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Nicht auf Comeback-Qualitäten verlassen

Di 05.05.2026
Fotos: Kevin Mattig
Fotos: Kevin Mattig

Runde drei im Playoff-Finale um die Deutsche Meisterschaft 2026! Mit einer 2:0-Führung fahren die Berlin Recycling Volleys am Mittwochabend (06. Mai um 19.00 Uhr) in die erneut ausverkaufte Lüneburger LKH Arena und könnten die „best of five“-Serie mit einem zweiten Auswärtssieg auf direktem Wege entscheiden. Vor dem “Matchballspiel“ herrscht Einigkeit im Berliner Lager, dass man es sich kein zweites Mal auf die eigenen Comeback-Qualitäten verlassen darf.

„Die mentale Situation ist sicherlich sehr unterschiedlich“, stellt Markus Steuerwald vor dem dritten Finale um die Deutsche Meisterschaft wenig überraschend fest und führt weiter aus: „Wir führen 2:0 und schweben ein bisschen auf der Welle. Lüneburg ist 0:2 hinten und fragt sich vielleicht, wie sie das Spiel in Berlin eigentlich verloren haben. Das hätte natürlich auch ganz anders ausgehen können, weil Lüneburg in jedem Satz am Drücker war.“ Nach gutem Start der Gäste lagen die Niedersachsen auch in den Durchgängen zwei, drei und vier aussichtsreich vorn, doch den BR Volleys gelangen umjubelte Comebacks. Die Erfolgsfaktoren dabei hießen Glaube, Fans und Jake Hanes. Der US-Amerikaner ist in den Finals in absoluter Topform, spielt ebenso konstant wie spektakulär. Doch alle Berliner konnten zuhause bestätigen, dass sie zum Saisonhöhepunkt voll auf der Höhe sind.

Die Männer in Orange wissen aber auch: In Lüneburg wird wieder ein anderer Wind wehen. Trotz ausgeschöpftem Gästekontingent wird die Halle gegen den Titelverteidiger sein und nicht wie am Samstag zu dessen Gunsten zum Zünglein an der Waage werden können. Das ist dem 37-jährigen Steuerwald ebenfalls bewusst: „Dass man in drei Sätzen von hinten kommt und diese noch dreht, ist nicht alltäglich und geht in der Form wahrscheinlich auch nicht zweimal gut. Das muss uns klar sein. Das hat Kraft gekostet. Für uns ist deshalb wichtig, dass wir besser starten und nicht in Rückstände geraten. Wenn wir von Anfang an Druck machen und die Annahme ein bisschen brechen können, muss Lüneburg liefern. Sätze von vorn zu spielen ist immer leichter als von hinten.“

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In der Theorie ist das leicht gesagt, die Umsetzung aber eine echte Challenge. Schließlich hat sich der Pokalsieger, angeführt von Außenangreifer Gruvaeus, gegenüber dem ersten Duell in Lüneburg deutlich gesteigert. „Sie haben sehr gut angenommen, auch wirklich starke Aufschläge von uns nicht nur im Spiel gehalten, sondern qualitativ verarbeitet. Was ihrem Zuspieler Välimaa, der es schon die ganze Saison über gut macht, das Spiel öffnet“, hat Steuerwald registriert. Trotzdem gelang es den Berlinern, mit Byam und Champlin zwei wichtige Angreifer der „LüneHünen“ zu kontrollieren. Nun darf man auf die Anpassungen von Stefan Hübner gespannt sein. Setzt der „Trainer des Jahres“ auf Byam oder doch wieder den jungen Enlund? Mit Kunstmann scheint eine starke Alternative im Mittelblock außen vor zu sein. Auf Außen-Annahme fehlen Hübner hingegen Alternativen zu seinen zwei Top-Spielern. „Für uns ist die Herausforderung, dass wir auch mit der 2:0-Führung im Rücken konzentriert bleiben und weiter gut arbeiten. Nur weil wir zweimal gewonnen haben, bedeutet das nicht, dass uns jetzt irgendwas geschenkt wird. Wir brauchen das richtige Mindset. Das Kämpferische ist ganz wichtig“, denkt Steuerwald weiter Schritt für Schritt und rechnet mit einer SVG, die sich mit allem, was sie hat, gegen das Saisonende stemmen wird: „Sie wollen zuhause sicherlich nicht die Meisterschaft verlieren. Deshalb sind wir auf einen harten Kampf vorbereitet. Die Situation ist für Lüneburg jetzt nicht super einfach und trotzdem gehe ich davon aus, dass sie sehr gut eingestellt auf den Court kommen und alles reinwerfen werden.“

Die BR Volleys, die in ihrem 15. Playoff-Finale in Serie stehen, wollen nach dem zehnten Titel in Folge greifen. Gelingt das am Mittwochabend auswärts nicht, kommt der Rekordmeister am Samstag (09. Mai um 18.00 Uhr) zurück in seine Max-Schmeling-Halle und würde dann mit der vollen Wucht des Volleyballtempels den nächsten Anlauf nehmen. Das ging in den letzten vier Jahren immer gut, doch darauf wollen sich Kapitän Ruben Schott & Co keinesfalls verlassen. Auswärts stemmten die Berliner die Schale zuletzt 2021 in die Höhe – während der Pandemie vor Geisterkulisse am Bodensee. Wo auch immer dieses Jahr die Entscheidung in der Finalserie fällt, der Rahmen wird ein würdiger sein.

Streaming
Die Playoffs 2026 werden auf der Plattform Dyn übertragen. Aktueller Special Deal: 1 Monat Dyn für nur 15 € statt 19,50 € sichern und kein Match im Saisonfinale verpassen: www.dyn.sport

Public Viewing
Der Fanclub „7. Mann“ organisiert im Café Meta (Am Falkplatz 1, neben der Max-Schmeling-Halle) ein Public Viewing. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Das Playoff-Finale 2026:
Finale 1 | 3:1 für BR Volleys
Finale 2 | 3:1 für BR Volleys
Finale 3 | 06. Mai | 19.00 Uhr | LKH Arena
Finale 4 | 09. Mai | 18.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Finale 5 | 13. Mai | 19.00 Uhr | LKH Arena

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