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Ein „Do or die“-Duell mit großer Tradition
Die Halbfinalserie zwischen den Berlin Recycling Volleys und dem VfB Friedrichshafen steht Spitz auf Knopf. Mehr Spannung geht nicht, wenn die Hauptstädter am Sonntag (26. Apr um 17.00 Uhr, www.br-volleys.de/tickets) das Team vom Bodensee zum Entscheidungsspiel in der Max-Schmeling-Halle empfangen. Das ewige Duell hat dabei eine lange Tradition an „Do or die“-Matches.
Jetzt prickelt es so richtig in den Playoffs 2026! Nachdem die BR Volleys am Samstagabend knapp den Finaleinzug verpassten (2:3), kommt es nun zum Showdown gegen den VfB Friedrichshafen. Die kurze „best of three“-Serie wird im Volleyballtempel entschieden. Eine Situation, die beide Vereine aus vielen denkwürdigen Serien kennen, wobei die BR Volleys in den Playoffs meist den längeren Atem hatten. Zuletzt spitzte sich 2024 ein Finale bis zum Entscheidungsspiel zu. Die Berliner holten einen 0:2-Rückstand in der Serie auf und ließen Friedrichshafen in „Game 5“ vor ihrem euphorischen Publikum mit 3:0 keine Chance mehr.

Final-MVP Timotheé Carle und den BR Volleys gelang 2024 ein großes Comeback.
Ähnlich dramatisch ging es 2022 zu, als die Männer von der Spree erstmals in der VBL-Geschichte nach zwei Niederlagen zum Start ins Playoff-Finale noch zurückkamen und Sergey Grankin & Co abschließend mit 3:1 vor vollem Haus triumphierten. 2019 wurde Moritz Reichert zum Meisterhelden. Friedrichshafen hatte zuhause im Entscheidungsspiel schon eine Hand an der Schale, als Reichert das Ass zum 16:14-Tiebreak-Sieg für die Mannschaft in Orange schlug.
Auch im Jahr zuvor bekam Volleyball-Deutschland das volle Programm im „Duell der Giganten“. Beim 3:0-Auswärtssieg 2018 hallten im Anschluss „PC on fire“-Sprechchöre durch die ZF Arena, denn Paul Carroll war in seinem letzten Spiel für die BR Volleys – mit Stelian Moculescu an der Berliner Seitenlinie – ein Erfolgsgarant. Die einzige „best of three“-Finalserie gab es 2017, weil Berlin im Champions League Final Four stand. Damals musste Friedrichshafen eine 1:3-Heimniederlage im letztmöglichen Spiel der Saison hinnehmen, wobei Ruben Schott den Punkt zum Titel erzielte. Anders war es 2015, dem letzten Jahr, in dem sich die BR Volleys im Meisterkampf geschlagen geben mussten. Die Häfler setzten sich im finalen Schlagabtausch mit 3:1 durch und feierten ihren 13. Meistertitel.

2015 verlor Berlin mit Christian Dünnes zum letzten Mal die Meisterschaft.
„Alles oder nichts“ hieß es zwischen beiden Clubs in den vergangenen Jahren auch des Öfteren im DVV-Pokal. Hier spricht die Bilanz klar für Friedrichshafen. Seitdem die Hauptstädter als Berlin Recycling Volleys antreten, kam es zu sieben Pokalduellen, nur zwei davon gingen an den Rekordmeister. Kurios: Dabei hatten die Berliner kein einziges Heimspiel, man begegnete sich entweder am Bodensee oder auf neutralem Final-Boden. In dieser Spielzeit behauptete sich der VfB kurz vor Weihnachten mit 3:2 im Halbfinale. Einen seltenen Pokalsieg verbuchten die BR Volleys in der Saison 2023/24, als Robert Täht seinen großen Moment im orangen Trikot hatte (3:2). 2021/22 ging es ebenfalls über fünf Sätze – mit dem besseren Ende für Friedrichshafen. Einer der Häfler Pokalhelden damals war Vojin Cacic, der auch in dieser Saison maßgeblichen Anteil an zwei von drei Siegen des Teams in Blau hatte. Einen seltenen Erfolg feierten die BR Volleys 2019/20 mit 3:0 im Viertelfinale. Dem gegenüber stehen drei weitere Niederlagen in den Jahren zuvor, darunter zweimal auf bittere Art und Weise im Finale (2017 1:3 in Mannheim, 2014/15 0:3 in Friedrichshafen und 2014 2:3 in Halle/Westfalen).

2021 - noch gegen Sergey Grankin - und 2025 zählte Vojin Cacic zu den Häfler Pokalhelden.
Aber diese Pokalspiele stiegen stets deutlich früher in der Saison. Nun befindet sich die Spielzeit auf der Zielgeraden und auf dieser fanden die Berliner in der jüngeren Vergangenheit immer einen höheren Gang. Um diesen erneut einzulegen, braucht es die volle Unterstützung des Heimpublikums. Am Sonntag wird es in der Arena garantiert so richtig knistern!
Der Oberrang (Westseite) ist inzwischen geöffnet, außerdem sind zum dritten Halbfinale erstmals Courtside-Plätze unmittelbar am Spielgeschehen erhältlich: www.br-volleys.de/tickets
Playoff-Halbfinale im Modus „best of three”:
Spiel 3 | 26. Apr | 17.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle
