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BR Volleys gehen als Zweiter in die Playoffs

Sa 21.03.2026
Fotos: Pressefoto Gora
Fotos: Pressefoto Gora

Mit einem 3:1-Auswärtssieg (25:16, 25:18, 22:25, 25:23) bei den WWK Volleys Herrsching konnten die BR Volleys am Samstagabend die Hauptrunde erfolgreich beenden. Es war der 23. Bundesligasieg in Serie für den Deutschen Meister, der damit auf Rang zwei in die Playoffs geht, denn Lüneburg konnte mit einem 3:1-Erfolg in Karlsruhe die Nase vorn behalten. Im Playoff-Viertelfinale dürfen sich die Berlin-Brandenburger Volleyballfans nun auf das Derby gegen die Energiequelle Netzhoppers KW freuen, welches am Samstag (28. Mrz um 18.00 Uhr, www.br-volleys.de/tickets) in der Max-Schmeling-Halle startet.

In der bestens gefüllten Nikolaushalle wollten die Berliner früh klarmachen, dass sie ihre Hausaufgaben im Kampf um die Tabellenspitze erledigen. Der erste von insgesamt elf Blocks gelang Matthew Knigge im Eins-gegen-Eins mit Bryan (4:3) und nach energischem Beginn der Hauptstädter zog Heimtrainer Thomas Ranner die frühe Auszeit (8:5). In Abwesenheit von Moritz Reichert war wieder Nolan Flexen gefordert und der junge US-Amerikaner machte einmal mehr ein gutes Spiel. Die Aufschlagserie zum 15:9 ging auf das Konto der Berliner Nummer Neun. Flexen und seine Teamkollegen waren auch in der Abwehr zur Stelle, arrangierten sich gut mit der niedrigen Decke und waren ganz klar spielbestimmend (23:15). Nach einem Herrschinger Aufschlagfehler war der erste Satz klar entschieden (25:16). Jake Hanes war im Auftaktsatz noch verhältnismäßig unauffällig, setzte aber sein Service zum 2:0 auf die Linie, dazu gelang Knigge der erste Block in Satz zwei (5:5). Auf Herrschinger Seite stemmte sich neben dem diskussionsfreudigen Kaliberda vor allem der gute Diagonalangreifer Uhl gegen die Niederlage und hielt seine Mannschaft in diesem Spielabschnitt (8:5, 17:15). Allerdings wurden die Berliner im Block zeitweise noch dominanter. Ruben Schott gehörte die satzentscheidende Aufschlagserie und vorn vernagelten Fedor Ivanov, Florian Krage-Brewitz und Nolan Flexen das Feld (23:15, 25:18).

Die folgende 10-minütige Satzpause veränderte wie so oft die Dynamik des Spiels. Den euphorischen Start der Hausherren in den dritten Durchgang stoppte Krage-Brewitz zunächst – natürlich ein weiteres Mal per Block. Dazu setzte Ivanov den Nationalspieler über Kopf wunderschön in Szene (4:3). Durch eine Berliner Flaute im Aufschlag blieben die Bayern diesmal lange im Satz. Neben dem im Angriff weiter sehr guten Flexen hatte Krage-Brewitz die nächste starke Phase. Der Nationalspieler schlug gefährlich auf (14:12), Griff mit Nachdruck an (20:19) und blockte auch noch krachend (21:19). Doch Herrsching kam dank Kaliberda zurück (22:23) und zwei Angriffsfehler von Ruben Schott verlängerten das Match (22:25). Die Bayern waren nun deutlich mutiger und witterten ihre Chance, während die BR Volleys fehlerbehafteter spielten (1:6). Weiterhin hatte Flexen große Aktien, dass die Hauptstädter Schritt hielten (9:9, 14:14, 17:17). Hanes musste zwar einen seltenen Block von Uhl hinnehmen, konnte aber auch wieder ein Ass liefern (18:17). Fehler des ehemaligen SCC JUNIORS Wiesner verhalfen den BR Volleys entschieden (22:18). So konnte Hanes seinem Team zwei Matchbälle sichern (24:22) und Matthew Knigge den letzten Berliner Punkt der Hauptrunde erzielen (25:23).

Mit 25 Siegen in 28 Spielen und 74 Punkten schließen MVP Krage-Brewitz & Co die Hauptrunde gleichauf mit der SVG Lüneburg ab, die aber einen Sieg mehr verbuchen konnte und somit Spitzenreiter bleibt. Viel fehlte nicht, dass Herrsching durch einen Punktgewinn noch an den Netzhoppers vorbeigezogen wäre. So aber heißt es im Playoff-Viertelfinale Berlin gegen Brandenburg, BR Volleys gegen Netzhoppers. Die „best of three“-Derbyserie beginnt am nächsten Samstag im Volleyballtempel und wird am Karfreitag in Königs Wusterhausen fortgesetzt.

Stimmen zum Spiel
Alexandre Leal: „Ich bin glücklich über den Sieg und wie wir im vierten Satz nach dem schlechten Start zurückgekommen sind. Wir haben ein paar Dinge aus dem Training wirklich gut ins Spiel übertragen. Nach der Pause ist unser Level klar runtergegangen. Das darf so nicht passieren. In Summe können wir eine starke Siegesserie in der Rückrunde vorweisen. Mir ist wichtig zu betonen, dass wir das trotz Verletzungen und Rückschlägen in den europäischen Wettbewerben geschafft haben. Wir haben als Mannschaft gegen einige Widerstände angekämpft. Das haben die Jungs super gemacht! Jetzt wartet quasi ein neuer Wettbewerb. Alles geht bei Null los und wir müssen uns Siege neu erarbeiten.“

Ruben Schott: „Im Großen und Ganzen bin ich heute zufrieden. Wir sind extrem gut in die Partie reingekommen und haben dominiert. Der dritte Satz war mehr auf Augenhöhe und es darf uns am Ende nicht passieren, dass wir gegen Float-Aufschläge nicht aus der Rotation kommen. Wir haben uns im vierten Satz trotz höherem Herrschinger Aufschlagdruck gut zurückgekämpft. Wir wussten schon länger, dass es wohl der zweite Platz wird. Wir haben den Saisonstart massiv verpennt, daher ist dieser Rang in Ordnung und auch verdient. Am Ende musst du das letzte Spiel der Saison gewinnen, wenn du Deutscher Meister werden willst. Und das ist ab sofort unser einziges Ziel.“

BR Volleys Formation
Ruben Schott + Nolan Flexen (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Arthur Wehner, Daniel Malescha

Bestwerte
Flexen 17 Punkte, 4 Blocks, 2 Asse | Hanes 13 Punkte, 2 Asse | Krage-Brewitz 11 Punkte, 4 Blocks
>>> Matchreport <<<

Abschlusstabelle
https://www.volleyball-bundesliga.de/cms/home/1_bundesliga_maenner/statistik/tabelle/tabelle_hauptrunde.xhtml

Das Spiel im Re-Live bei Dyn:
https://www.dyn.sport/event/WWK_Volleys_Herrsching_BERLIN_RECYCLING_Volleys_101013

Nächstes Heimspiel:
28. März | 18.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle | vs. Energiequelle Netzhoppers KW
Tickets auf www.br-volleys.de/ticketshop

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