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BR Volleys “klauen“ erstes Spiel aus Lüneburg
In der „best of five“-Serie um die Deutsche Meisterschaft 2026 ging der erste Sieg am Mittwochabend an die Berlin Recycling Volleys. Der Titelverteidiger erwischte einen Start nach Maß in die Playoff-Endspiele und setzte sich mit 3:1 (25:20, 25:19, 18:25, 25:21) gegen die SVG Lüneburg durch. Mit diesem Rückenwind schlagen die Hauptstädter um Topscorer Jake Hanes am Samstag (02. Mai um 18.00 Uhr, www.br-volleys.de/tickets) vor ihren Fans in der Max-Schmeling-Halle zu Spiel zwei auf.
Zum Start in dieses Playoff-Finale hatte Markus Steuerwald nach dem rund um überzeugenden Auftritt gegen den VfB Friedrichshafen in Halbfinale drei keinen Grund für personelle Veränderungen. Während die Berliner nahezu in voller Stärke aufschlagen konnten, fehlten auf Lüneburger Seite Wechseloptionen im Außenangriff. Jesse Elser (privat) und Axel Juul Larsen (Hand) konnten nicht mitwirken und begrenzten Stefan Hübners Optionen. Der Titelverteidiger knüpfte nahtlos an seinen letzten Auftritt an und spielte ein erstes Sideout aus dem Lehrbuch, dazu traf Jakes Hanes seinen ersten Aufschlag des Abends und so setzte man eine Duftmarke (3:1). Beide Diagonalspieler, auch der Gegenüber Axel Enlund erwischten einen ordentlichen Start (11:10). Fedor Ivanov brachte Matthew Knigge gut in die Partie und dem an diesem Abend sehr auffälligen Ex-Lüneburger gehörte auch das erste Ass der Partie (17:13). Die besonderen Momente verbuchten im ersten Satz allesamt die BR Volleys, zum Beispiel als Florian Krage-Brewitz den Ball zum 20:16 „eindonnerte“. Aufgrund der erneut herausragenden Annahmeleistung konnte Ivanov Hanes noch schonen, der lediglich drei Pässe bekam. Nach einem Aufschlagfehler ging Satz eins nach Berlin (25:20).
Knigge war auch im nächsten Durchgang direkt wieder in Aufschlag sowie Abwehr zur Stelle und begeisterte damit die Gästefans um den Fanclub „7. Mann“. Die Lüneburger hatten bis dahin wenig im Aufschlag zu bieten, dann gelang Howe zumindest das erste Ass (4:4). In der Folge wurde Jake Hanes zum wichtigen Faktor. Erst war der US-Amerikaner im Angriff nicht zu halten (9:7), dann saß auch der Aufschlag beim späteren Topscorer der Partie. Zwei Asse in Folge in der besten Berliner Phase, dazu ein Block von Krage-Brewitz gegen Howe und plötzlich stand es 18:10. Für ein wenig frischen Wind konnte auf Lüneburger Seite Diagonalspieler Byam sorgen, aber das kam in diesem Satz zu spät (21:15). Weil Moritz Reichert die wichtigen Bälle durchbrachte und Hanes insgesamt zehn Punkte in dem Durchgang verbuchte, ließen sich die Hauptstädter die 2:0-Satzführung nicht nehmen (25:19).
Mit Byam auf der Platte und mehr Aufschlagdruck vonseiten der Hausherren nahm das Finale nun Fahrt auf. Auf einen seltenen Fehler reagierte Hanes mit zwei starken Aufschlägen (4:2), dann gelang der SVG mit Young an der Linie die Wende (7:9). Das BR Volleys Team musste noch härter für seine Punkte arbeiten und die langen Rallys zugunsten der Gastgeber heizten die Stimmung in der ausverkauften Arena an (13:16). Nun war das Momentum beim Pokalsieger, dem vieles gelang (18:22) und mit zwei Assen beendete Byam den Satz (18:25). Zunächst nahm der CEV Cup-Finalist den Schwung mit in Satz vier (6:8), doch dann fand der Rekordmeister die an diesem Abend nötige Antwort. Der Block zum Ausgleich ging auf das Konto von Krage-Brewitz (9:9), anschließend ließ Hanes die Halle zweimal verstummen (11:10, 15:13). Als MVP Krage-Brewitz noch zweimal punktete und Reichert das Ass nachlegte, war der erste Sieg in dieser Finalserie nah (20:16). Das letzte Aufbäumen der Lüneburger an diesem Abend wehrten Schott & Co ab und nach einem Angriffsfehler von Howe war der erste Finalsieg dieser Serie unter Dach und Fach (25:21).
Die Serie wird am Samstag im Volleyballtempel fortgesetzt und das BR Volleys Team hat vor heimischem Publikum die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Zwei Oberrangseiten sind schon geöffnet und der nächste Playoff-Festtag steht ins Haus.

Stimmen zum Spiel
Markus Steuerwald: „Wir sind mit einem klaren Plan ins Spiel gegangen und haben mit guten Aufschlägen begonnen. So konnten wir die ersten zwei Sätze von vorn spielen, was für so ein Finale natürlich sehr wertvoll ist. Dann kam Lüneburg mit Byam besser ins Match und Stefan hat auch rotiert. Dadurch ging es deutlich enger zu. Dass es kein deutliches 3:0 in dieser Serie geben wird, war klar. Es ist wichtig, dass wir auch gute Aktionen des Gegners akzeptieren und nicht in eine Negativspirale geraten. Das haben wir im vierten Satz sehr gut gemacht.“
Kaweh Niroomand: „Die Mannschaft hat ans Halbfinale angeknüpft. Fairerweise muss man sagen, dass wir mit dem Aufschlag viel besser ins Spiel gekommen sind. Lüneburg hat sich da sehr schwer getan. Als das Spiel anfing zu kippen, haben Kleinigkeiten im vierten Satz den Unterschied gemacht. Als wir da mit drei Punkten in Führung gegangen sind, hatte ich ein gutes Gefühl. Aber ich habe in all den Jahren ein paar Playoff-Serien erlebt und wenn es ein Gesetz gibt: Das nächste Spiel ist das wichtigste. Niemand braucht weiterdenken.“
BR Volleys Formation
Moritz Reichert + Ruben Schott (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Arthur Wehner
Bestwerte
Hanes 26 Punkte, 4 Asse | Krage-Brewitz 10 Punkte, 3 Blocks | Knigge 9 Punkte, 83 % Angriff, 2 Blocks, 2 Asse
>>> Matchreport <<<
Das Spiel im Re-Live bei Dyn
https://www.dyn.sport/event/SVG_L%C3%BCneburg_BERLIN_RECYCLING_Volleys_Playoffs_Finale_Spiel_1_101856
Das Playoff-Finale 2026:
Finale 1 | 3:1 für BR Volleys
Finale 2 | 02. Mai | 18.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Finale 3 | 06. Mai | 19.00 Uhr | LKH Arena
Finale 4 | 09. Mai | 18.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Finale 5 | 13. Mai | 19.00 Uhr | LKH Arena
