir haben zwar gewonnen, aber das ist nicht das Ergebnis, das wir heute erzielen wollten. Das ist ärgerlich. Wir hatten eigentlich einen guten Start und haben Dachau dann im zweiten Satz ins Spiel kommen lassen. Es war uns nicht möglich, die Kontrolle dauerhaft zu behalten. Dazu waren wir in einigen Elementen einfach nicht gut genug. Das ist 100 Prozent unsere Verantwortung. Daraus müssen wir lernen und weiter hart arbeiten, um solche Phasen abzustellen. Wir brauchen nicht auf die anderen Ergebnisse zu schauen, sondern müssen uns erstmal auf unseren Job konzentrieren. Natürlich Kompliment an Dachau, die das wirklich gut gemacht haben heute.“

BR Volleys Formation
Ruben Schott + Nolan Flexen (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Daniel Malescha (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Arthur Wehner, Moritz Reichert

Bestwerte
Malescha 23 Punkte, 3 Asse | Krage-Brewitz 14 Punkte | Schott 11 Punkte, 3 Asse
>>> Matchreport <<<

Das Spiel im Re-Live:
https://www.dyn.sport/event/ASV_Dachau_BERLIN_RECYCLING_Volleys_99947

Nächste Spiele
08. Feb | 15.00 Uhr | vs. Baden Volleys SSC Karlsruhe (heim)
12. Feb | 20.00 Uhr | vs. Guaguas Las Palmas (auswärts, Champions League)
Tickets: www.br-volleys.de/tickets

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