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Weltliga: Achtbar geschlagen

Sa 21.06.2014

Die DVV-Männer haben im neunten Spiel der diesjährigen World League ihre fünfte Niederlage kassiert und nun auch faktisch keine Chance mehr, die Finalrunde in Sydney/AUS zu erreichen: In der Berliner Max-Schmeling-Halle unterlag das von Verletzungen gebeutelte Team vor 1.100 Zuschauern Argentinien 0:3 (24-26, 23-25, 20-25).


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DVV-Männer schlagen sich trotz großer Verletzungssorgen achtbar gegen Argentinien in der Weltliga.
Foto: Conny Kurth/DVV


Ohne die verletzten Außenangreifer Denis Kaliberda (Bauch) und Christian Fromm (Rücken) sowie den ebenfalls angeschlagenen Diagonalspieler Simon Hirsch (Knie) musste Bundestrainer Vital Heynen sein Team ungewollt stark verändern. Vor allem Fromm - nach acht Spieltagen punktbester Akteur der Gruppen C, D und E - und dessen Durchschlagskraft wurde vermisst. Dennoch zeigte die deutsche Mannschaft eine gute Leistung, machte viel Druck im Aufschlag (drei Asse im ersten Satz) und sorgte auch in der Block-Abwehr für einige gute Aktionen. Lediglich der Angriff war zunächst nicht durchschlagskräftig genug, deshalb holten sich die Argentinier knapp den ersten Satz. Auch der zweite Satz ging knapp an die Gäste, dies war jedoch aus deutscher Sicht völlig unnötig: Denn eine 19:13-Führung konnte nicht ins Ziel gebracht werden, weil in dieser Phase die Annahme und der Angriff schwächelten. Diese Vorlage nutzten die Südamerikaner und sicherten sich auch den dritten Satz.

Argentinien zog damit nach Punkten mit Tabellenführer Frankreich (ein Spiel weniger) gleich, die deutsche Mannschaft liegt mit zehn Zählern zehn Punkte hinter den beiden Tabellenführern. Punktbeste Spieler in Berlin waren Tom Strohbach (11), Dirk Westphal und Michael Andrei (8) für Deutschland sowie Facundo Conte (18) für Argentinien. Am 21. Juni (18.00 Uhr) treffen beide Teams ein zweites Mal aufeinander.


Stimmen zum Spiel

Vital Heynen: „Wir mussten heute mit einer ungewöhnlichen Mannschaft spielen. Die Spieler mussten Aufgaben lösen, die sie sonst nicht zu lösen haben. Mit so vielen Ausfällen hat man eigentlich keine Chance, dennoch hätten wir den zweiten Satz gewinnen müssen.“

Ferdinand Tille: „Wir haben die ersten beiden Sätze ganz ordentlich gespielt. Im zweiten Satz haben wir nach zwei, drei Annahmefehlern den Kopf verloren. Und nach dem Verlust des zweiten Satzes war die Luft raus.“

Die aktuelle Tabelle
1. FRA - 20 Punkte - 22:6-Sätze - 8 Spiele
2. ARG - 20 Punkte - 22:11-Sätze - 9 Spiele
3. GER - 10 Punkte - 13:20-Sätze - 9 Spiele
4. JPN - 1 Punkt - 4:24-Sätze - 8 Spiele

Quelle: DVV

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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