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Gelernt von Malescha, Tuaniga & Co: Jugendtraining mit den Profis

Di 13.10.2026
Fotos: SCC JUNIORS
Fotos: SCC JUNIORS

Die Saison 2026/27 steht im Zeichen des Jubiläums „15 Jahre BR Volleys“. Jedes Jubiläum beginnt mit einem ersten Mal. Dieses erste Mal erlebten die Nachwuchsspieler*innen der SCC JUNIORS und deren Partnervereine in der diesjährigen Saisonvorbereitung. Die Profis der BR Volleys besuchten diverse Jugendtrainings, um die Nachwuchsspieler*innen im Alter von zehn bis 18 Jahren zusätzlich zu motivieren und sich gleichzeitig für die Unterstützung zu bedanken – denn einige von ihnen sind Teil der YoungBLOCKerz, dem Nachwuchs-Fanclub des Deutschen Meisters.

Den Anfang der Trainingsbesuche machte dabei Louis Kunstmann beim Berliner TSC. Der Mittelblocker wurde von 20 jungen Spielern direkt gefragt, wann er mit dem Volleyball spielen angefangen hat. „Ich habe mit 14 Jahren recht spät begonnen und bin dann mit 20 aufs College nach Kanada gegangen“, erklärte der 26-Jährige seinen Weg. Nach einem Erwärmungsspiel wurden Sprungaufschläge geübt. Doch bevor es so weit war, stellte sich die Frage: Worauf kommt es dabei an? Fleißig gingen die jungen Talente den Ablauf durch, um dann mit der Frage zu enden: „Louis, kannst du das bitte vormachen?“ Und so schritt der Neu-Berliner an die Grundlinie und zeigte einen fast perfekten Sprungaufschlag. Kaum berührte der Ball den Boden, kam die Erklärung, warum der Aufschlag nur fast perfekt war. „Du hast deutlich übertreten. So geht das nicht“, riefen lautstarke Kinderstimmen von der Seitenlinie. Mit einem „Dann zeigt mal, dass ihr es besser könnt“, schickte Trainer Gustav seine Schützlinge zum Profi. Drei weitere durften in die Annahme. Nachdem Louis seinen nächsten Aufschlag ins Feld schlug, leuchteten Kinderaugen: „Ich habe den Ball eines Profis angenommen, das crazy!“

Derweil besuchte Daniel Malescha die Volleyballer*innen der Füchse Berlin und des SV Karow. Für den Diagonalangreifer ging es zwei Stunden nach dem eigenen Training direkt wieder aufs Feld. Es wurden Spielformen getestet, bei denen der Profi von der Seitenlinie korrigierte. Am Ende des Trainings warf Hilfstrainer Malescha Bälle ins Spielgeschehen, um verschiedene Stressszenarien zu simulieren. „Ich hatte zwischen meinem und dem Training hier zwar kaum Pause. Aber das war es wert. Es ist schön zu sehen, mit welchem Spaß die Jugendlichen den Volleyballsport betreiben“, resümierte der 32-Jährige. Und natürlich durfte eine Sache nicht fehlen: „Daniel, kannst du mir noch mein Trainingsshirt unterschreiben?“ Und so verteilte der sechsmalige Pokalsieger vor dem Feierabend noch fleißig Autogramme. Trainer Patrick dankte nach dem Besuch: „Die Jungs waren so aufgeregt, dass sie mit einem Profivolleyballer zusammen trainieren konnten. Das gibt für die neue Jugendsaison einen riesigen Motivationsschub.“

Eine besondere Überraschung erwartete die Jungen und Mädchen des VfK Südwest Berlin und des TSC Neukölln. Trainer Felix startete die Begrüßung mit der Frage: „Wir haben heute zwei professionelle Spieler bei uns. Kennt jemand die beiden?“ Kurzes Schweigen, schüchternes Nicken, bevor ein „ich weiß nicht, wie sie heißen, aber sie sind amerikanische Nationalspieler“ geflüstert wird. Und das hieß, dass das Training auf Englisch stattfand, denn sie bekamen Besuch von Nolan Flexen und Joshua Tuaniga.

