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Gipfeltreffen in der LKH Arena
Kommt noch einmal echte Spannung an der Spitze der Volleyball Bundesliga auf? Diese Frage steht über der Begegnung zwischen der SVG Lüneburg und den Berlin Recycling Volleys am Samstagabend (24. Jan um 19.00 Uhr). Der Pokalfinalist und Tabellenführer empfängt den Titelverteidiger und Zweiten, der mit drei Punkten Rückstand in die Hansestadt reist. Das brisante Duell ist live bei www.dyn.sport zu sehen.
Beide deutschen Champions-League-Vertreter bekamen vor dem direkten Kräftemessen unter der Woche in der Königsklasse von den Finalisten des Vorjahres die Grenzen aufgezeigt. Mit 0:3 (19:25, 21:25, 22:25) musste sich die SVG Lüneburg zuhause Aluron CMC Warta Zawiercie (POL) beugen. Noch deutlicher wurde es für die BR Volleys beim 0:3 (13:25, 23:25, 14:25) gegen Sir Sicoma Monini Perugia (ITA). „Wir haben unter schwierigen personellen Voraussetzungen bei der besten Mannschaft der Welt gespielt. Im zweiten Satz konnte unser Team zumindest andeuten, was wir unter anderen Umständen an Gegenwehr leisten können. Im Rückspiel sieht das hoffentlich etwas anders aus“, hakt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand den Auftritt in Italien ab und richtet den Blick nach vorn: „Wir müssen schauen, dass wir in Lüneburg halbwegs ausgeruht antreten und an die Form der letzten Bundesligaspiele anschließen. Es geht weiter darum, Stück für Stück unser Potenzial auszuschöpfen.“
Die BR Volleys haben seit dem 12. November 13 Spiele in der Liga gewonnen und dabei lediglich einen Punkt abgegeben. Damals machte das 0:3 gegen die SVG den Fehlstart perfekt und schickte die Berliner in den Tabellenkeller. Seitdem haben sich Ruben Schott & Co kontinuierlich nach oben gearbeitet und inzwischen Rang zwei erklommen. Die Lüneburger zeigten sich zuletzt national ein wenig angreifbar, benötigen sowohl zuhause gegen den TSV Haching München als auch bei den Energiequelle Netzhoppers KW fünf Sätze und gaben somit zwei Punkte ab. Damit beträgt der Vorsprung der Niedersachsen noch drei Zähler, allerdings hat das Team um Kapitän Jesse Elser erst eine einzige Partie verloren (0:3 in Düren). Weil nach den Punkten zunächst die Anzahl der Siege zählt, kann es am Samstag auch im Berliner Erfolgsfall nicht zu einem Führungswechsel kommen. Trotzdem wollen die BR Volleys alles daransetzen, Druck auf den Spitzenreiter aufzubauen. Niroomand möchte das Duell aber nicht überbewerten: „Natürlich ist das ein wichtiges Match für beide und es wird die Richtung vorgeben. Aber es ist auch nur ein Hauptrundenspiel und führt noch keine Entscheidung herbei.“
Dass die SVG von der Tabellenspitze grüßt, hat für Niroomand logische Gründe: „Die Lüneburger sind die Mannschaft, die in dieser Saison am konstantesten spielt. Deshalb stehen sie zurecht dort oben. Neben Düren haben sie sich am schnellsten gefunden, wirkten früh harmonisch. Das haben sie Friedrichshafen, Giesen und uns voraus.“ Die letzten, kleinen Schwächen sind für den BR Volleys Manager auch erklärbar: „Wenn ihr Trainer Stefan Hübner punktuelle Wechsel vorgenommen hat, ging die Souveränität teilweise verloren.“ In ihrer Bestbesetzung sind Ethan Champlin, Daniel Gruvaeus, Zuspieler Santeri Välimaa und Jackson Howe echte Leistungsträger. Ebenso konnten sich Libero Sho Takahashi und Diagonalangreifer Christopher Byam sofort in der VBL zurechtfinden. Mit Axel Enlund verfügt das vor der Saison nahezu komplett neu zusammengestellte Team über eine junge, gefährliche Alternative zu Byam.
Auf mehr Alternativen hofft auch Alexandre Leal. Zumindest reisen Nehemiah Mote und Kyle Dagostino mit gen Westen, hinter ihrer Einsatzfähigkeit stehen aber Fragezeichen. In Perugia sprang Ruben Schott auf der Libero-Position ein, womit im Außenangriff eine Option wegfiel. Wenngleich die Hauptstädter aktuell nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, wollen sie für ein echtes Topspiel sorgen. 2:3 in den CL-Playoffs, 2:3 in der Bundesliga und 3:1 im Meisterschaftsfinale (aus Berliner Sicht) lauteten die letzten Ergebnisse zwischen beiden Klubs in der LKH Arena und waren an Intensität kaum zu überbieten. Einiges spricht dafür, dass das Gipfeltreffen erneut Ähnliches bietet.
Streaming
Alle Spiele der Volleyball Bundesliga werden auf der Plattform Dyn übertragen: www.dyn.sport
JANUARWUMMS
Für die Heimspiele im Januar gegen Prag (27. Jan) und Freiburg (31. Jan) besteht ein Ticketsonderangebot. Mit dem JANUARWUMMS sind Karten in der günstigsten Kategorie für nur 10 Euro erhältlich: www.br-volleys.de/tickets
