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Gegen reichlich Widerstand ins Finale

Bei der fünften Auflage des Ligacups stehen die Berlin Recycling Volleys zum fünften Mal im Endspiel und haben am Sonntag (18. Okt. um 18.00 Uhr) die Möglichkeit, ihre makellose Bilanz bei der Saisoneröffnung der Volleyball Bundesliga weiter auszubauen. Gegen den VfB Friedrichshafen drehte der Titelverteidiger einen Satzrückstand in einen verdienten 3:1-Sieg (24:26, 25:16, 25:21, 26:24). Topscorer Nolan Flexen und sein Team müssen noch auf den Finalgegner warten, der im letzten Spiel des Tages zwischen der SVG Lüneburg und den Helios Grizzlys Giesen ermittelt wird.
Gegenüber dem 3:0-Erfolg am Vortag gegen die Energiequelle Netzhoppers KW nahm Andrea Anastasi zwei Änderungen vor. Gemeinsam mit Florian Krage-Brewitz rückte Neuzugang Alexandru Rata in die Startformation des Deutschen Meisters. Der Rumäne war auch sofort zweimal im Angriff erfolgreich und besorgte seiner Mannschaft einen vielversprechenden Start (3:1). Anders als noch am Freitag mussten die BR Volleys diesmal nicht bis Satz drei auf den ersten Aufschlagpunkt warten. Der gelang Tom Koops zum 7:4 und wenig später führten die Berliner gar mit 11:7. Doch Flowerday brachte das Momentum auf die Seite des VfB. Zwei Asse des Amerikaners drehten das Geschehen (15:16) und das Berliner Angriffsspiel stockte nun. Insgesamt hatte Friedrichshafen mehr Aufschlagdruck, was Gomez mit einem weiteren Ass unterstrich (20:22). Und beim zweiten Satzball stach wieder Flowerday von der Linie zu (24:26).
Die Reaktion der Männer in Orange ließ nicht lange auf sich warten, denn nun erzielten die Berliner mit ihrem Aufschlag die erhoffte Wirkung. Erst war es Nolan Flexen von der Linie (8:2), dann servierte Krage-Brewitz zwei Asse (12:4). Satz zwei war damit vorentschieden, wenngleich Friedrichshafen noch einmal verkürzen konnte (15:6, 19:13). Der Spielfreude des Deutschen Meisters verliehen Tuaniga und Kunstmann Ausdruck und so blieb der Durchgang eine klare Angelegenheit (25:16). Anders Satz drei, in dem sich die Dauerrivalen wenig schenkten. Nach einigen Führungswechseln wurde Tom Koops wieder zum Berliner Erfolgsfaktor. Mit seinem dritten Ass leitete der starke Niederländer, der bereits tags zuvor Topscorer seiner Mannschaft war, die wichtige Serie ein (20:16). Die Berliner legten durch die Bank eine Schippe drauf und verdienten sich die 2:1-Satzführung (25:21).

Längst waren die Hauptstädter auch im Block eine Wucht. Das stellten Krage-Brewitz im Eins-gegen-eins mit Wilson (2:0) und wenig später auch Koops (7:2) unter Beweis. Nun schraubte auch Rata seine Quote nach oben, aber als das Match vorentschieden schien, kam Friedrichshafen stark zurück (14:9, 19:19). So spitzte sich das Geschehen vor gut gefüllten Rängen in der Sparkassen-Arena noch einmal zu, bis die letzten zwei Punkte auf Ratas Konto gingen. Per Angriff und Block bescherte der Diagonalangreifer dem Titelverteidiger den Finaleinzug (26:24). Am Ende verbuchte der 26-Jährige gute 16 Punkte, nur Nolan Flexen war mit 17 noch besser.
Stimmen zum Spiel
Ruben Schott: „Der erste Satz war wie unsere gesamte Saisonvorbereitung. Sideout stabil, Aufschlagdruck zu gering. Ab Satz zwei war das viel besser und dadurch fiel uns alles sichtbar leichter. Wir haben dann auch aus der Transition vieles gut aufgelöst. Alle Neuen fügen sich wirklich super ein. Heute hat zum Beispiel Tom das klasse gemacht. Man sieht, dass er ein sehr kompletter Spieler ist. Aber es war insgesamt eine schöne Teamleistung und deshalb ein verdienter Sieg.“
Florian Krage-Brewitz: „Friedrichshafen war wenig überraschend wieder ein starker Gegner. Wir sind ein bisschen zu entspannt gestartet und es hat sich eine gefährliche Ruhe eingeschlichen. Wenn man dann, wie im ersten Satz, den Aufschlag nicht trifft, wird es schwierig. Ab Satz zwei sah das anders aus und wir konnten vieles von vorn spielen. Ich würde Alexandru heute ein Sonderlob machen. Er hat gezeigt, was er dem Team geben kann, und hatte zum Schluss seinen ganz wichtigen Moment. Jetzt bin ich gespannt auf das Finale. Ich würde es Giesen mal gönnen, spiele aber auch immer gern gegen Lüneburg, um deren neue Spieler früh kennenzulernen.“
BR Volleys Formation
Nolan Flexen + Tom Koops (AA), Louis Kunstmann + Florian Krage-Brewitz (MB), Joshua Tuaniga (Z), Alexandru Rata (D) und Erik Shoji (L) | Eingewechselt: Ruben Schott, Arthur Wehner, Nicolas Zerba

Bestwerte
Flexen 17 Punkte, 68 % Angriffsquote | Rata 16 Punkte, 2 Blocks | Koops 13 Punkte, 4 Asse | Krage-Brewitz 11 Punkte, 89 % Angriffsquote | Shoji 73 % perfekte Annahme
>>> Matchreport <<<
Das Spiel im Re-Live bei Dyn:
https://www.dyn.sport/event/BERLIN_RECYCLING_Volleys_VfB_Friedrichshafen_105699
Nächste Spiele:
Ligacup Finale | 18. Oktober | 18.00 Uhr | Sparkassen-Arena
BR Volleys vs. FT 1844 Freiburg | 21. Oktober | 19.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle (Bundesliga)
www.br-volleys.de/tickets






