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Gegen die größte von vielen Wundertüten
Zweimal reisen die BR Volleys im Endspurt der Hauptrunde vor den Playoffs noch nach Bayern. Im Kampf um die Tabellenspitze sind die Berliner am Samstagabend (07. Mrz um 18.00 Uhr) beim TSV Haching München gefordert, während die SVG Lüneburg bei der FT 1844 Freiburg antritt. Dass in der Volleyball Bundesliga in nahezu allen Tabellenregionen noch Hochspannung herrscht, daran haben auch die Hachinger ihre Aktien, die als Zehnter immer wieder für eine Überraschung gut sind.
Nach dem ernüchternden Europokalabend sind die BR Volleys am Wochenende gefordert, in der Bundesliga in der Spur zu bleiben. Dem Heimspiel gegen Gas Sales Bluenergy (ITA) im Viertelfinalhinspiel des CEV Cups (0:3) konnte man wenig Positives abgewinnen und entsprechend ist eine Reaktion der Mannschaft um Kapitän Ruben Schott notwendig. „Wir müssen als Kollektiv wieder deutlich mehr Kampfgeist und Willen zeigen, um Spiele zu gewinnen. Das ist die Grundvoraussetzung und dabei erstmal egal, wie der Gegner heißt“, macht Co-Trainer Markus Steuerwald deutlich. Der nächste Kontrahent wartet jetzt in der Geothermie Arena im Vorort von München.
Auch in Haching wurde im Laufe der Saison ein Trainerwechsel vollzogen. Mircea Dudas zog sich im Einvernehmen mit dem Verein von der Position des Headcoaches zurück. Es folgte eine interne Lösung um Mihai Paduretu und eine faustdicke Überraschung. Für wenige Tage stieg Stelian Moculescu in das Team mit ein, stand mit Rat und Tat zur Seite. Doch der Berliner Meistertrainer von 2018 beließ es bei einem Kurzeinsatz für fünf Tage, an dessen Ende es eine knappe 2:3-Niederlage gegen die cerebricks Volley Goats Mitteldeutschland setzte. Die Volleyball-Legende schien trotzdem etwas bewirkt zu haben. Im Anschluss punktete der Tabellenzehnte auch gegen die WWK Volleys Herrsching (2:3) und landete zwei 3:0-Auswärtssiege an einem Wochenende bei den Energiequelle Netzhoppers KW und dem VC Olympia Berlin. Nicht nur beim Erfolg in Königs Wusterhausen hatten die Bayern eine echte Leistungsspitze. Ähnlich sind sie zum Beispiel auch schon gegen die Helios Grizzlys Giesen (3:1) oder bei der SVG Lüneburg (2:3) aufgetreten.
„An guten Tagen kann diese Mannschaft sehr ordentlich Volleyball spielen. Sie ärgern immer wieder favorisierte Teams“, stellt Steuerwald fest. Besonders ins Auge sticht dabei die Qualität im Mittelblock. Der Tscheche Jakub Klajmon und der Finne Alexej Zhbankov sind Eckpfeiler der Hachinger, deshalb warnt Steuerwald: „Da haben sie echt Klasse und Power. Wenn die Jungs, dem Spiel ihren Stempel aufdrücken können, wird es gefährlich.“ Mit reichlich Aufschlagdruck und Übersicht im Angriff wollen die Berliner deren Einfluss geringhalten. Der Deutsche Meister reist ohne Maximilian Treiter in den Süden. Anders als Nolan Flexen hat der Youngster seine Krankheit noch nicht überstanden. „Wir sind erstmal froh, dass sich der Virus in der Mannschaft bisher nicht weiter ausgeweitet hat und Nolan ins Training zurückkehren konnte“, so Steuerwald. Auch mit Unterstützung des US-Amerikaners wollen die BR Volleys national in der Spur bleiben.
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