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Halbfinale geht ins Entscheidungsspiel
Es fehlte nicht viel, dann hätten sich die BR Volleys am Samstagabend auf direktem Weg das Finalticket im Kampf um die Deutsche Meisterschaft gesichert. Doch stattdessen gaben die Berliner beim VfB Friedrichshafen eine Führung im Tiebreak aus der Hand und unterlagen nie aufsteckenden Gastgebern mit 2:3 (25:16, 22:25, 25:21, 20:25, 12:15). Damit kommt es in der „best of three“-Serie zum Entscheidungsmatch, das am nächsten Sonntag (26. Apr um 17.00 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle steigt. Tickets: www.br-volleys.de/tickets
Nach seinem starken MVP-Auftritt im ersten Halbfinale verdiente sich Moritz Reichert einen Platz in der Startformation und ersetzte in der knackevollen SPACETECH ARENA Nolan Flexen. Ansonsten schickte Headcoach Alexandre Leal sein Team unverändert und auf reichlich Gegenwind am Bodensee eingestellt in dieses zweite Halbfinale. Der Auftaktsatz eines langen Volleyballabends gehörte den BR Volleys. Friedrichshafens Diagonaler Hobus kam nicht gut in die Partie (5:3) und die Berliner konnten sich für ihre gute Block-Abwehr-Arbeit belohnen. Zwei Breaks gingen auf das Konto von Florian Krage-Brewitz und nach einem direkt folgenden Block von Fedor Ivanov zog Heimtrainer Swaczyna seine zweite Auszeit (13:7). Dazu war auch Jake Hanes bestens im Spiel, schlug stark auf und agierte konzentriert im Angriff (17:10, 23:15). Am ersten Durchgang konnte Leal eigentlich nichts beanstanden, nachdem Hanes auch noch einen Block zum Satzgewinn setzte (25:16).
Gegen den starken Berliner Auftaktsatz wirkten die Häfler aber keinesfalls ratlos, gaben nun deutlich mehr Energie in ihr Spiel (3:5). Daran hatte auch der eingewechselte und am Ende ausgiebig gefeierte Marcus Böhme seinen Anteil. Einmal mehr startete Cacic eine kleine Aufschlagserie (7:10) und dazu meldete sich auch Hobus mit einem Ass so richtig im Match an (9:13). Für das BR Volleys Team konnte Hanes die zwischenzeitliche Führung erzielen (18:17), die Schlussphase gehörte aber Friedrichshafen und wurde durch drei Asse von Kohn eingeleitet (20:22). Van Huizen schnappte sich Ivanovs Angriffsversuch (21:24) und ein Berliner Fehler besorgte den Ausgleich (22:25).
Nun war eine Reaktion der Berliner gefordert und die folgte trotz des nächsten Rückstandes (1:3), Hanes war zurück in der Spur und sammelte Punkt um Punkt (11:7). Die Intensität stieg und Friedrichshafen warf alles rein – unter anderem mit einem Kunstmann-Ass (13:12). Doch Hanes war nun nicht zu halten und Matthew Knigge hatte ein besonders wertvolles Ass im Ärmel (20:16). Diesen Vorsprung brachten die Hauptstädter konsequent ins Ziel (25:21). Anschließend waren aber wieder Cacic und Friedrichshafen am Zug (5:6, 7:9). Ruben Schott stemmte sich energisch gegen den Satzausgleich, aber die Häfler gaben den Ton an (13:16). In der Arena und in Hanes brodelte es, der US-Amerikaner sah den gelben Karton (14:18). In der Crunchtime glänzte Reichert in der Abwehr (19:20), aber Friedrichshafen hatte bei voller Intensität die Nasenspitze vorn (19:23). Der Fehler zum Satzausgleich unterlief Matt Knigge – Tiebreak also (20:25).
Das BR Volleys Team fand eigentlich gut in den Entscheidungssatz und spielte diesen zunächst von vorn (3:1, 7:4). Aber einmal mehr waren Cacic Aufschläge zuerst Wirkungstreffer (7:7) und dann quasi spielentscheidend (7:9). Wie im Pokal-Halbfinale wurde der Montenegriner der gefeierte Held, denn nachdem auch Kohn und (8:11) und Peter (10:13) noch Asse schlugen, fand Cacic die Berliner Blockfinger zur Entscheidung (12:15). Der Titelverteidiger verlor das Match am Ende vor allem im Duell Aufschlag-Annahme (4 zu 11 Asse). Bester Scorer war mit Abstand Jake Hanes (25 Punkte).

Stimmen zum Spiel
Moritz Reichert: „Eigentlich kamen wir in einer guten Situation und Verfassung hierher, aber wir konnten es nicht ins Ziel bringen. Wir waren schon im vierten Satz auf einem guten Weg, haben dann Chancen liegengelassen. Im Tiebreak führen wir 7:4, haben die Möglichkeit aufs 8:4 packen nicht zu und das Spiel kippt. Jetzt müssen wir es nehmen, wie es ist, und wieder zurück in unsere Arena. Es wird sich zuhause wieder besser anfühlen, so wie es heute für den VfB war. Ich bin guter Dinge, dass wir es nächste Woche schaffen.“
Kyle Dagostino: „Ich bin enttäuscht. Wir hatten unsere Chancen, aber sie haben es uns schwer gemacht. Sowohl Cacic als auch van Huizen haben zeitweise stark gespielt und wir hatten Probleme sie zu stoppen. Dazu hatte Friedrichshafen den höheren Aufschlagdruck. Über weite Strecken haben wir gut angenommen, aber sie haben eben in Schlüsselmomenten mit dem Aufschlag gepunktet. Wir wissen, um was es jetzt geht, werden durchatmen und uns erholen. Es ist immer besser zuhause zu gewinnen als auswärts. Jetzt muss es eine Teamleistung von allen sein, uns Spielern, den Trainern und unseren Fans. Wir brauchen alle!“
BR Volleys Formation
Moritz Reichert + Ruben Schott (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Nolan Flexen, Daniel Malescha, Nehemiah Mote
Bestwerte
Hanes 25 Punkte | Reichert 11 Punkte | Knigge 2 Asse
Das Spiel im Re-Live bei Dyn:
https://www.dyn.sport/event/VfB_Friedrichshafen_BERLIN_RECYCLING_Volleys_Playoffs_Halbfinale_Spiel_2_101473
Nächstes Spiel:
Spiel 3 | 26. Apr | 17.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle
www.br-volleys.de/tickets
