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Weltliga: Drei Neue für Argentinien

Do 29.05.2014

Am Wochenende ist die Nationalmannschaft von Bundestrainer Vital Heynen im Rahmen der FIVB World League zu Gast beim derzeit Tabellenletzten Argentinien. Der Gastgeber verlor am ersten Spieltag gegen Frankreich mit 2:3 und 0:3. Heynen wird im Vergleich zu den Duellen gegen Japan gleich drei Veränderungen im DVV-Kader vornehmen.


2014-05-29

Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Japan reisen die DVV-Männer nun nach Argentinien.
Foto: Conny Kurth / DVV


Argentinien steht gleich zu Beginn der Amtszeit von Trainer-Guru Julio Velasco mächtig Druck: Der bekannteste Coach des Landes wurde erst in diesem Jahr in einem Kraftakt und mit Einschaltung der Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner aus dem Iran losgeeist und soll den Weltranglisten-7. noch weiter nach vorne (Top 3) führen. Dabei sind die zwei Niederlagen gegen Frankreich zum Auftakt sicherlich ein Schlag vor den Bug, zumal mit der deutschen Mannschaft nun der „Angstgegner“ der vergangenen Jahre anrückt: Die letzten neun Partien gingen allesamt an die DVV-Männer!

Mit drei Veränderungen im 12-er Kader reist die deutsche Auswahl um Bundestrainer Vital Heynen am 28. Mai nach Argentinien, um dort in Salta (31. Mai um 1.00 & 1. Juni um 3.00, beides live bei SPORT1+) die zwei Begegnungen zu bestreiten: Denis Kaliberda (Wegiel/POL), Jaromir Zachrich (SWD-Powervolleys Düren) und Marvin Prolingheuer (TV Ingersoll Bühl) rücken anstelle von Ferdinand Tille (Generali Haching), Tim Broshog (Maaseik/BEL) und Jochen Schöps (Rzeszow/POL) in den Kader.

Heynen hatte schon vor der World League angekündigt, die „Rotations-Maschine“ anzuwerfen, um allen Akteuren Spielanteile zu geben und sie unter Wettkampfbedingungen zu sehen. Zachrich und Prolingheuer könnten ihr Debüt in der Nationalmannschaft geben, Kaliberda war beim erfolgreichen Auftakt-Wochenende in Bamberg nicht dabei, weil er sich nach einer Wadenverletzung erst wieder im Aufbau befindet. Schöps macht die Reise aus privaten Gründen nicht mit, Broshog ist im Prüfungsstress, und Tille wechselt sich mit Markus Steuerwald (Paris/FRA) auf der Libero-Position ab.

Eine andere Personalie scheint sich auch zum Guten zu wenden: Zuspieler Lukas Kampa (Radom/POL) hatte im zweiten Japan-Spiel einen Ball auf den linken Daumen bekommen, war nach kurzer Behandlung aber zurück aufs Spielfeld gekehrt. Nun gab Kampa Teil-Entwarnung: „Es ist nichts gebrochen oder gerissen. Allerdings ist der Daumen ziemlich unbeweglich und schmerzhaft.“ Nicht gerade optimal für einen Zuspieler. Trotzallem bleibt der Bundestrainer ganz entspannt: „Mein Ziel war, so lange wie möglich in der World League vorne mitzuspielen, dafür waren die Siege in Bamberg natürlich ein guter Start. Mal gucken, ob wir Argentinien mit unserer neuen Mannschaft ein wenig überraschen können.“

Der deutsche 12-er Kader für Argentinien
Zuspieler:
Lukas Kampa (Radom/POL), Sebastian Kühner (BR Volleys)
Diagonalspieler:
Simon Hirsch (Generali Haching), Marvin Prolingheuer (TV Ingersoll Bühl)
Außenangreifer:
Christian Fromm (Citta di Castello/ITA), Björn Höhne (TV Ingersoll Bühl), Denis Kaliberda (Wegiel/POL)
Mittelblocker:
Philipp Collin (Tours/FRA), Michael Andrei (St-Nazaire/FRA), Jaromir Zachrich (SWD-Powervolleys Düren)
Libero:
Markus Steuerwald (Paris/FRA)

Die aktuelle Tabelle
1. GER - 5 Punkte - 6:2-Sätze - 2 Spiele
2. FRA - 5 Punkte - 6:2-Sätze - 2 Spiele
3. JPN - 1 Punkt - 2:6-Sätze - 2 Spiele
4. ARG - 1 Punkt - 2:6-Sätze - 2 Spiele

Der aktuellen Termine
31.05./01.06.: ARG – GER in Salta um 1.00 & 3.00

Quelle: DVV

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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