Außenangreifer Flexen erklärte das Angriffs-Einmaleins, die anderen starteten ihr Grundlagentraining mit dem Neuzugang Tuaniga. Berlins neuer Zuspieler erklärte, worauf es beim Dirigieren der Mannschaft ankommt, und führte die Bewegung mehrmals vor. Danach waren die Kleinen dran. Nach einigen Korrekturen ging es in die nächste Übung - eine Kombination aus Anwurf, Zuspiel und Ballfangen. Auf dem zweiten Feld zeigte Nolan Flexen, was er tagtäglich selbst trainiert - den perfekten Angriffsschlag. Auch hier ging er Schritt für Schritt die einzelnen Elemente durch - Anlauf, Körperspannung, Armbewegung, Schwung zum Schlag. Auch die beiden Profis lernten beim Training dazu: „Das Kinder- und Jugendtraining ist in Amerika ganz anders als hier“, bemerkte Tuaniga.

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Mit Arthur Wehner und Ryan Barnett folgte das zweite Paar aus Zuspieler und Außenangreifer beim Training des SCC-Stützpunkts in Marzahn. „Es war cool, wie viele BR Volleys Trikots ich gesehen habe, als ich die Halle betrat. Da standen alle meine Mitspieler aus der letzten Saison in Mini auf dem Spielfeld. Das zeigt auch unsere Vorbildfunktion“, sagte Wehner. Die beiden Profis übernahmen direkt einen Teil der Trainingsgruppe und übten fleißig einzelne Elemente wie Annahme und Angriff.

Die SCC JUNIORS in Charlottenburg konnten sich über einen Besuch von Louis Kunstmann freuen. Der Mittelblocker ließ es sich nicht nehmen, ein zweites Training zu besuchen. „Es hat vor zwei Wochen so einen Spaß gemacht, dass ich sehr gern noch einmal vorbeigekommen bin.“ Kunstmann verbesserte von der Seitenlinie die Ausführungen der Nachwuchsspieler: „Es ist schön zu sehen, wie schnell und leicht die Jungs meine Korrekturen umsetzen. Ich sehe hier viel Potenzial für künftige Spieler in den oberen Ligen.“

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Den Abschluss der Trainingstour machte Maximilian Treiter bei Rotation Prenzlauer Berg. Den Libero erwartete eine intensive Gesprächsrunde. Bei „RPB fragt Max“ beantwortete der 21-Jährige nach dem Training alle Fragen der Altersklassen U12 und U14. Diese reichten von „Wie bist du zum Volleyball gekommen?“ (durch den Papa) über „Wer war dein bisher schwerster Gegner?“ (Perugia) bis hin zu „Was isst du vor einem Spiel?“ (Nudeln mit Tomatensoße). Im Anschluss zockten die U16 und U18 mit Berlins Libero ein King of the Court-Turnier. Profi Max fasste die Trainingsbesuche zusammen: „Wir konnten mit den Besuchen der Jugendtrainings etwas zurückgeben und uns bei den jungen Spieler*innen des SCC und der Partnervereine für die Unterstützung im Volleyballtempel und von den YoungBLOCKerz bedanken.“

Zum Start der letzten Saison wurde der Jugend-Fanclub gegründet. Die YoungBLOCKerz sind ein exklusives Angebot für alle Berliner Nachwuchsvolleyballer*innen, Student*innen und Auszubildende im ersten Semester oder Ausbildungsjahr bis zum Alter von 25 Jahren. Für sie gibt es in der Max-Schmeling-Halle einen eigenen Tribünenbereich, in dem sich die YoungBLOCKerz versammeln, um das BR Volleys Team mit Kapitän Ruben Schott anzufeuern. Auf die Mitglieder warten u.a. ein Mitgliedsausweis mit Zugang zu allen Heimspielen der BR Volleys in Bundesliga, Pokal, Playoffs und Champions League, ein Mitgliederrabatt im Fanshop und gemeinsame Aktionen mit den Profis. Weitere Informationen und die Anmeldung zum Fanblock: BR Volleys – YoungBLOCKerz

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