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BR Volleys verabschieden sich achtbar aus dem Europapokal

Mi 11.03.2026
Fotos: CEV/Piacenza
Fotos: CEV/Piacenza

Die internationale Saison 2025/26 ist für das BR Volleys Team am Mittwochabend in Italien zu Ende gegangen. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Hinspiel war Gas Sales Bluenergy Piacenza für den Deutschen Meister letztendlich erneut zu stark. Zum zweiten Mal mussten sich die Berliner mit 0:3 (21:25, 27:29, 18:25) geschlagen geben und scheiden somit im Viertelfinale des CEV Cups aus. Trotzdem konnte man auch Positives aus Norditalien mitnehmen.

Ohne Moritz Reichert (Außenbandriss) und Florian Krage-Brewitz (krank) legten die BR Volleys im mäßig gefüllten PalaBanca einen vielversprechenden Start hin. Das lag vor allem an Nolan Flexen, der gemeinsam mit Simon Plaskie, Matthew Knigge, Benjamin Kirsch, Fedor Ivanov, Daniel Malescha und Libero Kyle Dagostino starten durfte. Immer wieder fand der sprungstarke US-Amerikaner gute Angriffslösungen und brachte seine Mannschaft mit 5:1 und 13:9 in Führung. Doch die zu Beginn noch fehlerhaften Gastgeber wurden immer stärker und als Flexen zweimal nicht erfolgreich um den Block spielte, stand es auch schon Unentschieden (13:13). Also wurde nun Daniel Malescha an der anderen Antenne gebraucht und hielt die Berliner noch im Satz (19:19). In der Folge agierten die Italiener jedoch konsequenter aus ihrer besseren Block-Feldabwehr, setzten sich ab (19:21, 20:23) und nutzten sofort ihre erste Möglichkeit auf den Satzgewinn (21:25).

Das ernüchternde Satzende steckten die BR Volleys gut weg und blieben auch im zweiten Durchgang mutig. Als Plaskie auf 6:1 stellte, griff Heimtrainer Boninfante erneut zur frühen Auszeit. Das erste und einzige Berliner Ass ging auf das Konto von Knigge (8:3) und der Mittelblocker verbuchte ebenso den ersten Block für seine Mannschaft (14:8). Bei 16:10 zog Boninfante wieder eine Auszeit und diese zeigte Wirkung. Mit seinen Aufschlägen brachte der Türke Mandiraci seine Farben heran (16:15). Auch per Doppelwechsel mit Arthur Wehner und Jake Hanes konnte man sich nicht wirklich aus der Drucksituation befreien, stattdessen unterlief Flexen ein weiterer Annahmefehler (18:19). Bis in die Satzverlängerung blieben die Berliner diesmal auf Augenhöhe, weil Plaskie das wichtige Break bei Satzball gegen sich gelang (24:24). In Folge eines Ivanov-Blocks hatten die BR Volleys drei Gelegenheiten auf den Satzgewinn, doch Bovolenta machte die Träume schließlich mit zwei starken Aufschlägen zunichte (27:29).

Damit waren die Berliner endgültig ausgeschieden. Während aufseiten der Italiener einige Wechsel vorgenommen wurden, veränderte Leal seine Formation zunächst nicht und das Team verkaufte sich weiter ordentlich, wenngleich die Sorgen in der Annahme größer wurden (5:8). Der Brasilianer mit deutschen Wurzeln, Lukas Bergmann, platzierte ein Ass (13:8) und der eingewechselte Zuspiel-Routinier Travica ebenfalls (14:21). So durften Maximilian Treiter und Wehner bis zum Matchende noch Europapokalluft schnuppern, bis Seddik per Schnellangriff die zweite 0:3-Niederlage gegen die über beide Spiele überlegenen Italiener besiegelte.

Die mitgereisten Berliner Fans des „7. Mann“ sahen in Malescha mit 13 Punkten den erfolgreichsten Berliner im letzten Europapokalspiel der Saison. Die deutschen Farben bleiben aber durch die SVG Lüneburg weiterhin im CEV Cup vertreten. Die Niedersachsen stehen nach zwei 3:1-Siegen gegen Alterna SPVB Poitiers im Halbfinale und spielen um den Finaleinzug. Ein solcher hätte auch Einfluss auf die Playoffs in der Volleyball Bundesliga. Schaffen es die Lüneburger ins Endspiel, wird das Playoff-Halbfinale auf eine „best of three“-Serie verkürzt. Auf diese letzte Saisonphase und die dort wartenden Aufgaben richten die BR Volleys nun ihren kompletten Fokus.

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Stimme zum Spiel
Kyle Dagostino: „Wir wussten nach unserer ersten Performance, dass es hier wieder sehr, sehr schwer werden würde. Aber wir hatten unsere Momente und Chancen. Piacenza blieb trotz unserer Steigerung etwas besser, wie man es an den Satzergebnissen zu 21 und zu 27 sehen kann. Wir haben uns bemüht, aber es am Ende nicht geschafft. So kann man vielleicht unsere gesamte internationale Saison zusammenfassen. Wir haben viel versucht, aber aus den Möglichkeiten, die wir hatten, zu wenig gemacht. Das müssen wir jetzt akzeptieren und nach vorn auf die Bundesliga schauen.“

BR Volleys Formation
Nolan Flexen + Simon Plaskie (AA), Matthew Knigge + Benjamin Kirsch (MB), Fedor Ivanov (Z), Daniel Malescha (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Jake Hanes, Arthur Wehner, Ruben Schott, Maximilian Treiter

Bestwerte
Malescha 13 Punkte | Plaskie 9 Punkte, 5 Breakpunkte | Knigge 1 Ass, 1 Block
>>> Matchreport <<<

Nächste Heimspiele:
14. Mrz | 17.30 Uhr | vs. Energiequelle Netzhoppers KW (Doppelspieltag mit BBSC vs. Eintracht Spontent)
28. Mrz | 18.00 Uhr | Playoff-Auftakt (Gegner im Viertelfinale noch offen)
Tickets: www.br-volleys.de/tickets

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