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Moculescu-Effekt und Lüneburg-Respekt: Weitere Hintergründe zur Titelverteidigung

Mo 11.05.2026
Fotos: Anton Höfel, Uwe Koch
Fotos: Anton Höfel, Uwe Koch

Noch ist die Feierlaune bei den Berlin Recycling Volleys nicht verflogen. Am Mittwoch wird der alte und neue Deutsche Meister vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner im Roten Rathaus empfangen. Erst danach trennen sich die Wege des BR Volleys Teams 2025/26 und es warten Sommerpause oder Pflichten mit der Nationalmannschaft. Beim Abschied von den Fans am Samstag ließ Kaweh Niroomand noch mit dem ein oder anderen Detail zum Titelgewinn aufhorchen – unter anderem mit der Rolle von Stelian Moculescu.  

„Ich habe ihn vor dem Start der Playoffs angerufen und um Hilfe gebeten“, sorgte Kaweh Niroomand bei den Gästen auf der Saisonabschlussfeier für viele erstaunte Gesichter. „Ihn“, damit meinte der BR Volleys Geschäftsführer niemand Geringeren als Trainer-Legende Stelian Moculescu. „Stelian kam ab Ende März, als die Mannschaft wieder vollständige Trainingswochen absolvieren konnte, mehrfach nach Berlin. Er hat den Spielern neue Impulse gegeben und Reize gesetzt. So eine Persönlichkeit hat Wirkung auf unsere erfahrenen Jungs wie Moritz Reichert, die ihn gut kennen. Aber auch für unbekümmerte Spieler wie Nolan Flexen gab das ganz neuen Input. Damit hatte Stelian einen wertvollen Anteil an der deutlichen Leistungssteigerung in den Playoffs.“ 2018 übernahm Moculescu die Berliner während der Saison und führte sie in einem Herzschlagfinale gegen den VfB Friedrichshafen zum Titel. Jetzt leistete der 76-Jährige also noch einmal einen Beitrag zur “Meisterlichen Dekade“ des Hauptstadtclubs. „Uns in dieser Situation so zu helfen, das verdient ein ganz großes Dankeschön“, sendete Niroomand Grüße zur Trainer-Koryphäe in den Süden.

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Moculescu war zwar nicht sichtbar, gab Markus Steuerwald aber auch aus der Ferne Tipps und Hilfestellungen. Sogar während der Matches bestand Austausch. Dies war ein Bestandteil, um die Lücken im Trainerteam zu schließen. Die andere Komponente war die Mannschaft selbst: Für jeden sichtbar fungierte Nehemiah Mote in den Finals nicht nur als “Teamdaddy“, sondern gewissermaßen als Assistenztrainer. Mit dem Tablet in der Hand ging der Australier bei jeder Gelegenheit mit seinen Positionskollegen Matthew Knigge und Florian Krage-Brewitz in den Austausch. Jelle Bosma führte während Finale drei handschriftlich Buch zum Angriffsverhalten der Lüneburger und gab die “Spickzettel“ an Krage-Brewitz weiter. Arthur Wehner achtete auf Fedor Ivanovs Blockverhalten und Daniel Malescha auf die Anpassungen, welche die SVG gegen den kaum zu stoppenden Jake Hanes versuchte vorzunehmen. Diese Liste ließe sich fortsetzen.

So steht schließlich ein absoluter Mannschaftserfolg zu Buche, obwohl speziell im Finale die Stammformation nahezu durchspielte. Nicht unerwähnt bleiben soll auch der sehr würdige Rahmen, den die SVG Lüneburg bei der Meisterehrung bot. „Das war echter Sportsgeist und Respekt, den das Lüneburger Publikum uns entgegengebracht hat. Das haben wir bei früheren Meisterschaften auswärts in anderen Hallen auch schon ganz anders erlebt. Die Zuschauer in der LKH Arena waren äußerst fair und haben beiden Mannschaften applaudiert. Das verdient einen Extra-Applaus zurück“, bedankte sich Niroomand abschließend auf der Bühne im VIP-Raum bei dem sportlichen Rivalen aus Niedersachsen. 

Im Anschluss übernahmen Maximilian Treiter und Arthur Wehner noch das Mikrofon, um bei der jährlichen Trikotversteigerung fantastische 17.500 € für die Nachwuchsarbeit einzusammeln. Für allein 3.500 Euro ging das letzte BR Volleys Jersey von Nehemiah Mote über den Tresen. Mehr als ein Duzend Fans wurden außerdem bei der Verlosung der Auswärtstrikots glücklich gemacht.

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