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Ausgeschieden vor besonderer Volleyballtempel-Kulisse
Nach einer klaren Heimniederlage zum Abschluss der Gruppenphase sind die Berlin Recycling Volleys aus der CEV Champions League 2026 ausgeschieden. Erstmals in der Vereinsgeschichte spielten die Berliner in der Poolphase der Königsklasse vor ausverkauftem Haus, doch gegen ein eindrucksvoll aufspielendes Sir Sicoma Monini Perugia war kein Ankommen. Durch das 0:3 (17:25, 18:25, 20:25) rutschen die Hauptstädter in der Gruppe auf Platz drei und setzen ihre internationale Reise im CEV Cup fort. Dort steigt am 04. März das Viertelfinalhinspiel gegen Gas Sales Bluenergy Piacenza in Berlin (www.br-volleys.de/tickets).
Nach eindrucksvoller Eröffnung, bei der 8.553 Zuschauer den Volleyballtempel in Orange und Weiß tauchten, war alles bereitet für einen besonderen Volleyballabend. Alexandre Leal hielt für die volle Max-Schmeling-Halle eine Überraschung in der Startformation bereit. Simon Plaskie durfte anstelle von Kapitän Ruben Schott starten und erzielte auch den ersten Punkt für die Berliner (1:3). Nach guten Abwehraktionen in der Anfangsphase gelang dem Belgier auch der Ausgleich (4:4), dazu setzte Florian Krage-Brewitz im Angriff ein Ausrufezeichen (8:8). Doppel-Weltmeister Giannelli & Co zeigten sich davon erwartbar unbeeindruckt und bewiesen Weltklasse in der Verwertung ihrer starken Block-Feldabwehr (10:13, 12:16). Auch in der Annahme bekamen die BR Volleys zunehmend Schwierigkeiten (13:19, 15:22) und so sorgte der Pole Semeniuk für den ersten Satzgewinn der auftrumpfenden Gäste (17:25).
Der italienische Tabellenführer ließ nicht nach und den BR Volleys gelang es nicht die nötige Energie zu entfachen. Als der Deutsche Meister auch im zweiten Durchgang deutlich hinten lag (4:9), brachte Leal Ruben Schott und Nolan Flexen in die Partie. Flexen blockte nach überragender Rettung von Kyle Dagostino (7:10), aber die Italiener stoppten Schott per Block nicht weniger spektakulär (8:14). So blieb der Titelverteidiger absolut dominant (10:19), weshalb auch noch Arthur Wehner und Daniel Malescha per Doppelwechsel zeitweise in die Partie kamen. Ein Ass von Krage-Brewitz war ein kurzer Lichtblick (13:20), aber letztlich hatte der Bundesligist wenig zu bestellen (18:25).
Für den dritten Durchgang blieben Schott und Flexen auf der Platte und die ersten drei Berliner Punkte gingen auf das Konto des Amerikaners (3:2). Schotts Block gab der Stimmung einen Schub (8:6), doch drei leichte Angriffsfehler später waren die BR Volleys wieder gehörig unter Druck (10:13). Nach zwei Asses von Jake Hanes lag nochmal etwas in der Luft (13:13), allerdings blieb sein Tipp-Versuch im Netz hängen (16:18) und die Männer in Orange fanden keinen Weg aus ihrer Rotation (16:21). Also zauberte Giannelli noch einmal und so besorgte Plotnytskyi seiner Mannschaft sieben Matchbälle (17:24). Zur Freude des Publikums wehrten die BR Volleys drei davon ab, dann setzte Knigge sein Service ins Aus (20:25). Aufseiten der in allen Elementen überlegenen Italiener wurde Giannelli MVP und Wassim Ben Tara Topscorer (15 Punkte). Als einziger Berliner kam Jake Hanes auf einen zweistelligen Wert (14 Punkte).
In einem dramatischen Match setzte sich Guaguas Las Palmas bei VK Lvi Prag mit 3:2 durch. So zogen die Spanier nach Siegen und Punkten mit den Berlinern gleich, verfügen aber über den besseren Satzquotienten (Las Palmas 12:14 = 0,86, Berlin 10:12 = 0,83) und ziehen in die nächste Runde ein. Als zweitbester Gruppendritter verpassen die BR Volleys auch denkbar knapp den „Bonusplatz“, der noch für die Playoff-Runde gereicht hätte und spielen im CEV Cup weiter. Dort kommt der Gegner ebenfalls aus Italien und heißt Gas Sales Bluenergy Piacenza. Es wartet also der nächste Hochkaräter. Tickets für das Hinspiel sind ab sofort erhältlich.
Stimmen zum Spiel
Simone Giannelli: „Es ist immer schön in dieser Arena in Berlin zu spielen. Es war eine wirklich tolle Kulisse. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde, aber wir haben ein großartiges Match gespielt, in jedem Satz. Wir sind glücklich über das Weiterkommen und den Einzug in die nächste Runde.“
Matthew Knigge: „Perugia hat rund um Qualitätsvolleyball gezeigt. Von der Aufschlaglinie haben sie sechs konstante Spieler, dazu drei super Annahmespieler, die uns zu vollem Risiko im Aufschlag zwingen. Auch ihre Block-Defense zwingt uns, nah an der Perfektion zu spielen, um zu punkten. Wenn die Chancen so klein sind, müssen wir perfekt oder exzellent agieren. Davon waren wir heute weit entfernt. Ihr Level kennen wir weder aus dem Training noch aus Pflichtspielen. Jetzt schauen wir nach vorn auf die Aufgaben in der Bundesliga und im CEV Cup. Das heutige Spiel gab uns einen Eindruck, wo wir unser Spiel hin entwickeln müssen, um gegen solche Gegner bestehen zu können.“
BR Volleys Formation
Moritz Reichert + Simon Plaskie (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Nolan Flexen, Ruben Schott, Daniel Malescha, Arthur Wehner
Bestwerte
Hanes 14 Punkte, 3 Asse | Krage 5 Punkte, 60 % Angriffsquote | Reichert 62 % pos. Annahme
>>> Matchreport <<<
Das Spiel im Re-Live:
https://sporteurope.tv/cev-champions-league-volley-maenner/cl-maenner-berlin-recycling-volleys-vs-sir-sicoma-monini-perugiaa
Nächstes Heimspiel:
22. Feb | 15.00 Uhr | vs. cerebricks Volley Goats Mitteldeutschland
Tickets: www.br-volleys.de/tickets
