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Saisonrekord! BBSC wird vom Volleyballtempel gefeiert
Der BBSC und die BR Volleys haben mit Unterstützung der Berliner Volleyballfans noch einen draufgesetzt: Nachdem vor gut einem Jahr mehr als 3.500 Zuschauer das Damenteam aus der 2. Bundesliga Pro anfeuerten, blieben am Samstagabend sogar 3.845 Gäste in der Max-Schmeling-Halle und bekamen fünf Sätze lang beste Unterhaltung geboten. Die Kulisse bedeutete erneut einen Saisonrekord im weiblichen Bereich der Bundesliga und beflügelte das BBSC-Team zu einer sehr guten Leisung. Dass es vor den Augen von VBL-Geschäftsführerin Kim Oszvald-Renkema trotzdem "nur" 2:3 gegen Eintracht Spontent hieß, schien angesichts der Atmosphäre und Emotionen auf dem Court für den Tabellenletzten verschmerzbar. Einige Stimmen zum Doppelspieltag 2.0.:
Noelani Kleiner, Zuspielerin: "Für uns war es wieder ein unglaublich besonderes Gefühl, in der Max-Schmeling-Halle auf dem Feld zu stehen. Die Atmosphäre in der Halle war einfach beeindruckend und hat uns als Team total getragen. Man hat gemerkt, wie sehr wir uns gegenseitig unterstützen und zusammen auf dem Feld stehen. Für uns war es insgesamt ein richtig schöner und besonderer Volleyballmoment."
Katharina Kummer, Trainerin: „Vor dieser Kulisse und Atmosphäre zu spielen, ist schon einzigartig. Auch unser Start ins Spiel war gut und wir haben uns zeitweise sehr gut verkauft. Die Sätze zwei und fünf sollten uns aber eigentlich nicht aus den Händen gleiten, da hat uns die Cleverness und Abgezocktheit gefehlt. Eigentlich wäre bei diesem Spiel mehr drin gewesen - daher gehen wir mit einem weinenden Auge aus der Halle. [...] Der erste Schritt für uns ist die Möglichkeit dieses Doppelspieltags, mit dem wir hoffentlich Zuschauer und Aufmerksamkeit gewinnen - sowohl in der Halle als auch über unsere Social-Media-Kanäle. Aber natürlich soll es auch darum gehen, dass der weibliche Bereich in Berlin und die Volleyballvereine enger zusammenrücken, sodass wir gemeinsam den Frauensport nach oben bringen können.“
Kaweh Niroomand, BR Volleys Geschäftsführer: "Wir versuchen in unserer Kooperation, den BBSC mit verschiedenen Maßnahmen zu unterstützen. Dieser Doppelspieltag ist eine davon. Der Frauenvolleyball hat es verdient, in Berlin viel sichtbarer zu werden. Ich glaube, der Standort hat auch gute Möglichkeit, wenn man das zum Beispiel auch mit Potsdam zusammen denkt. Es geht darum, die Metropoleregion zusammenzubringen und daraus für die Zukunft eventuell ein wirklich starkes Frauenteam zu bilden. Über die Resonanz für das zweite Spiel an diesem Tag sind wir hocherfreut. Unser Publikum hat ein feines Gespür und es herrschte eine klasse Unterstützung für den BBSC. Die Mannschaft war davon beflügelt und hat dem Publikum auch wirklich etwas geboten."
Annette Klatt, BBSC-Vereinsvorständin: "Für uns ist das ein ungeheuer wichtiger Tag. Wir bedanken uns nochmal recht herzlich bei den BR Volleys, dass sie uns diese Bühne im letzten Jahr und dieses Jahr wieder zur Verfügung stellen. So können wir den Frauenvolleyball auf dieser Plattform präsentieren, um mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Wir haben aktuell eine sehr junge Mannschaft, die in der 2. Bundesliga Pro etwas Lehrgeld zahlen musste, aber unser Ziel ist es schon, als BBSC weiterhin Bundesliga-Volleyball anzubieten. Wir setzen alles dran, das umzusetzen."
„Man braucht mindestens eine Million Euro“: Welche Chancen hat der Frauen-Volleyball in Berlin-Brandenburg noch?
16.03.2026 | Der Tagesspiegel(+)
