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Klubweltmeister deutlich zu stark

Mi 21.01.2026
Fotos: CEV
Fotos: CEV

Am dritten Spieltag der CEV Champions League Volley 2026 Gruppenphase ließ Titelverteidiger Sir Sicoma Monini Perugia die Muskeln spielen. Deutlich in drei Sätzen (13:25, 23:25, 14:25) mussten sich die BR Volleys beim Klubweltmeister geschlagen geben. Zumindest der zweite Durchgang zeigte, dass die Berliner nicht chancenlos sind, wenn sie am 18. Feb die Italiener zum Rückspiel in der Max-Schmeling-Halle empfangen. Für dieses Match ist inzwischen der komplette Oberrang geöffnet. Doch zuvor muss in der Königsklasse gegen VK Lvi Prag am Dienstag (27. Jan um 19.30 Uhr) unbedingt wieder gepunktet werden (www.br-volleys.de/tickets).

In Abwesenheit von Kyle Dagostino (Augenverletzung) setzte Headcoach Alexandre Leal auf den erfahrenen Ruben Schott als Libero. Dafür rutschte Nolan Flexen als Außenangreifer in die Startformation. Nach zwei starken Punkten von Matthew Knigge (2:1) drehte Perugia in Person von Plotnytskyi, wie zu befürchten war, von der Aufschlaglinie sofort auf. Der Ukrainer setzte Flexen in der Annahme stark unter Druck (2:6). Bei 4:10 musste Florian Krage-Brewitz schon den zweiten Block gegen sich hinnehmen und Semeniuk ließ den Rückstand per Ass weiter anwachsen (5:13). In der Folge stabilisierten die BR Volleys ihr eigenes Spiel zumindest zeitweise, doch es boten sich kaum Breakchancen gegen die extrem abgeklärten Italiener (12:21). Mit dem Argentinier Sole am Aufschlag war Satz eins schnell beendet (13:25).

Ohne irgendeinen Zugriff im Block agierten die Berliner im ersten Durchgang, erzielten nur zwei Breaks und mussten eine 87%-Angriffsquote der Hausherren verdauen. Doch es wurde besser. Jake Hanes kam allmählich im Spiel an und der Deutsche Meister konnte Paroli bieten (4:4). Allerdings hielt mit Ben Tara der nächste Topstar zwei Asse für die Heimfans bereit (5:7). Erneut wurde Krage-Brewitz im Angriff vor eine schwierige Aufgabe gestellt (11:15), aber nachdem Flexen verkürzte (16:18), revanchierte sich der deutsche Nationalspieler per Block (17:18). Berlins Nummer 12 hatte in der Crunchtime auch noch ein Ass im Köcher (21:22). Der Klubweltmeister wackelte ein wenig (23:24), doch Diagonalangreifer Ben Tara war schlicht zu dominant. Doppelweltmeister Gianelli setzte Satz zwei höchstpersönlich ein Ende (23:25). Im dritten Satz wurde es früh schwer für Schott & Co (2:8) und Leal entschied sich, mit Blick auf die kommenden Aufgaben gegen Lüneburg und Prag, die Belastung zu verteilen. Also durften Daniel Malescha, Simon Plaskie und Maximilian Treiter noch Champions-League-Luft schnuppern. In der Block-Abwehr fand man aber auch in dieser Formation keinen Zugriff auf das variable Spiel der Italiener, dazu schlugen Plotnytskyi und seine Teamkollegen weiter klasse auf (5:12, 7:16). Ein Lichtblick war Flexen im Angriff (12:21). Mit Überzeugung und seinem dritten Ass verwandelte Plotnytskyi den ersten Matchball (14:25).

Mit 82 % Angriffsquote und 18 Punkten war MVP Ben Tara für die BR Volleys nicht zu halten. Flexen sammelte als bester Berliner neun Punkte. Durch den Sieg springt Perugia mit acht Punkten an die Spitze der Gruppe C, während der deutsche Rekordmeister (5 Pkt.) nächste Woche in der Max-Schmeling-Halle gefordert ist, seinen zweiten Platz gegen Prag zu verteidigen. Die Tschechen spielen am Donnerstagabend noch bei Guaguas Las Palmas.

Damit haben beide deutschen CL-Vertreter in dieser Woche vor dem nationalen Gipfeltreffen die Grenzen aufgezeigt bekommen. Der Tabellenführer aus Lüneburg war daheim gegen Aluron CMC Warta Zawiercie mit 0:3 unterlegen. Es wird spannend sein, welche Mannschaft ihre Pleite besser verdaut hat, wenn am Samstag in der LKH Arena das Spitzenspiel ansteht.

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Stimmen zum Spiel
Ruben Schott: „Es war das erwartet schwere Spiel gegen das beste Team der Welt. Der ein oder andere war deshalb etwas nervös, was völlig nachvollziehbar ist. Insgesamt konnten wir die Annahme halbwegs beisammenhalten. Aber es ist physisch schon ein anderes Niveau, deshalb hatten wir Probleme zu scoren. Im zweiten Satz hat man gesehen, was möglich ist, wenn wir die Annahme wirklich dauerhaft kontrollieren können. Für ein paar Breaks sind wir auch gegen einen solchen Gegner gut. Im dritten Satz sind wir dann ehrlicherweise wieder eingebrochen. Diese Weltklassemannschaft spielt einfach konstant ein sehr, sehr, sehr krasses Level.“

Nolan Flexen: „Für mich war es trotz der Niederlage eine besondere Erfahrung. Seit ich Volleyball spiele, schaue ich dieser Mannschaft zu und möchte das Level erreichen, auf dem dieses Team spielt. Wir hatten einen richtig schweren Start, aber konnten im zweiten Satz ein wenig zurückschlagen. Es zeigt uns, dass wir mit einer perfekten Leistung an sie herankommen können. Jetzt geht es direkt weiter. Mit Lüneburg und Prag warten schon wieder ganz wichtige Aufgaben.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert + Nolan Flexen (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Jake Hanes (D) und Ruben Schott (L) | Eingewechselt: Arthur Wehner, Simon Plaskie, Daniel Malescha, Maximilian Treiter

Bestwerte
Flexen 9 Punkte | Hanes 8 Punkte | Knigge 7 Punkte, 2 Asse
>>> Matchreport <<<

Das Spiel im Re-Live:
https://sporteurope.tv/cev-champions-league-volley-maenner/cl-maenner-sir-sicoma-monini-perugia-vs-berlin-recycling-volleys-1

Nächste Spiele:
24. Jan | 19.00 Uhr | LKH Arena | vs. SVG Lüneburg
27. Jan | 19.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle | vs. VK Lvi Prag (Champions League)
31. Jan | 18.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle | vs. FT 1844 Freiburg
Mit dem JANUARWUMMS sind Tickets ab 10 Euro erhältlich: www.br-volleys.de/tickets

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