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Jahresabschluss im bayerischen Hexenkessel

Fr 18.12.2015

Seit dem Saisonbeginn vor acht Wochen standen 15 Punkspiele im Terminkalender der BR Volleys, nun aber nähert sich das Mammutprogramm für dieses Jahr der Ziellinie. Nach dem glatten 3:0-Erfolg im Champions-League-Rückspiel bei Marek Union-Ivkoni Dupnitsa reisen die Berliner heute aus Bulgarien direkt nach Bayern, wo Kapitän Robert Kromm & Co am Samstagabend (19. Dezember um 19.00 Uhr) im letzten Spiel des Jahres 2015 beim TSV Herrsching gastieren.


2015-12-18

Foto: Eckhard Herfet


„Wir möchten das Jahr 2015 möglichst mit einem Sieg beenden und unsere Serie fortsetzen“, hofft Trainer Roberto Serniotti auf einen erfolgreichen Jahresabschluss. Der BR Volleys Coach betont: „Sollten wir auch in Herrsching gewinnen, können wir mit der ersten Saisonphase sehr zufrieden sein.“ Nach acht Spieltagen sind die Hauptstädter in der Bundesliga nicht nur als einziges Team ungeschlagen, sondern bislang sogar ohne Punktverlust. Dank dieser Bilanz stehen die Berliner aktuell mit sechs Zählern Vorsprung gegenüber dem Titelverteidiger VfB Friedrichshafen und den United Volleys RheinMain unangefochten an der Tabellenspitze.

Auch in Herrsching will man kurz vor dem Jahreswechsel keine Federn lassen, allerdings stellt das Gastspiel beim selbsternannten „Geilsten Club der Welt“ nach den Belastungen der letzten Wochen in mehrfacher Hinsicht eine große Herausforderung dar. Nachdem schon im Anschluss an die zwei kräftezehrenden Duelle gegen die United Volleys lediglich ein Tag zur Regeneration blieb, geht es für das Hauptstadtteam heute ohne Zwischenstopp von Dupnitsa an den Ammersee. „Das ist für die Vorbereitung natürlich nicht optimal“, sagt auch Serniotti und fügt hinzu: „Nach dem Duell am Samstag hat sich die Mannschaft eine Pause absolut verdient.“

Neben dem engen Spielplan und den Reisestrapazen rechnen die Berliner am Samstag zudem mit einem gefährlichen Gegner. In den bisherigen zwei Begegnungen mit dem TSV Herrsching in dieser Saison wurden Serniottis Schützlinge ihrer Favoritenrolle zwar gerecht, siegten sowohl in der Bundesliga als auch im Pokal jeweils souverän mit 3:0, nachdem die kampfstarken Bayern in den letzten Wochen aber gleich mehrfach für Aufsehen sorgten, hütet man sich beim Hauptstadtclub davor, das Bundesliga-Rückspiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Im November gelang dem TSV-Team um die Nationalspieler Ferdinand Tille, Patrick Steuerwald und Daniel Malescha mit einem 3:0-Heimsieg gegen den damaligen Tabellenführer RheinMain eine faustdicke Überraschung. Und erst vor einer Woche unterlag man beim VfB Friedrichshafen zwar mit 0:3, stellte sich den Hausherren in der ZF-Arena aber zwei Durchgänge lang selbstbewusst und entgegen und brachte den Deutschen Meister an den Rande mindestens eines Satzverlustes (25:27 und 23:25).

„Die Duelle in der Max-Schmeling-Halle sind uns verhältnismäßig leicht gefallen, doch in Herrsching erwarte ich ein anderes Match“, blickt Coach Serniotti voraus. Nicht zuletzt auch aufgrund der Atmosphäre in der Nikolaushalle, die sich bei jedem Heimspiel in einen echten Hexenkessel verwandelt: „Die Spieler haben mir schon gesagt, dass es in der kleinen, stimmungsgeladenen Halle wesentlich schwieriger wird. Die United Volleys durften das bei ihrer 0:3 Niederlage bereits schmerzlich erfahren“, meint der Berliner Cheftrainer. Für ihn ist klar: „Wir müssen das Match genauso konzentriert wie die letzten Spiele angehen. Dann stehen unsere Chancen gut, dass wir das Jahr erfolgreich abschließen können.“

lmt

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