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"Urban Volley Court" geht nach Neukölln

Mi 04.06.2014

Im Rahmen der Kampagne „Berlin spielt Volleyball“ konnten sich Berliner Vereine und Sozialprojekte um den „Urban Volley Court“, eine weltweit einzigartige Volleyballanlage, bewerben. Nun steht der Gewinner fest: Die „Weiße Siedlung Dammweg“ setzte sich gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durch und darf ihren Kiez in Neukölln während der Sommermonate sportlich bereichern.


2014-06-04

Die Weltpremiere des "Urban Volley Court" fand am 6. April 2014 auf dem Vorplatz der Max-Schmeling-Halle statt.
Foto: Eckhard Herfet


„Der erste Aufschlag ist uns mit der feierlichen Eröffnung bestens gelungen. Jetzt wollen wir den Court mit weiteren Events in die Hauptstadt bringen“, freute sich BR Volleys Manager Kaweh Niroomand schon bei der Weltpremiere des „Urban Volley Court“ am 6. April auf dem Falkplatz vor der Max-Schmeling-Halle. Nachdem der Court Ende des Monats auf der YOU, der Leitmesse für Jugendkultur, vom 27. bis 29. Juni präsentiert und bespielt wird, darf sich ab dem 5. Juli ein Kiez im Berliner Stadtteil Neukölln für zwei Monate über die neuartige Sportanlage freuen.

Auf den Aufruf der Stiftung SPI – Drehscheibe für Kinder- und Jugendpolitik in Berlin – im Rahmen der Initiative „Meinen Kiez verändern“ meldeten sich mehr als 30 Interessenten. Am Ende erhielten die Bewerber der „Weißen Siedlung Dammweg“ den Zuschlag. „Es ist klasse, dass der Court in der Weißen Siedlung aufgestellt wird. Der Standort ist ideal, denn hier wohnen überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien, die darauf brennen, mitzuspielen“, freut sich Cindy Gill vom örtlichen Quartiermanagement über die Entscheidung.

Unter Berücksichtigung diverser Kriterien, wie dem Engagement der Bewerber, dem sozialen Umfeld sowie der Standortsicherheit wählte eine Jury bei entsprechender Gewichtung der Stimmenanzahl eines Online-Votings den glücklichen Gewinner aus. Die fachkundige Jury setzte sich aus Andreas Statzkowski (Staatssekretär für Inneres und Sport), Hanno Thielmann (Geschäftsführer Berlin Recycling GmbH), Jeanne Grabner (Stiftung SPI) und Frank Bachmann (BR Volleys) zusammen. „Mit der Weißen Siedlung gewinnt ein Kiez den Urban Volley Court, der mit 670 Stimmen die breiteste Unterstützung vorweisen konnte und dem ich dieses phantastische Sporterlebnis von Herzen gönne“, begründete Hanno Thielmann die Jury-Entscheidung und fährt fort: „Ich bin mir sicher, dass das große Interesse der beste Nährboden für unser zartes Pflänzchen Volleyballbegeisterung ist, und hoffe auf eine reiche Ernte.“

Die „Weiße Siedlung Dammweg“ darf sich nun also ab dem 5. Juli auf die wohl spektakulärste Volleyball-Attraktion der Hauptstadt freuen, die an diesem Tag mit einem feierlichen Festakt, einem Turnier sowie verschiedenen Mitmach-Aktionen für Groß und Klein dem Kiez übergeben wird.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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