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Ein erster Schritt von zwei nötigen

Sa 11.04.2026
Fotos: Pressefoto Gora
Fotos: Pressefoto Gora

In der „best of three“-Serie um den Finaleinzug konnten die Berlin Recycling Volleys am Samstagabend gegen den VfB Friedrichshafen erfolgreich vorlegen. Angeführt von einem aufdrehenden Topscorer Jake Hanes gelang dem Titelverteidiger nach Satzrückstand die Wende und damit ein 3:1-Heimerfolg (29:31, 25:18, 25:23, 25:17). Zum wichtigen Erfolgsfaktor wurde auch die Heimkulisse in der Max-Schmeling-Halle, doch die weiß der VfB am Samstag (18. Apr um 20.00 Uhr) hinter sich. Dann unternehmen die Hauptstädter am Bodensee den Versuch, die Serie zu entscheiden.

Das ewige Duell, welches nach 14 Jahren erstmals wieder in einem Playoff-Halbfinale steigt, wollten 4.329 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle nicht verpassen. Beide Mannschaften konnten sich nahezu in Bestbesetzung gegenüberstehen, einzig der an der Schulter operierte Parker van Buren fehlte den Gästen. Von Fedor Ivanov blockfrei gespielt eröffnete Berlins Topscorer Jake Hanes die Partie (1:0) und legte zügig auch das erste Ass des Spiels mit 132 km/h nach (4:1). Die starke Anfangsphase des Titelverteidigers (11:6) endete, als Cacic an die Aufschlaglinie trat. Der Montenegriner sorgte für Spannung im Auftaktsatz und fortan ging es hin und her (11:10). Hobus verschaffte den Häflern den Ausgleich (14:14) und zwei Blocks von Kunstmann ließen die Mannschaft von Trainer Swaczyna jubeln (14:16). Als Cacic wieder Nolan Flexen in der Annahme kalt erwischte, kam Moritz Reichert ins Match (18:20). Der Nationalspieler servierte und van Huizens Angriff nahm der Schiedsrichter raus (22:22), trotzdem hatte der VfB die ersten zwei Satzbälle (25:25). Auch die Berliner vergaben zwei Gelegenheit, ehe van Huizen das satzentscheidende Ass gehörte (29:31).

Davon angestachelt legten die Gastgeber noch mehr Power in Aufschlag (Reichert) und Angriff (Hanes). Das Spiel war nicht immer schön, aber durchaus spektakulär, zum Beispiel als Reichert die längste Rally des Tages aus dem Hinterfeld beendete (8:5). Dazu liefen Hanes Anwurf und Arm von der Linie (14:8) und dem Amerikaner gelang in dieser Phase nahezu alles (17:10). Die Berliner Erfolgsgaranten blieben bis zum Satzende Reichert (Block zum 21:13) und Hanes (24:17), während sich auf der anderen Seite Kunstmann immer wieder hervortat (25:18). Wie in Satz eins hatte der Friedrichshafener Block in Durchgang drei nun wieder ständig seine Finger im Spiel und so ging es erneut eng zu (6:6). Nach einem Berliner Zwischenspurt (13:9) antworteten die Männer vom Bodensee über van Huizen und Cacic (14:13). Aber der so wichtige Berliner Aufschlagdruck stimmte (20:16, 24:21). Nach einem Challenge-Schlagabtausch mit dem besseren Ende für den VfB und starken Aufschlägen des eingewechselten Kohn wurde es nochmal kritisch. Zum lautstarken Jubel der Heimfans fand Ruben Schott die Blockhände, als es drauf ankam (25:23).  

Reichert meldete sich an diesem Abend als wertvoller Faktor im Spiel zurück und die Stimmung in der Max-Schmeling-Halle kochte, als sich die BR Volleys für ihre guten Abwehrkontakte belohnen konnten (6:4). Unterschiedsspieler blieb in diesem ersten Halbfinale Jake Hanes, der sein Punktekonto im Laufe des vierten Satz noch auf 28 hochschraubte. Dazu unterliefen den Gästen aus Süddeutschland nun wieder mehr Fehler (16:8). Wie zuvor schon gingen die Hauptstädter mit ihrer deutlichen Führung etwas zu leichtfertig um (20:12, 21:16), also kehrte Flexen nochmal auf den Court zurück. Am lautesten wurde es an diesem Abend, als Nehemiah Mote zum Aufschlag eingewechselt wurde und Flexen direkt blockte (23:16). Der Schlusspunkt gehörte Florian Krage-Brewitz ebenfalls per Block (25:17).

Damit hat der Deutsche Meister den Druck nun auf die Schultern des VfB Friedrichshafen abgeladen. Der Pokalfinalist ist gefordert, am Samstag zuhause eine Antwort auf den Berliner Auftritt zu finden. Gelingt das, bliebe den BR Volleys noch eine zweite Chance auf den Halbfinaleinzug – dann wieder im Volleyballtempel.

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Stimmen zum Spiel
Florian Krage-Brewitz: „Mich persönlich hat es frustriert, dass wir mehrere Führungen hergeschenkt haben. Ich wurde deshalb auch ziemlich laut, aber das war vielleicht übertrieben. Trotzdem fangen wir uns weiter zu viele vermeidbare Aufschlagserien, brauchen trotz guter Annahme oft den zweiten Angriff, um die Situation aufzulösen. Doch insgesamt haben wir gut reagiert. Man hat gesehen, wie wichtig Moritz für uns ist. Er hat Energie und Souveränität reingebracht, dazu Verantwortung übernommen. Und Jake ist jetzt wieder voll da und in Playoff-Form.“

Alexandre Leal: „Das erfreulichste war natürlich der Sieg heute, aber es gab viel Gutes. Wir haben auf den Druck nach dem ersten Satz eine passende Antwort gefunden. Wir sprechen immer über Aggressivität. Die hatten wir von Anfang an im Angriff und Aufschlag. Später auch in allen Bereichen. Es war eines unserer besten Saisonspiele in der Abwehr. Dazu hat der Kampfgeist gestimmt und über den entsteht die Verbindung zu den Fans, die heute einfach klasse waren. Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt: Dieser Court muss unser Paradies sein und für den Gegner die sportliche Hölle. Wir haben uns mit dem ersten Sieg in dieser Serie für die gute Trainingswoche belohnt. So bleiben wir dran.“

BR Volleys Formation
Nolan Flexen + Ruben Schott (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Moritz Reichert, Daniel Malescha, Nehemiah Mote

Bestwerte
Hanes 28 Punkte, 6 Asse | Krage-Brewitz 15 Punkte, 2 Blocks, 80 % Angriffsquote | Schott 11 Punkte, 3 Blocks
>>> Matchreport <<<

Das Spiel im Re-Live bei Dyn:
https://www.dyn.sport/watch/BERLIN_RECYCLING_Volleys_VfB_Friedrichshafen_Playoffs_Halbfinale_Spiel_1_101468

Nächste Spiele:
Spiel 2 | 18. Apr | 20.00 Uhr | SPACETECH ARENA
Spiel 3 | 26. Apr | 17.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle

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