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Das Momentum aus der Hand gegeben

So 05.05.2019
Die BR Volleys verloren am Sonntagnachmittag auch das zweite Auswärtsspiel der Playoff-Finalserie gegen den VfB Friedrichshafen. Vor 3.000 Zuschauern in der ZF Arena unterlag man dem Pokalsieger mit 1:3 (29:31, 21:25, 25:13, 19:25) und verpasste dabei die Gelegenheit, das Momentum nach dem Heimsieg in der eigenen Hand zu behalten. Nun müssen die Berliner am Mittwoch vor ihrem Publikum im Volleyballtempel ein Matchball-Spiel für Friedrichshafen abwehren.


2019-05-05

Foto: Günter Kram


Kyle Russell rückte nach seinem starken Auftritt im Heimspiel in die Startformation von Trainer Cedric Enard und fügte sich neben Samuel Tuia, Moritz Reichert, Sergey Grankin, Jeffrey Jendryk, Georg Klein und Nicolas Rossard hervorragend ein.

Weil das BR Volleys Team konzentriert begann, entwickelte sich ein ausgeglichener Auftaktsatz (5:5). Russell erschmetterte den ersten Zwei-Punkte-Vorsprung für die Gäste (7:5) und auch in der Folgezeit ließ man kaum Breakpunkte des VfB zu (15:13). Mit einem Block von Klein und dem nötigen Fortune setzten sich die Berliner weiter ab (22:16), doch dann riss plötzlich der Spielfaden und Friedrichshafen kratzte in dieser Phase nahezu alle Bälle vom Parkett (24:24). Das Match wog hin und her, aber der VfB hatte dank Takvam und dessen Block das bessere Ende für sich (29:31).

Nun waren die Gastgeber oben auf und setzten die Berliner mächtig unter Druck (3:7). Cedric Enard wechselte durch, setzte auf Sebastian Kühner, Linus Weber und Adam White (8:15). Um nach dem Fehlstart in den Satz zurückzukommen, fehlte jedoch die Konstanz im Aufschlag. Stattdessen jubelte das Publikum in der ZF Arena (13:21). Zwar betrieb vor allem Weber fleißig Ergebniskosmetik (20:24), aber Boladz sicherte dem Gastgeber den nächsten Satzgewinn (21:25).

Enard kehrte zu seiner Ursprungsformation zurück, einzig White durfte anstelle von Tuia weitermachen. Nun stimmten plötzlich Mut und Risiko beim Titelverteidiger und man war im dritten Satz von Beginn an in Front (4:1). Ob Reichert, Klein oder Grankin, die BR Volleys schlugen stark jetzt auf und zogen davon (15:5, 19:9). Es hagelte nicht nur Asse sondern auch Blockpunkte für Berlin und insbesondere Russell war jetzt blendend aufgelegt (23:10). Beim mitgereisten Fanclub "7. Mann" kehrte der Glaube zurück, als Janouch seinen Service im Netz versenkte (25:13).

Die Friedrichshafener, bei denen Coach Vital Heynen zuvor munter durchgewechselt hatte, berappelte sich in der Satzpause. Nur die Anfangsphase des letzten Durchgangs konnten die Hauptstädter noch offen gestalten (9:9), dann häuften sich erneut die Fehler der Männer in Orange (11:14). Trainer Enard versuchte es abermals mit Weber, Kühner und Tuia, aber die Häfler ließen sich den wichtigen Heimsieg nicht mehr nehmen (15:21). Außenangreifer Tuia setzte seinen Aufschlag zum Matchgewinn der Hausherren ins Netz (19:25).

Georg Klein hatte den Fehler im Anschluss schnell gefunden: „Wir müssen den ersten Satz einfach gewinnen. Das hat uns vielleicht das Genick gebrochen. Aber Friedrichshafen gibt eben auch in solchen Situationen nie auf. Insgesamt verschlafen wir die Satzanfänge in dieser Finalserie zu oft. Jetzt werden wir alles daransetzen, zuhause noch einmal auszugleichen. Dafür brauchen wir unsere Fans!“ Am Mittwoch (08. Mai um 18.30 Uhr) bestreiten die BR Volleys in diesem Playoff-Finale ihr definitiv letztes Heimspiel der Saison. Tickets gibt es hier: http://bit.ly/playoff_finale_4_tickets


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